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Autor Thema: Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas  (Gelesen 18613 mal)

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Offline Stefan

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #30 am: 14 Mar 06, 12:44 »
@MM-Bär

Zitat
Es geht sehrwohl darum, die Vandalen fern zu halten.


Welche Vandalen denn? Das ist wie Autofahren verbieten es könnte ja einer zu schnell fahren. Preventiver Aktionismus wie wir ihn aus Amerika ja allzu deutlich vorgeführt bekommen. Mit den Terroristen kann man gut seine eigenen Interessen anderen gegenüber verkaufen. Das ist in meinen Augen absoluter Blödsinn.

Gruß Stefan

Offline der Sauerländer

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #31 am: 14 Mar 06, 13:02 »
Hi Bernd

Diese ganzen Diskussionen führen eh zu nix. Wenn wir alle einer Meinung wären, hätten wir ja keine Diskussionsgrundlage.
Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.
Ich halte übertriebene(!) Geheimniskrämerei für Blödsinn. Soll ich stolz meine Funde zeigen, aber dem Betrachter sagen, "wo das herkommt, darfste nicht wissen!".?
Soll ich meine Sammlung verstecken? Soll ich nur noch alleine losziehen? Das habe ich hinter mir. Viele Jahre. Eine 10-jährige Freundschaft ist zerbrochen, nur weil ich 1 mal mit nem anderen losgezogen bin. Das brauche ich nicht mehr.
Der Urheber dieses Threads führt sein Thema ad absurdum. Er teilt sich gerne mit, will aber auf der anderen Seite Wissen in seiner Gruppe behalten. Was soll das? Sein Beitrag im Lapis zur Ramsbeck-Halde hat ganze Heerscharen in Bewegung gesetzt. Von Leibnitz-Dante ganz zu schweigen. Kann aber auch sein, dass er was gelernt hat. Und meinen Humor im vorigen Beitrag versteht er ganz sicher :D 8)
Wie überall im Leben ist der goldene Mittelweg wohl die Lösung. Und ich sehe das ganze schon mit der Gelassenheit eines etwas älteren Herrn ;) ::)

Letztendlich wird das jeder für sich entscheiden.

Offline KOstMineral

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #32 am: 14 Mar 06, 13:33 »
Hallo zusammen

Also ich muss Berthold rechtgegen. Ich sehe es genau so, dass beide Seite in Teilen recht haben.
Doch muss man sich echt fragen, gibt es den Raubbau erst seilt neuerer Zeit, also im Zeitalter des Internets und GPS oder nicht auch schon in den Jahrzehnten vorher. Warum meint ihr gibt es in der Schweiz in diversen Gemeinden Strahlverbot. Nicht wohl weil es den Gemeinden derade danach war, eher darum weil in den 60er, 70er ...  des vergangenen Jahrhunderts von einigen Raubbau mit allen Mittel betrieben wurde und immer noch wird.

Anderseits muss ich auch feststellen, dass in heutiger Zeit die Anzahl an Fundstellen, sei es durch Sammelverbote, Stilllegungen von Steinbrüchen, Abbaumethoden, ..., stetig Schrumpft. Wobei ich auch meine, dass die Zahl der Sammlergemeinde auch abnimmt. Doch trotzdem kommen auf die wenigeren Fundstelle eine grössere Anzahl an Sammelden, so dass die Frequentierung zunimmt.

Was ich ganz genau sagen kann ist allerdings, dass der Charakter eines Sammlers nicht davon abhängt wieoft er im Jahr ins Feld zieht.

Also ich denke die "bösen Buben" wird es mit und ohne genaue Fundortdaten (GPS, Stellenbeschreibung, etc.) auch in Zukunft geben. Anderseits wird aber die Gemeinde an Jungsammlern und denen die nicht so erfahren sind abnehmen.

