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Geopark und Geotope Diskussion
Ingo Löffler:
Hier in Nordhessen, Landkreis Waldeck Frankenberg, soll ein Geopark entstehen, der aber wohl auch die Landesgrenze in Richtung NRW überschneiden soll. Die Zeitungen der Region haben schon öfters darüber berichtet. Für mich war aber bisher kein Anlass zur Sorge gegeben. Aber die Konzeption dafür ist am Entstehen und somit ist es also nur eine Frage der Zeit, bis eine Umsetzung erfolgen wird. Der Bernd hat ja nun ähnliches für Thüringen berichtet.
Ich habe heute ein sehr interessantes Telefongespräch mit der zuständigen Mitarbeiterin im Hessischen Minesterium geführt, die auch dieses Projekt mit betreut. Wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben, sind die EU- Spielregeln für solche Projekte sehr restriktiv. Das soll bedeuten das ein Sammeln verboten wird. Aber das soll nicht das Ziel sein, so die Aussage. Man möchte das Erlebnis sammeln, sich damit auseinandersetzen, sich für Geowissenschaften begeistern, damit auch fördern. Ich wurde gebeten mich auch aktiv an der Ausarbeitung der Spielregeln für diesen Geopark zu beteiligen. Das die Fundstellen für Sammler erhalten werden, darüber waren wir uns einig. Wie sollen aber die Regeln innerhalb eines solchen Projektes aussehen? Ich stelle diese Frage aber hier mal zur allgemeinen Diskussion. Mit den hier dann genannten Beiträgen/Argumenten werde ich uns dann dort vertreten.
Eine solche Beteiligung der Sammlergemeinschaft kann ich mir übrigens auch an den anderen Geoprojekten vorstellen. Also mischt euch ein, beteiligt euch aktiv an solchen Entscheidungsprozessen. Ansonsten werden die Regeln ohne uns gemacht, und wir schaun mal wieder in die Röhre.
Gruß Calciteminer
Conny3:
--- Zitat ---Das Tor zum Geo- und Nationalpark
NIEDER-WERBE. Der Eingangsbereich vom Haus der Natur in Nieder-Werbe soll gleichsam den Eingang für den Geopark Waldeck-Frankenberg darstellen. Das Konzept für ein Geofoyer oder Geoportal Kellerwald-Edersee hat am Mittwochabend Dr. Bettina Hoffmann vom Planungsbüro Cognitio (Niedenstein) den Waldecker Stadtverordneten vorgestellt.
Ein Ziel der im Foyer und im Nebenraum geplanten Ausstellung ist die Verknüpfung der Geologie und der Menschen in der Region, erklärte Hoffmann in der Sitzung im Netzer Dorfgemeinschaftshaus. Das Konzept sieht jeweils ein Vitrinen- und ein Glaselement zu den wichtigen erdgeschichtlichen Epochen vor. Der Besucher soll durch ein aufgesetztes Zeitband durch die Ausstellung geleitet werden. Das Besondere daran: Das Geofoyer wird selbsterklärend sein, dieser Bereich des Haus der Natur wird Gästen immer offen stehen. Um Energie zu sparen, soll die Beleuchtung und Technik allerdings nur dann "hochfahren", wenn sich darin tatsächlich Besucher befinden.
Um den Eingangsbereich als 35 Quadratmeter große Ausstellungsfläche zu nutzen, ist ein Durchbruch nötig. Der Ortsbeirat, der bislang den Nebenraum nutzt, trägt das Konzept mit und will zu seinen Sitzungen in einen Raum ins Dachgeschoss umziehen.
Die Informationen hinter Glas sollen bestmöglich gegen Vandalismus geschützt werden. Ein so genanntes Dorffenster ist als Brücke in die Gegenwart und Zukunft vorgesehen. Darin sollen Stücke und Materialien aus der Nieder-Werbe Dorfstube zu sehen sein, berichtete Hoffmann.
Das Geofoyer Kellerwald-Edersee ist aber nicht nur als ein (erster) Baustein für den kreisweiten Geopark Waldeck-Frankenberg, sondern auch als der Ausgangspunkt zu einem geologischen Dorfrundgang durch Nieder-Werbe gedacht. Der Rundgang könnte zum Beispiel die Verbindung zur Kirche, zum Heimatmuseum oder zum Steinbruch herstellen.
