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Autor Thema: Artikel für Lapis schreiben  (Gelesen 20487 mal)

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Offline geomueller

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Artikel für Lapis schreiben
« am: 23 Jan 06, 17:28 »
Hallo alle,

ich habe eventuell vor einen Artikel für die Zeitschrift Lapis zu schreiben. Was muss man da so beachten bzw. wie sollte man vorgehen? Hier sind doch einige Sammler die schon, teils mehrfach, als Autor Beiträge für Lapis geschrieben haben, gebt mal paar Tipps was so zu beachten ist.

Gruß Jürgen

MM-Bär

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #1 am: 23 Jan 06, 19:10 »
Da wäre es am hilfreichsten, wenn Du Dich direkt an den Weise-Verlag wendest, da diese die Anforderungen ihrer Leserschaft am besten kennen bzw. kennen sollten. Ich habe z.B. eine Anleitung, wie Artikel für den Mineralogical Record (vergesst Lapis, Leute  ;D) geschrieben werden sollten. Immer gleicher struktureller Aufbau und höchste Ansprüche an den Informationsgehalt. Ein Artikel im "Record" ist immer ein Kompendium, eine alles umfassende Abhandlung. Welche Anforderungen dagegen Lapis stellt, weiß ich nicht.
« Letzte Änderung: 23 Jan 06, 22:23 von slugslayer »

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #2 am: 23 Jan 06, 20:09 »
Vorher Stefan Weiß kontaktieren, damit besprochen werden kann, was der Artikel enthalten soll, wie lang er sein soll/darf, wer die Fotos macht, wie aktuell das Ganze ist etc. pp.
Layout und Formatierung Literaturzitate sollten so sein wie in ähnlichen Lapis-Artikeln.

Offline berthold

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #3 am: 23 Jan 06, 22:12 »
Hallo Jürgen,

sowohl dem, was Uwe, wie auch dem was Frank geschrieben hat kann ich nur zustimmen. Ich möchte aber hinzufügen, es kommt darauf an was Du veröffentlichen möchtest. Ein schöner Fund mit guten Fotos ist sicher im Lapis gut aufgehoben, auch wenn ich Lapis eher als "Bildzeitung" bezeichnen möchte. Wenn das Ganze etwas mehr Bedeutung -nicht nur für die Vitrine-  hat dann würde ich eher Richtung Aufschluss denken. Und mit steigendem wissenschaftlichem Gehalt bieten sich dann (in der Regel englischsprachige) Zeitschriften bis hin zu M&P an. Dass die reviewer da  recht genau hinsehen (und vom Gehalt überzeugt sein müssen)  ist kein Geheimnis.

Gruß

Berthold

Offline Conny3

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #4 am: 24 Jan 06, 08:02 »
Hallo Jürgen,

mit dem Artikelschreiben in der Lapis habe ich schon einige Erfahrungen gemacht. Zur Zeit plane ich auch wieder etwas über Zinna zu schreiben. Das ist aber mitunter nicht so einfach. Grundsätzlich sind folgende Dinge zu beachten: Der Beitrag sollte möglichst was Besonderes, Sesationell Neues, mit großen oder seltenen Stufen und sehr gut ausgebildeten Kristallen beinhalten. Der Beitrag sollte Fundmöglichkeiten beschreiben, wo der Leser (nicht Sammler!) glaubt, dort noch etwas finden zu können (aktuelle Fundmöglichkeiten, Zugangsmöglichkeiten bei Steinbrüchen, Einschränkungen, etc.). Die Bilder sollten wirklich gut sein und gerne werden Dias genommen. Der Text sollte hintereinander geschrieben sein. Eventuelle Untergliederungen nimmt der Verlag ohnehin dann noch vor. Die Minerale sollten fotogen sein (zum Bsp. wurde mein Zoisitbeitrag vom Weißenstein wegen unfotogenen Mineralstufen damals abgelehnt). Meine Bilder habe ich früher bei Fritz Rüger von der Geraer Truppe machen lassen. Keinesfalls Kleinstufen dem Verlag zum fotographieren schicken. Kürzlich bekam ich wieder als Antwort, das man keine Zeit hätte solche "Allerweltsminerale" (auf Zinna angesprochen) zeitaufwändig als MM Bilder anfertigen zu lassen (Bsp. durch R. Vernet). Im Augenblick bin ich auch erst in der Vorphase meines Artikels über Zinna, da ich zunächst erst einmal mit dem Geologischen Lehrpfad zu tun habe.