Gruss
Klaus


Offline loparit

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #33 am: 14 Mar 06, 13:41 »
Hallo Leute,

ist euch schonmal aufgefallen, das die Leute die Fundstellen zerstören, vandalieren was auch immer nie zufrieden sind mit dem was sie finden. Und was noch wichtiger ist, dass sie meinen das richtige zu tun. Genau deshalb wird sich das nie ändern.

Natürlich ist es nicht gut bei Nacht- und Nebelaktionen irgendwo Fundstellen auszubeuten oder zu verwüsten. Doch meistens kommt dieser ganze Hick-Hack doch wie Stefan bereits geschrieben hat nicht von Sammlern die eine weite anreise haben, sondern von denen die nahe an der Fundstelle wohnen und die Fundstelle sowieso kennen.

Also wem helfe ich wenn ich eine Fundstelle preisgebe, doch den Sammlern die eventuell eine Anreise von mehreren hundert Kilometern haben und durch genaue Angaben zu einer Fundstelle diese nicht noch großartig suchen müssen.
Wird dann von diesen Sammlern mal ein schönes Teil gefunden, ist das oft bei vielen Sammlern aus der Nähe eine Katastrophe. Denn wie kann es sein, dass jemand der zwei mal im Jahr kommt etwas besseres findet als man selbst, wo man doch fast jede Woche die Fundstelle absucht.
Auch resultiert aus einem solchen Fund sehr oft dann die Tatsache, dass danach die Fundstellen entsprechend verwüstet aussehen. Da meistens dann einheimische oder nahe wohnende Sammler meinen sie müssen jetzt auch was tolles finden und entsprechende Grabung starten.

Also ich denke man kann hier ruhig Fundstellen bekanntgeben und auch genau Beschreiben. Die einzigen die sich auf den Schlips getreten fühlen sind die Sammler, die nicht wollen das eine bestimmte ihnen bekannte Fundstelle preisgegeben wird. Aber das haben wir hier alles schon mehrfach diskutiert, bringt doch nichts.

Ich sammle nun seit fast 30 Jahren und diese Probleme hat es immer gegeben und die wird es immer geben.

Gruß loparit


Offline Conny3

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #34 am: 14 Mar 06, 15:05 »
Hallo,

meine Meinung zu diesem Thema hatte ich schon mal hier irgendwo kund getan. Am Ende kommt es auch darauf an, wie man sich mit einer Fundstelle beschäftigt. Sicher habe ich auch schon schlechte Erfahrungen nach Veröffentlichung machen müssen (Bsp. Sparnberg). Und bei Zinna beispielsweise wären viele Funde verloren, wenn man nicht darüber berichten würde. Am Ende muß es aber jeder selbst entscheiden, wie er mit seinen Informationen über Fundstellen umgeht. Sicher habe ich da auch eine Meinung, die nicht unbedingt von den breiten Sammlerkreisen in der heutigen Zeit vertreten wird. Das muß ja auch nicht so sein. Und das stört mich auch nicht.

Zitat
Ich sammle nun seit fast 30 Jahren und diese Probleme hat es immer gegeben und die wird es immer geben.
Und das sehe ich auch so. Das ist nicht nur ein aktuelles Problem. Das war schon immer so.
Ansonsten verweise ich auch auf frühere Beiträge von mir zu diesem Thema.


Gruß Conny

Offline Conny3

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #35 am: 14 Mar 06, 16:52 »
Editierten Teilbeitrag von Calciteminer wiederhergestellt:

.............
Ich sehe das ein Großteil der Forenteilnehmer eine recht gesunde Einstellung dazu haben, Verantwortung zu tragen. Und das finde ich gut .Mehr schreibe ich nicht dazu ,denn dann würde ich einige der vorherigen Schreiber nur nochmals kommentieren.

Gruß Calciteminer


Hallo,

alle weiteren  Dinge dazu künftig privat aushandeln (am besten per PN).

Das geht dann doch etwas zu weit und interessiert auch keinen hier !

