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Konkretionen - Stand der Wissenschaft ???
geomueller:
Hallo,
also so habe ich es noch aus dem Studium in Erinnerung:
Konkretionen sind unregelmäßige, meist kugelige oder knollige Zusammenballungen (Verbackungen) von einzelne oder auch verschiedenen Mineralien innerhalb eines Sedimentgesteins (z.B. Brauneisenstein, Kalkstein, Löskindel, Dolomit, Feuerstein, Gips, Baryt u.a. ). Das Konkretionen eigenständige Minerale sein sollen wie in mancher Literatur angegeben kann ich nicht nachvollziehen.
Gruß Jürgen
Collector:
@sauerländer
danke für die vielen Infos. Werde bestimmt einige davon im Lexikon verwenden - wenn Du erlaubst.
@geomüller
ich stimme voll mit Dir überein , habe das auch so bereits im Beitrag beschrieben. Ich bin nur verunsichert, da ich z.Bsp. im Betechtin "Lehrbuch der Mineralogie 2 auf ein Sonderkapitel Konkretionen als Mineralaggregat definiert fand.
Ähnliche Definitionen findet man auch in anderen Lehrbüchern.
Meine Meinung:
Konkretionen sind ja de facto verbackene oder zementierte Gemenge aus einem Mineral mit Sand oder anderen Bindemitteln (Ton, Kalk). Also keine eigenständigen Mineralien.
Löß besteht aus verfestigten Staubsedimenten und tw. reichlich Kalk. Also ein Gestein (ein Pelit). Durch konzentrierte Kalkausscheidung bilden sich Konkretionen als sogen. Lößkindel. Dies sind aber immer noch Gesteine.
Da der gemeinsame jeweilige Nenner einer Konkretion die Verbackung mit anderen Materialien ist, sind - ergo - Konkretionen keine Mineralien mehr, sondern Gesteine.
Mir gehts nur darum, die aktuell gültige Einordnung von Konkretionen zu kennen, bevor ich meine eigenen Ansichten als Fakten ins Lexikon schreibe.
Danke vorab für Eure Nachrichten.
gruß
collector
Torben:
Hallo!
"Grundlagen der Geologie" von Bahlburg, Breitkreuz, 2. Aufl. 2004, Elsevier, S. 162 gibt Folgendes her:
"Durch lokale Konzentrationsungleichgewichte kann es in der unmittelbaren Umgebung faulender Organismenreste zu bevorzugter Fälling z.B. von Calcit kommen. So entstehen rundliche harte Konkretionen um einen Fossilrest herum. In manchen Konkretionen bildet sich bei der inneren Austrocknung durch Schrumpfung ein Netzwerk von Rissen, das durch Mineralneubildungen aus zirkulierenden Lösungen verheilt sein kann. Diese Konkretionen heißen Septarien"
Dementsprechend schließe ich mich auch der Meinung an, daß es verfestigte Sedimente aus Diageneseprozessen sind, die eine Vielzahl Mineralien enthalten können.
Auf derselben Seite berichtet das Buch über verschiedene Zemente in der Diagenese: Calcit, Quarz, Tonminerale und Zeolithe.
Viele Grüße
Torben
CARCHARIAS:
Moin ;D
Konkretionen in Sedimentgesteinen sind wohl meistens durch die zerstzung von organischem Matereal entstanden.
Ein Tier oder ein Pflanzenrest wird schnell von Sediment luftdicht Verdeckt duch die zersetzung entsteht Gas was nicht entweichen kan und einen Hohlraum bildet. Wenn dieser erhalten bleibt wird er später mit Sediment ausgefüllt. Oder das Gas reagiert mit Mineralhaltigem Wasser und bildet eine Mineralkonkretion ( Baryt, Pyrit oder Markasitkonkretionen). Das betrifft aber nur Fossielhaltige Konkretionen!
Gruß Carcharias :)
CARCHARIAS:
Hier nochmal n bild einer aufgeschlagenen Barytkonkretion aus dem Mainzer Becken.
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