Am besten ist es den Verlag zu kontaktieren, telefonisch oder per E-Mail.

Gruß Conny

Offline McSchuerf

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #5 am: 25 Jan 06, 15:23 »
Hallo Jürgen,

das meiste des Vorgenannten, d.h. die Regeln, die zu beachten wären, kann man getrost auch für die Mineralienwelt übernehmen sowie für die für Jahrbücher bestimmten Artikel im Rahmen des ortsansässigen Vereins! Dort bin ich schließlich auch als Mineralienautor mehrfach verewigt.
Ich habe es zwar insgesamt auch schon rd. 8 x geschafft, in Lapis 'reinzukommen' aber bisher immer nur als Bildautor mit Einzelfotos zu Artikeln, die andere geschrieben haben oder zur Rubrik 'Neue Mineralien', ansonsten mit meinen Leserbriefen, Anregungen, etc.).
Insgesamt 3 x haben die meine Artikelvorstöße von Lapis schon abgelehnt. Einmal wäre kein Interesse für 'Trivialmineralien' übrig (Azurit, Malachit); ein anderes Mal (Skiathos z.B.) würde keinen Sammler interessieren..dabei hat noch niemand außer mir, vorher weltweit etwas Mineralogisches zu Skiathos veröffentlicht! (nun sind die abgelehnten Sachen halt hier im Atlas gelandet. 1 x waren auch meine Bilder nicht gut genug (Eifel-Hauyne)..o.k. das verstehe ich..besser habe ich die halt nicht hinbekommen.;.... obwohl andere Fotos offenbar 8 x gut genug waren!!
Von der für mich arroganten Einstelllung von Lapis hatte ich schließlich vor ca. 1 Jahr die Nase endgültig gestrichen voll, habe das Abo gekündigt und lehne künftig Telefonate mit Herrn Weiß, der mich des Öfteren früher auch im Büro angerufen hat, ab! Man hat ja auch seinen Stolz! ;)
Nichts desto trotz wünsche ich Dir mehr Erfolg bei Lapis als mir beschieden war!.. 8)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 25 Jan 06, 15:26 von McSchuerf »

Offline geomueller

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #6 am: 25 Jan 06, 16:47 »
Hallo alle,

erst mal vielen Dank für die bisherigen Antworten. Klingt ja bisher nicht unbedingt ermutigend, ich werds aber trotzdem versuchen einen Artikel loszuwerden ;). Wenn ich mich recht erinnere haben ja noch mehr hier im Forum schon als Autor für Lapis geschrieben (z.B. Erik, TK, Trüffelschwein, geni u.a.), vielleicht könnt ihr auch noch eure Erfahrungen schildern.

Mittlerweile habe ich schon mal ein EMail mit einer kurzen Anfrage an Lapis gesandt und folgende Antwort erhalten (Ich stelle das mal hier rein, falls sich noch jemand hier mit dem Gedanken trägt im Lapis was zu schreiben.)


Zitat
"Sehr geehrter Herr Müller

generell sind wir sehr an Artikeln aus dem deutschsprachigen Raum Mitteleuropas interessiert (Deutschland/Österreich/Schweiz), doch müssen diese Artikel auch von der Qualität der gefundenen Mineralien (egal ob Micromounts oder Kabinettstufen!) unseren – doch recht hohen – Ansprüchen genügen.
Zum Thema "Mineralfundstellen" sind folgende Themenbereiche für LAPIS vorrangig:
-- Fundstellen in D/A/CH einschließlich "Alpin" mit akzeptablen/guten Fotos;
-- sonstiges Europa und weltweit, hier jedoch nur klassische bzw. bekannte Fundstellen
(einschließlich touristisch-sammlerisch interessanter Ziele), immer mit guten Fotos;
-- von der Aktualität her interessante Neufunde oder Raritäten, einschließlich interessanter Neuigkeiten auf dem Mineralienmarkt (als "Service" für Sammler & Börsenbesucher).