Der Conny
« Letzte Änderung: 14 Mar 06, 19:08 von Conny3 »

Offline tsa

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #36 am: 14 Mar 06, 17:07 »
Also wenn Fundstellenbeschreibungen , dann bitte eben nur im Full Member-Forum , so das es eben für Gäste nicht zugänglich ist..

Hmm...faende ich nicht so schön...ich habe an anderer Stelle ja schon einmal ueber
meine Erfahrungen mit "eingeschworenen Gemeinschaften" berichtet, die keine
Fundortinformationen bekanntgeben wollten.

Literatur zum Beispiel zu Fundstellen in meiner Gegend (OWL, Extertal, ..) ist quasi
nicht vorhanden oder gnadenlos veraltet (bin oft genug mit einer Lapis-Ausgabe von
1984 losgezogen, um eine nicht zugängliche ehemalige Fundstelle vorzufinden, eine
habe ich dann dank Hilfe hier im Forum finden koennen), wo soll der Sammlernachwuchs
dann an Informationen kommen wenn nicht hier?


MM-Bär

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #37 am: 14 Mar 06, 17:31 »
@Stefan
@MM-Bär

Zitat
Es geht sehrwohl darum, die Vandalen fern zu halten.


Welche Vandalen denn?

Die Frage musst Du selbst beantworten, denn der "Vandalen"-Begriff stammen von Dir  ;) :D

Offline der Sauerländer

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #38 am: 14 Mar 06, 19:23 »
Hallo loparit

Also das diskutieren wir mal bei nem Glas Bier.
Irgendwie hast Du, aus ner Logik heraus, die Dinge zwar richtig beschrieben, aber m. E. falsch dargestellt.
"Wie das?", wird der geneigte Leser jetzt fragen.

Ganz einfach. Wenn ich neben dem Steinbruch Becke-Oese arbeite und wohne, gehe ich im Jahr 20 mal da rein und nehme 20 Rucksäcke mit Material mit. Logo?
Wenn ich aus dem Saarland komme, besuche ich den Steinbruch Becke-Oese vielleicht 3 mal im Jahr und nehme evtl. 6 Rucksäcke voll mit. Logo?

Frage: ist der Einheimische jetzt ein Raubgräber? Muss der Einheimische seine Besuche den auswärtigen Sammlern anpassen wegen der Gerechtigkeit?

Und das Thema Neid, Habgier und Missgunst auf einheimische Sammler zu reduzieren. Mann oh Mann, Edgar ??? Bist Du nicht AUCH einheimischer Sammler? Wärest Du neidisch, wenn ich bei euch da unten was schönes finden würde. Doch ganz sicher nicht!

@all
Das ganze Thema ärgert mich. Irgendwer hier hat von einer immer größer werdenden Sammlergemeinde geschrieben.
Absoluter Quatsch!!! Das Gegenteil ist der Fall. Das Internet hat die Welt halt klein gemacht. Hier im Atlas unterhalten sich vielleicht 30 Leute regelmäßig. Mann...die sind über die gesamte Republik verteilt. Glaubt denn wirklich jemand, ich setze mich in mein Auto, nur weil letzten Sonntag auf der Halde in Hartenstein ein Proustit gefunden wurde. Selbst im Steinbruch Holzen war der Andrang nicht größer, als hier und bei MinMax dauernd über Baryt palavert wurde.
Fragt mal bei der Gruppe in Warstein, wie oft die noch rausgehen. Ich sags euch...garnicht mehr oder nur selten. Von denen ist keiner unter 60 Jahre jung. Nachwuchs? Fehlanzeige.
Also seid beruhigt. Ihr habt die ganzen Steinchen für euch.

der Sauerländer.....
dem Neid ein Fremdwort ist

Offline loparit

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #39 am: 15 Mar 06, 08:16 »
Hallo Wilhelm,

es gibt Sammler und (Sammler).

Da hast du einiges nicht so verstanden wie ich es sagen wollte.

Schwerpunkt war, dass die angegebenen Informationen über Fundstellen dazu führen, dass Sammler, egal von wo eine Fundstelle schneller und einfacher finden.

