1.) Wenn jemand glaubt, er habe gewisse Fähigkeiten - z.B. mit der Wünschelrute - diese Fähigkeiten aber in keinem Experiment beweisen kann dann ist das wenigstens eine eigene Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.
Da gebe ich Dir Recht, wenn mir jemand erzählt, dass er es versteht mit der Wünschelrute umzugehen, aber dann nichts funktioniert ist das mit Sicherheit Fehleinschätzung bzw. Selbstüberschätzung.
6.) Dass in vergangenen Jahrhunderten schon gewünschelt wurde ist doch kein Beweis, dass da etwas dran ist. So argumentiert könnte man doch jeden Hexenkult auf wissenschaftliche Beine stellen.
Dieser Vergleich hingt ganz gewaltig. Denn Hexen hat man verbrannt, meistens weil sie einem im Weg waren, aus welchen Gründen auch immer oder weil bestimmte Personenkreise auf diese Weise Ihre Macht verdeutlichen konnten indem Sie einfach eine Person der Hexerei beschuldigt haben.
Aber zur gleichen Zeit haben sich diese Personen Wünschelrutengängern bedient um eventuelle Vorteile zu erhaschen. Und dies obwohl auch das Wünschelrutengehen mitunter genauso unerklärlich war wie vieles anderes wofür dann Hexen verantwortlich gemacht wurden.
Wenn einer seinen Glauben mir aber gegen mein sauer verdientes Geld mit pseudowissenschaftlichen Phrasen andrehen möchte - nein danke. Das sind bestenfalls Geokomiker oder einfach nur Geldgeier.
In diesem Punkt stimme ich auf alle Fälle mit Dir überein, wenn jemand versucht über diese Schiene und der Gutgläubigkeit der Leute Geld zu verdienen ist das nicht in Ordnung.
Der Wünschelrutengänger von dem ich gesprochen habe, hat nie auch nur eine einzige müde Mark verlangt obwohl er das durchaus sehr oft angeboten bekommen hat. Nein für ihn war es selbstverständlich dieses Wissen und diese Fähigkeit für andere zu Verfügung zu stellen.
... positive Voraussetzungen (man sucht ja nicht irgendwo nach Kabel, sondern da, wo ungefähr eines sein müsste, weil z.B. die Pläne nicht so genau sind). ....
In dem von mir genannten Beispiel im Siegerland handelte es sich um ein Wegstrecke von bestimmt 1,5 km und niemand wußte wo der Stolleneingang ist, nach Auschlag der Rute war der Eingang genau entsprechend dem Ausschlag, wir gingen lediglich den Hang hinunter und dort war der Eingang. Der Wünschelrutengänger war zum ersten mal überhaupt dort.
unser leider verstorbene Rutengänger, hat an der Universität in Saarbrücken versuche gemacht.
Ein Beispiel von zehn versteckten Dingen hat er 8 gefunden und richtig zugeordnet.
Im Doppel-Blind-Versuch? Versuchsprotokolle, Dokumentation ?
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Da gibt es Versuchsprotokolle und auch eine Dokumentation, müßte zu bekommen sein. Mich haben diese Ergebnisse damals eher wenig interessiert, da ich den Wünschelrutengänger sehr gut kannte und meine Erfahrungen mit ihm gesammelt hatte.
Gruß loparit