Die Texte bitte immer als *.rtf Datei (nicht als *.doc!). Für Aufnahmen bevorzugen wir das *.tif-Format, wahlweise auch als*.jpg, dann aber bitte in bester Qualität/niedrigster Komprimierung. Die Pixelgröße sollte 2048x1536 nicht unterschreiten.

Dies soweit als grober Umriss für Artikel in Lapis.
Rufen Sie doch bitte Herrn Dr. Weiß an (Tel.Nr. siehe unten), so lassen sich die Möglichkeiten für eine Veröffentlichung und weitere Details am einfachsten absprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Uli Zeisberg"
Zitat-Ende

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 25 Jan 06, 16:54 von geomueller »

Ingo Löffler

  • Gast
Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #7 am: 26 Jan 06, 09:47 »
Hallo Jürgen,
in diesem Zitat zeichnet sich eine gewisse Überheblichkeit ab.Der Alpine Raum,sowie Micromineralien des Schwarzwaldes sind nun mal das Lieblingsthema vom Herrn Dr. Weiß.
Diese "Fachzeitschrift" beziehe ich schon lange nicht mehr,für das Geld kaufe ich mir lieber einen schönen Stein.Ich bin nicht Geologe und Mineraloge genung um alle Artikel fachlich zu verstehen.Gute Fundstellen,die sich für einen Artikel lohnen,habe ich schon einige besucht,aber ich bin Sammler von Mineralien und kein Geologe bzw. Mineraloge.Der aufwand einen Fachartikel zu schreiben ist mir dann doch zu hoch,zumal habe ich auch nicht die Zeit.Mich haben dann meist nur die etwas kleineren Artikel im Lapis interessiert,wie Neufund dort und dort und diese Ausstellung hat geöffnet usw.Und nachdem ich diese Zeitschrieft innerhalb weniger Stunden durchgeblättert hatte flog sie in die Ecke.Ein nicht so wissenschaftlich aufgezogener Artikel bzw. ein Reisebericht mit normalen Mineralien und Fotos,ist mir aufjedenfall 10 mal lieber als diese Seifenblasen.Dies ist meine Meinung dazu.
Warum schreibst du also deinen Artikel nicht hir herein?

Gruß Calciteminer

Offline Alfred01

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #8 am: 26 Jan 06, 14:03 »
Lapis.......
Tunnelbau Neustadt Oberpfalz - der Artikel erschien als alles begrünt war
Milchopal Mitterteich - der Artikel erschein als die Autobahnbaustelle beendet war
Steinbruch Zufurth "Jahrhundertfund" - der Artikel erschein als die fündige Kluft
 durch die Autoren vollständig ausgebeutet war - manche Fundstücke mussten die
 Autoren im Wald deponieren, weil sie nicht soviel auf einmal zu ihren Autos tragen
 konnten - und dann mussten sie ihre Funde noch gut im Waldboden verstecken
 aus Angst, sie  könnten gestohlen werden - zum Schluss die Bemerkung, dass der
 Artikel nur deswegen möglich gewesebn wäre, weil der Autor einen Steinbrucharbeiter
 gut kannte und Normalsammler dort keine Zutrittschancen hätten.
Viele Grüße
ALFRED

   
« Letzte Änderung: 26 Jan 06, 14:20 von Alfred01 »

Offline TKMineral

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #9 am: 27 Jan 06, 19:17 »
Hallo!

Nu geb ich da auch mal meinen Senf dazu.

