Kids im Steinbruch?
Klar, geht sehr gut. Am Freitag war es im Steinbruch am Waldhügel in Rheine soweit, dieses zu beweisen. Um 15 Uhr trafen sich die Exkursionsteilnehmer, etwa 15 Kinder, Jungs und Mädels im Alter von etwa 6 - 9 Jahren und die dazugehörenden 10 Erwachsenen am Kalkwerk Middel, um die Jagd auf Fossilien der Kreidezeit zu starten. Exkursionsleiter Frank Hesping von den Freunden der Geologie und Archäologie Neuenkirchen e.V. zeigte den kleinen und großen Teilnehmern im Kofferraum seine Wagens, welche Funde im Steinbruch zu erwarten waren, erklärte das Alter der Fossilien und wie es vor 80 Mio. Jahren rund um Rheine ausgesehen hat. Spätestens beim Anblick der Pyritwürfel und -knollen war der Schatzsucherinstinkt der kleinen Gemeinde geweckt. Auf ging es zur Suche auf Ammoniten, Belemniten, Muscheln und Katzengold.
Im Steinbruch waren dann auch nach den ersten Schlägen auf das relativ weiche Material die ersten Funde gemacht. Muscheln gab es zu hauf. Auch der erste kleine Ammonit wurde gefunden. Exkursionsleiter Frank war hier und dort, erklärte was die kleinen Sammler gefunden hatten und verschenkte Eigenfunde an die, die noch leer ausgegangen waren. Die Kids waren voll bei der Sache, an Blödsinn machen dachte keiner.
Der Steinbruch selbst ist ideal für das Suchen mit Kids: nicht zu groß, nur eine Sole, sehr übersichtlich, keine überhängenden Wände und ausreichend Material am Fuß der Wände zum aufklopfen. Und schnell stellt sich für die kleinen Sammler Erfolg ein. Dazu war das Wetter super, fast schon zu heiß. Da aber die Wände die Fundstellen abschattete, hielt sich auch das in Grenzen.
Nach einer Stunde ging es zu einer weiteren Stelle, an der die Aussicht auf Ammonitenfunde größer war und schon bald waren die ersten gefunden. Die Kids waren voll bei der Sache und keiner der Kurzen sucht direkt an der Wand. Unvorsichtig waren da eher manche Erwachsene, die an den Wänden klopften und schon mal einiges Geröll ins Rutschen brachten.
Nach einer kleine erholsamen Pause am kleinen See im Steinbruch ging es zu einem weiteren Fundplatz. Jetzt häuften sich die Ammonitenfunde. Exkursionsleiter Frank verstand es aufs Beste, die Schar der kleinen Sammler volle drei Stunden bei Laune zu halten. Die Aussicht auf immer bessere Funde, die dann auch wirklich eintraten, mobilisierte immer wieder die Reserven. Leider waren die drei Stunden viel zu schnell vorbei und den Bereich des Steinbruchs, wo gute Fundmöglichkeiten für das heiß ersehnte Katzengold bestanden, musste ausfallen. Die meisten waren aber so geschafft und die mitgebrachten Eimer waren mit interessanten Funden gefüllt, so dass kein Protest mehr aufkam.
Sicher haben viele bei dieser Exkursion den Geschmack am Hobby des Fossilien- oder Mineraliensammelns gefunden und werden in Zukunft auf jeden Stein achten, der ihnen in die Hand fällt. Und bestimmt werden einige wieder bei einer der nächsten Exkursionen dabei sein. Wir auf jeden Fall.
Vielen Dank noch mal an Frank. Die Exkursion war super spannend. Infos, auch zu weiteren Exkursion in den Steinbruch am Waldhügel in Rheine gibt es auch auf der Homepage des Vereins
http://www.neuenkirchen.de/geozentrum Schönen Gruß
Norbert und Thomas
Bild 1: Frank erklärt den kleinen Sammlern die Fundmöglichkeiten ...
Bild 2: und wie es in Rheine in der Kreidezeit ausgesehen hat.