http://vfmg.de/der-aufschluss/https://edelsteintage-bremen.dehttps://fossilsworldwide.de/

Autor Thema: Kristallspitzen  (Gelesen 2515 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline RockandRoll

  • *
  • Beiträge: 27
Kristallspitzen
« am: 06 Mar 06, 17:04 »
Hallo,
ich sitze gerade vor einem Quarzkristall, wo eine große Kristallspitze aus mehreren kleinen zusammengesetzt ist
und eben beschleicht mich die Frage, wie diese Kristallspitzen eigentlich entstehen.
Ist die Spitze einfach "nicht fertig Geworden? ???
gibt es für solche Gebilde einen Fachbegriff? ???
helft mir bitte.

Offline manu

  • ***
  • Beiträge: 182
Re: Kristallspitzen
« Antwort #1 am: 06 Mar 06, 18:40 »
Hallo,
Vielleicht kannst du ja ein Bild machen und es hier ins Forum stellen? Ich kann mir nämlich den Quarzkristall nicht richtig vorstellen  ???
Viele Grüße manu

Offline RockandRoll

  • *
  • Beiträge: 27
Re: Kristallspitzen
« Antwort #2 am: 06 Mar 06, 20:42 »
nach einem erbitterten Kampf mit meiner Digitalkamera hier ein Bild. ::)
von diesen Kappenquarzen habe ich schon 2 Bilder bei der Fundstelle Schlottwitz eingestellt.

Offline Harjo

  • ******
  • Beiträge: 1.354
  • this world rocks
Re: Kristallspitzen
« Antwort #3 am: 07 Mar 06, 08:56 »
Hi,

Bei solche "Sprossenquarze" ist der aufbau verursacht durch baufehler (meist durch Fremdstofeinschlusse) bei ein rascher wachstum des Kristals.
Die kleine "Sprossen" konnen wie bei deine Kristalle auf die Romboederflachen sitzen, aber auch auf die Prismenflachen.
Mehr hierzu in Rykart's Quarz monographie (ISBN3-7225-6204-X, Lapis-Buchladen), Superbuch!!!

Gruss

Harjo
 

Offline der Sauerländer

  • ******
  • Beiträge: 1.411
  • no risk....no fun
Re: Kristallspitzen
« Antwort #4 am: 07 Mar 06, 10:46 »
Hallo

Diese, bei Kappenquarzen häufige Form, wird von Sammlern auch "Artischockenquarz" genannt.

Die Wachstumsstörungen entstehen oft durch Limonitüberzüge während der Wachstumsphase.
Diese Überzüge sind häufig schlüssig, so dass man die Kristallspitzen an der Trennphase abnehmen kann wie eine Kappe.

Hinweis....um einen echten Kappenquarz zu erhalten, ticken etliche Sammler die Spitzen mit einem Hammer an. Meißtens erhält man dadurch leider nur einen defekten Kristall.
Besser ist da eine Temperaturwechsel- Behandlung. Heißes und kaltes Wasser abwechselnd oder die Backofenmethode.

Hier, in Iserlohn- Dröschede, kamen bei einer Baumassnahme vor Jahren, diese Kappenquarze in enormen Mengen vor.
Leider hatte die Baufirma wenig Verständnis und es konnten nur ein paar Zentner geborgen werden.

Wilhelm


Offline RockandRoll

  • *
  • Beiträge: 27
Re: Kristallspitzen
« Antwort #5 am: 07 Mar 06, 15:39 »
Hallo,
erst mal danke für die Info.
Dass ich hier die Kappe vom Quarz gekriegt habe war blanker Zufall.
Von außen sah das Teil nämlich nach überhaupt nix aus, nur ein paar kleine Amethyste.
Also hab ich erstmal draufgehauen ;D
von einigen Kristallen hat sich die Hülle dann gelöst, einige stecken noch drunter. Ich will das aber erst mal so lassen, weil die Kristalle mehrmals gebrochen sind, und dann mehr oder weniger gut wieder verheilt sind.(wie auf dem Bild Ansatzweise zu erkennen ist) :-\
vielleicht riskiere ich mal bei einem Stück die Backofenmethode.
Danke euch allen :D

Gruß RockandRoll


 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center