Hab letztes jahr einen Bericht über einen Bruch verfasst , der vor 3 Jahren geschlossen wurde , aber wo man mit Zeit & Aufwand noch Belege finden kann. Per Emailkontakt war Lapis sehr an dem Artikel interessiert. Nach einem späteren Telefonat mit St. Weiß nach Erhalt des Artikels war dieser weniger begeistert davon , weil es sich nicht mehr um eine aktuelle Fundstelle handelt.
Ferner erzählte er mir , das es nichts nützt , einen Artikel über einen Bruch zu veröffentlichren, der vor kurzem geschlossen wurde bzw. kurz vor der Stillegung liegt , da dann die Leute hinfahren möchten und dann nichts mehr finden würden. Berichte mit topaktuellen Sachen haben da immer Vorrang.


Gruß

TK
« Letzte Änderung: 28 Jan 06, 18:10 von TKMineral »

MM-Bär

  • Gast
Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #10 am: 27 Jan 06, 19:46 »
Moin,
was lernt man aus den Antworten:
Lapis/Weise ist nur daran interessiert, den Leuten mit guten Bildern den Mund wässrig zu machen und vorzugaukeln,  man könne ohne großen Aufwand und ohne weitere Kenntnisse von heute auf morgen "Superstufen" abräumen. Dass angesichts des Ansturms der "Sammler" einige der Fundstellen als direkte Folge der Publikation gesperrt werden, kümmert dann niemanden in München mehr; man hat ja sein Ziel erreicht: Heftchen verkaufen unter dem Motto: "Nach mir die Sinnflut, Hauptsache die Kohle stimmt."  :o :(
Da lobe ich mir den zwar trocken-nüchternden Aufschluß und den absolut "edlen" Mineralogical Record. Beide haben eines gemeinsam: Sie stammen von Non-Profit-Organisationen und berichten nicht-reißerisch auch über alte Vorkommen. Da paßt Bertholds Vergleich mit der Bildzeitung unten den Mineralienperiodika wie die Faust auf's Auge.
Also Jürgen (alias geomüller): Zieh Deinen Schluß daraus, wo Du Deinen Artikel veröffentlichen möchtest und welche Intentionen Du damit verfolgst ... und: was die Folgen sein können.

stufenwühlmaus

  • Gast
Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #11 am: 27 Jan 06, 21:31 »
Wo bin ich denn hier gelandet??? Das ist ja der blanke Zickenalarm. Was ich hier lese klingt sehr nach Neid und angekratzten Eitelkeiten. Natürlich erscheinen die meisten Artikel erst nach dem eine Fundstelle restlos ausgebeutet wurde und Gras darüber wächst. In welcher Traumwelt lebt Ihr denn??? Das liegt ja dann wohl auch kaum an der LAPIS-Redaktion sondern an den jeweiligen Autoren. Wie soll so was auch gehen??? Meint Ihr die beschäftigen Reporterteams in ganz Europa die dann brandaktuell nach dem Vorbild der Tagesschau Bericht erstatten??? Ein Artikel dient mir nicht dazu auch schnell noch was vom Kuchen ab zubekommen sondern vielmehr der Dokumentation eines guten Fundes oder einer Lokalität. Das hier nur Topstufen und beste Bilder in Frage kommen versteht sich ja von selbst. Ein „Mückenschiss“ der nicht der Rede wert ist und der auf jedem beschotterten Waldweg rumliegt kann hier wohl kaum in Frage kommen. Da muss man halt mal die Kritik einstecken können. In einem öffentlichen Museum sind schließlich auch keine Belegstücke ausgestellt. Dementsprechend hoch sollte auch das Niveau einer Publikation sein. Übrigens habe ich in meiner Region auch noch nicht erlebt das nach einer Veröffentlichung ein Ansturm auf die Fundstelle zu verzeichnen war. Das macht auch wenig Sinn, denn ein Steinbruch beispielsweise gibt einen attraktiven Fund meist nicht schon bei der ersten Begehung preis. Hier sind ganz klar die Insider am Zug, die eine Fundstelle über einen langen Zeitraum im Auge behalten und zu gegebener Zeit darüber berichten. Um Eure Eigenfunde, möglichst hochwertig, müsst Ihr Euch schon selber kümmern. Ohne Fleiß kein Preis, liebe Freunde der Mineralogie. Die permanente Kritik am Chefredakteur finde ich ebenfalls zum k..zen. „Allen Leuten recht getan ist eine Kunst die Niemand kann“ – da solltet Ihr mal drüber nachdenken. Für mich zählt Dr. Stefan Weiß auf seinen zahlreichen Gebieten zu einer äußerst kompetenten und sehr aufgeschlossenen Persönlichkeit. Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift. Wer eine andere Meinung vertritt braucht sie ja nicht zu lesen.