PS: Ich habe nie irgendwo mehr als einen Rucksack Material mitgenommen. Ich habe schon immer wenn gut gefunden wurde vor Ort aussortiert und eben dann bessere Qualität mitgenommen, aber eben einen Rucksack und oft nicht einmal einen Rucksack voll.

Die Tatsache, dass man mehr mitnimmt da man von weit her kommt ist nicht unbedingt auf alle Sammler umzulegen.  :D

Aber wie Du gesagt hast, das besprechen wir bei einem Bierchen.

Gruß Edgar

Offline Trüffelschwein

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #40 am: 15 Mar 06, 08:26 »
Tach zusammen,

8) wow, was haben meine mickrigen Zeilen für einen Sturm entfacht?? Guckt man nach 2 Tagen ma´ wieder rein, kloppt sich hier die ganze Horde rum. ::) Ich freue mich aber, das man darüber diskutiert. Soll man auch..und das ist gut so!

Wer mich kennt weis, das man von mir stets eine Antwort erhält... incl. Fundstellenhinweise... Mittlerweile kenne ich ja schon quasi 2/3tel aller hier diskutierender Mineralienatlas-Forumsschreiber persönlich ;D.

Ich bin nur der Meinung, das derartige Informationen nicht unbedingt der ganzen Welt mitgeteilt werden müssen, weil eben auch andere Leute im MA mitlesen, welche unsere Philosophie nicht unbedingt teilen und mehr kommerzielle Interessen haben. Das mit den Fundstelleninformationen soll nicht nur ein Nehmen, sondern auch ein Geben sein :D. Daher mein anfänglicher Vorschlag, derartiges nur im "Full-Member"-Bereich zu veröffentlichen. Man kann auch darüber nachdenken ???, ob diese Infos nur diejenigen zugänglich gemacht werden sollen, welche sich hier ehrlich in einem Steckbrief vorgestellt haben.

Ich nehme weiterhin gerne Interessierte mit ins Gelände und gebe auch weiterhin gerne persönlich Auskunft. Auch schließe ich mich ebenso gerne hier angebotene Exkursionen an. Es ist doch schön, wenn man weis, mit wem man es zu tun hat. Ich glaube, so denken wir doch alle, oder??

Übrigens: Neid spielt nur bei denjenigen eine Rolle , welche nicht genug bekommen können.

Im übrigen freue ich mich auf die bevorstehende Sammelsaison ..
  

trüff, trüff
Charly

PS.: Lasst mir übrigens den "Sauerländer" in Frieden. Er schreibt frei von der Leber weg was er denkt und das ist gut so. Seine satierischen Formulierungen erkennt man beim näheren Durchlesen und sie sind bestimmt nicht (Beispiel: Rucksackverschleppungen) persönlich gemeint.
« Letzte Änderung: 15 Mar 06, 08:31 von Trüffelschwein »

Offline Bernd G

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #41 am: 15 Mar 06, 08:48 »
hallo, schade das das thema dann immer abdriftet auf NEID .dem ist aber nicht so .
es geht nur darum ,wenn jemand hier infos zu fundstellen bekommt dann soll er sich wie ein mensch und nicht wie eine wildsau an den fundsellen benehmen.offene Löcher ,kaputte Zäune usw. darum geht es , nicht was jemand findet und wieviel jemand mitnimmt.
eine fundstelle sollte immer so verlassen werden da man wieder hin kommen kann !!
kleines beispiel,basaltbruch ober widdersheim. die firma gibt enthaftungs erklärungen aus ,was ansich schon nicht mehr die regel ist. trotzdem halten es einige nicht für nötig eine zu holen .jetzt überlegt die firma ob es nicht besser wäre den bruch ganz für sammler zu sperren ,nur weil einige blödmänner keine enthaftung unterschreiben.
noch schlimmer ist es in rockenberg wo ganze zaunfälder zerschnitten werden nur um einige meter weg zu sparen . oder in homberg ohm wo vereinsmitglieder ohne genehmigung rein gehen,und die firma auch überlegt ob es besser wäre keinen mehr rein zu lassen.
oder die zahlreichen beispiele von offengelassenen schürfen in thüringen oder im raum altenstadt .
deshalb überlegt mancher nichts mehr über fundstellen zu schreiben und nicht weil er neidisch ist auf funde von anderen.

