Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
lauter Dreiecke - was ist das?
MineralienfanBQ13:
Nach Magnetit sieht es wirklich aus. Würde ich auch sagen.
Gruß
Brian
Schweizer Strahler:
Moin, meiner Meinung nach handelt es sich bei den Kristallen um so genannten Niob-Rutil, der in der Wannigletscher / Cherbadung-Region typischer Weise, wenn auch nicht allzu häufig, auftritt
Für denkbar, aber nicht so wahrscheinlich, halte ich eine Pseudomorphose (mit evtl. Hämatit, Rutil).
Zwar gibt es auch Sphalerit-Vorkommen im Binntal (z.B. Lengenbach), allerdings soweit ich weiß nicht am Wannigletscher / Cherbadung-Region.
An Magnetit glaube ich nicht, da die Magnetit-Kristalle am Wannigletscher fast ausschließlich glatte Flächen aufweisen, was hier ja nicht der Fall ist.
Cafarsit schließe ich aus, da sie in dieser Kristallform nicht auftreten (am ähnlichsten sind dieser Kristallform Cafarsit-Kuboktaeder).
Gruß Dominik
osito:
Ich kann dem unechten Schweizer Strahler :D nur Recht geben. Könnte sich tatsächlich um einen Niob-Rutil handeln ;). Schaut doch mal im Mineralienatlas der Schweiz nach, falls jemand im Besitz dieses Buches ist. Bin zur Zeit in Mexiko und habe deshalb keinen Zugang zu meiner Bibliothek
Schweizer Strahler:
Von den Kristallen her ist Zinkblende durchaus denkbar, aber nicht vom Fundort - ich habe nochmal in dem Buch "Das Binntal und seine Mineralien"
nachgeschlagen - Demnach beschränkt sich das Vorkommen von Sphalerit im Binntal auf die Grube Lengenbach und in großen Ausnahmen auf die Gneise beim Saflisch-Wasserstollen; kommt aber nicht in der Cherbadung-Region vor.
Ich bleibe also beim Niob-Rutil - ist sowohl von der Farbe als auch von der Form wahrscheinlich. ;)
Gruß Dominik
Collector:
Hallo Dominik
die von Graeser und Albertini beschrieben Niob-Rutile sind entweder schwarze skelettartige Verwachsungen unter 1 mm oder gelbrote faserige Kristalle.
Die ersten dieser Nb-Rutile traten auf Cafarsit auf und sind als Seltenheit im Naturhistorischen Museum in Basel.
Die später gefundenen Nb-Rutile traten als schwarze, krustige Verwachsungen auf gelbem Anatas auf, bzw. als gelblich-faserige Pseudomorphosen in Anatas-Form könnten Nb-Rutile sein. Eine genaue Bestimmung ist nur durch chemische oder Röntgenanalyse möglich.
Soweit zur Beschreibung der Nb-Rutile : Graeser, Albertini, 1995; Wannigletscher und Conca Cervandone; Lapis 20, 7-8
Aber: Der Berg Cherbadung heißt auf der italienischen Seite Monte Cervandone. Von dort wird Sphalerit beschrieben.
s.a. Albertini:, 2003; Il dioside del Monte Cervandone; Rivista MIneral. Italiana, 27, 3.
gruß
collector
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