Hallo,
Das Problem mit den Mn-Oxiden ausdem Schwarzwald!
Möglicherweise ist esnur Fe-Hydroxid (Limonit, Goethit), das wäre aber wohl in dieser Ausbildung eher braunals schwarz. Vielleicht mal einen Strich machen, z.B. an der Unterseite einer Fliese (nicht glasiert) oder einer Tasse. Fe-Hydroxid hat einen bräunlichgelben Strich. Mn-Oxide haben einen schwarzen bis schwarzbraunen Strich.
Was es aber letztlich für ein Mineral ist, lässt sich nur schlecht feststellen. Da braucht man entweder Röntgendiffraktometrie oder aber EDX. Auch Raman-Spektroskopie kann man nehmen.
Es kommen in der Grube Clara zum Beispiel über 15 verschiedene Mn-Minerale vor, die meist allegrauschwarz sind. Auch hier kommen verschiedene Arten in Betracht, wobei ich in erster Linie an amorphes Mn-Oxid (Manganogel) oder ein Ba-haltiges Mineral wie Romanéchit oder Hollandit (wegen des Barytes in den Gängen des Wolftales) denke. Durchausähnliche Vorkommen dieser oben genannten Minerale kennt man auch aus Freudenstadt und der Grube Clara. Aber definitiv identifizierbar ist das Mineral nur durch die Kombination zweier Methoden: Röntgen (Struktur/Mineralgruppe/Ist das Mineral überhaupt kristallin?) und EDX(chem. Elemente, v. a. Nachweis/Fehlen von Barium). Wenn die Röntgenanalyse ein amorphes Mineral ergibt, ist es Manganogel.
smoeller