Die Kosten für das Geofoyer in Nieder-Werbe schätzte Dr. Bettina Hoffmann auf 100000 Euro (siehe Hintergrund). Die Umsetzung des Projekts sollte wegen der in Aussicht gestellten Förderung allerdings noch in diesem Jahr erfolgen. Dazu ist es nötig, dass die Waldecker Stadtverordneten schnellstmöglich einen Beschluss für das Foyer und zur Freigabe der benötigten Haushaltsmittel fassen.
Am Mittwochabend in Netze nahm das Parlament die Ausführungen lediglich zur Kenntnis. Bürgermeister Peter Brandenburg warb für das Geofoyer-Projekt in Nieder-Werbe. Die Stadt Waldeck könne damit das Tor zum Nationalpark aufstoßen.
Brandenburg: "Diese Chance kommt nicht wieder." Zudem erinnerte der Verwaltungschef an die noch ausstehende "Nachbesserung" am Haus der Natur. Um dem Namen der Einrichtung gerecht zu werden und um die dafür bereits eingestrichene Förderung nicht zu gefährden.
24.02.2005 (Pressenotiz)
--- Ende Zitat ---
Ich denke das es sich darum handelt, Ingo.
Habe das mal reinkopiert, damit man noch einmal genauer weiß, worum es da gehen soll.Vielleicht hast Du noch genauere Informationen?
Gruß Conny
Ingo Löffler:
Hallo conny,
in erster Linie geht es in der Notiz um das haus der Natur in Nieder Werbe.Der zu entstehende Geopark wird nur am Rande erwähnt.Über die eigendliche Dimension des Geoparkes kann ich noch nichts genaues sagen,außer das er sich vom Raum Frankenberg über Korbach bis ins westfählische Marsberg ziehen soll.Welche Einzelobjekte dazugehören,keine Ahnung.Das natürlich die verschiedenen Gemeinden hir dabei sein wollen ist ja logisch,denn es geht um Touristen und somit um viel Geld.
Gruß Calciteminer
Bernd G:
hallo,
wäre auch nicht schlecht wenn von uns als sammler den museen die in der gegend sind leihgaben zugesichert werden und zusammen arbeit angeboten wird.
des weiteren denke ich das man sammler die nur sammeln um es zu veräußern von den fundstellen fern halten sollte. und diese geotop fundstellen wenn es möglich ist nur mit sammlern auf zu suchen die sich an die richtlinien halten. ansonsten können wir da ja auch nicht mehr sammeln.
ich werde mich mal mit der verantwortlichen im raum friedrichroda in verbindung setzen und mal sehen was da zu machen ist. auch im raum schmalkalden und baumgartental habe ich schon mit dem verantwortlichen forstämtern bzw. förstern und gemeinden gesprochen . diese leute waren sehr zugänglich . aber das alte problem wie hinterlassen von müll und nicht zu machen von löchern im gelände hat auch bei diesen leuten schon sehr viel ärger erzeugt.
gruß bernd
uwe:
Klingt alles gut und ich unterstelle den Initiatoren durchaus, daß bei der Einrichtung solcher Geoparks nicht daran gedacht war, uns Sammler zu ärgern. In der Praxis sieht es aber wohl so aus. Einige geschäftstüchtige Mineralienhändler werden sich Sonderrrechte, gegen eine Gebühr natürlich, sichern. Natürlich nur um die Natur zu schonen und die Touristen mit dem Verkauf der Mineralien anzulocken. Ansonsten wird ein generells Sammelverbot ausgesprochen, natürlich auch nur um die Natur zu schonen und die Touristen nicht zu verschrecken. Hohe Busgelder füllen ja auch die Gemeindekassen.
Aber wir im Osten haben damit Erfahrung. Sonntag Mittag oder am Ersten Mai waren z.B. auch die polizeilichen Bewacher der Halde 371 in Schlema nicht unterwegs. Wenn man mehrere Fluchtwege vorher auskundschaftert und erprobt ist die Gefahr erwischt zu werden relativ gering.
Gruß und Glück Auf
Uwe
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