MM-Bär

  • Gast
Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #12 am: 28 Jan 06, 16:53 »
Übrigens habe ich in meiner Region auch noch nicht erlebt das nach einer Veröffentlichung ein Ansturm auf die Fundstelle zu verzeichnen war.

Hi Stufenwühlmaus, wohnst Du vielleicht auf einer Ostsee-Insel?  8)

Offline michael berghäuser

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #13 am: 28 Jan 06, 17:04 »
@stufenwühlmaus

"Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift."

Mit Verlaub dieser Aussage muß ich vehement wiedersprechen, ich finde teilweise die Qualität und die Einseitigkeit der Fundorte -mit Deinen Worten ausgedrückt- zum K.zen.

Meines Erachtenssollte man mehr auf Vielfalt achten;

Was zum Beispiel war im Januar 2006 Heft so spannend am Artikel "Beryll und Aquamarin aus dem Bergell"), (nur die grandiosen Landschaftsbilder  ;D).

(Daher spiele ich mit dem Gedanken mein ABO zu kündigen)

Glückauf aus dem verschneiten Mittelgebirge Taunus

Michael

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Artikel für Lapis schreiben
« Antwort #14 am: 28 Jan 06, 17:55 »
1) "Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift."
Das stimmt sicher.

2) @mb
a) "finde teilweise die Qualität und die Einseitigkeit der Fundorte -[...]- zum K.zen."
Das ist sehr überspitzt. Was erwartest du? Daß dir Super-Fundorte mit Super-Fundmöglichkeiten auf dem goldenen Lapis-Teller vorgelegt werden? Heutzutage sind für gute Funde Glück, harte Arbeit, Geduld und Eigeninitiative (z.B. eigene Literatur-Recherchen) nötig, und da spreche ich nicht nur von Mitteleuropa. Man sollte auch über die Verantwortung nachdenken, die Mineralienzeitschriften, sei es Lapis oder  Mineralien-Welt, übernehmen müssen, wenn absehbar ist, daß am nächsten Wochenende ein neu publizierter Fundort von Dutzenden oder noch mehr Sammlern "gestürmt" wird.
Über "kleinere" Funde und Fundorte kann man auch im Aufschluß publizieren.  Es geht immer noch hauptsächlich um eine gute Dokumentation.

b) Sicher hat Stefan Weiß bestimmte Vorlieben, was Fundorte/Länder im Lapis angeht, aber das ist sein gutes Recht. Ich kenne ihn gut und bin sicher, daß er sofort auch Berichte über interessante Fundorte in außereuropäischen Ländern veröffentlichen würde, wenn sie ihm angeboten werden. An die manchmal reißerische Machart von Lapis habe ich mich schön gewöhnt, obwohl sie immer noch etwas nervt.
Was die wissenschaftliche Qualität der Lapis-Artikel angeht: die richtet sich nach der Spannbreite der Leser - von reinen Quarzsammlern, die verärgert (sic!) auf chemische Formeln reagieren, bis hin zu Amateur- und Fachmineralogen.
Zur Qualität der Artikel: Sicher gibt es in jedem Heft einige kleinere fachliche Fehler und Ungenauigkeiten, aber etwas anderes zu erwarten, wäre naiv (im Übrigen wird auch in Fachzeitschriften bis hin zu Nature und Science teils großer Mist publiziert...).

Weitere Diskussionsbeiträge erwünscht (bitte objektiv bleiben).

GA, Uwe Kolitsch



 

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