Laut Literatur kommen die Nickel/Cobaltsulfide häufig auch "gestrickt" vor (so ist das wirklich beschrieben). Gemäß Kristallklasse gebildete Kristalle sind nicht so häufig. Es gibt z.B. schöne "Igel" von diesen Mineralen, wobei man ja ohnehin nicht weiß, wo Skutterudit aufhört und Chloantit beginnt.
Die lokalen Sammler, die Ihre direkt vor der Haustür liegende Halden während der Aufarbeitung fast täglich abgegrast haben (wir Chemnitzer kamen abends meist erst an, wenn die Schlemaer schon durch waren) waren meist im Bergbau beschäftigt und gehen bei der Mineralbestimmung meist sehr pragmatisch vor. Die Minerale werden so, bezeichnet, wie man das mal vom Steiger erfahren hatte. Genaue Analysen waren bei der Wismut für das normale Volk der untertage Beschäftigten tabu (ebenso wie die Mitnahme von Stufen) Ich will da niemanden zu nahe treten, aber Silber auf dem Etikett verkauft sich halt besser.
Die Halde 250 (gegenüber dem alten Omnibusbahnhof Richtung Schneeberg) war die erste Halde die abgetragen wurde (ich glaube noch zur DDR-Zeit), lange bevor die daneben liegenden Halden 270 und 207 sowie die Halden auf der Alberodaer Seite drann kamen und das neue "Berggeschrei" unter den Sammlern auslösten.
Die 250 war relativ schnell verschwunden. Ich war zwar oft dort, aber außer einem schönen Handstück Chloantit mit Wismut habe ich nichts sulfidisches gefunden. Metalldetektoren waren in der DDR verboten, da sie sich auch zum Minen lokalisieren eignen. Ich nehme an, daß Material von der 250 von untertage stammt und bis nach der Wende eingelagert wurde.
Glück Auf
Uwe