man sollte eine fundstelle immer so verlassen das man wieder kommen kann und sich an die regeln von steinbruch besitzern halten.


gruß bernd



« Letzte Änderung: 15 Mar 06, 09:27 von Bernd »

Offline Krizu

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #42 am: 15 Mar 06, 09:18 »

man sollte eine fundstelle immer so verlassen das man wieder kommen kann und sich an die regeln von steinbruch besitzern halten.


Hallo Bernd,

schön zusammengefasst, fehlt nur noch: "Und sich dort auch so benehmen, dass man wiederkommen darf".

MfG

Frank

Offline Ralf

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #43 am: 15 Mar 06, 09:37 »
Eine ( wiederholte ) Diskussion über die Psyche des Menschen. Nix anderes is das hier. Und trotzdem oder gerade deshalb, so interessant.

Es geht hier nur um zwei Empfindungen, nämlich Neid und Angst. Wieso ?

Nun, jene welche nix finden sind neidisch auf jene, die finden. Logisch und natürlich. Jene die finden, haben Angst das ( zuviele ) andere Ihre Fundstellen plündern so das sie selbst zu Neidern werden.
Beides in unterschiedlich starken Ausprägungen, je nach Charakter des jeweiligen Menschen. Absolut menschlich und vollkommen verständlich.

Ich dachte lange, das dies in Deutschland ob der räumlichen Ende und dem Mangel an Fundstellen besonders entwickelt ist. Nach vier Wochen USA, dem Land der ( scheinbar ) unbegrenzten Möglichkeiten, und sehr sehr vielen Gesprächen mit Amerikanischen Sammlern zeigt sich ein anderes Bild.
Auch in den USA gibt es Fundstellenführer ( mit GPS- Daten ). Wirklich erstaunlich aber ist, daß unter den amerikanischen Sammlern genau die gleichen Diskussionen herrschen, wie hier bei uns. Raubgräber, Fundstellenverwüster, drohende Sammelverbote, Ausbeutung etc. sind ein großes und heiß diskutiertes Thema.
Das ist um so verwunderlicher, als es gerade in den USA unzählige Fundstellen gibt, an denen noch nie ein Mensch einen Stein aufgehoben hat. Die veröffentlichten Stellen sind da nur ein Tropfen auf den heißen Stein, quasi unbedeutend. Natürlich muß man die neuen Stellen erschließen, aber das ist mit ein wenig Orts-  und Gesetzeskenntniss nun wirklich kein Problem.

Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist folgendes:

Dieses Thema ist keine Frage der Ressourcen, sondern ganz einfach menschlich. Drum wird sich auch niemals nix ändern und die Diskussionen sind fruchtlos, aber durchaus unterhaltsam.

Gruß
Ralf

Offline loparit

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Re: Wegbeschreibung bei Fundstellen im Atlas
« Antwort #44 am: 15 Mar 06, 09:45 »
Ich muss doch nochmal etwas schreiben!

1) Es gibt Sammler die sind nun mal neidisch und es gibt welche denen macht es nichts aus wenn jemand etwas schönes findet. Ich persönlich zähle mich zu denen die sich auch mit anderen Sammlern freuen können wenn die etwas finden.

2) Nun gibt es auch "Sammler" die beuten eine Fundstelle aus und machen den Kofferraum voll und dies ohne wenn und aber. Und was noch viel schlimmer ist, sie hinterlassen größe Löcher, gehen ohne Genehmigung in Steinbrüche usw.

Und diese beiden Sorten Sammler gibt es nunmal überall, das heißt einmal als Lokalsammler und einmal als Sammler die eben auch weite Anfahrtswege nicht scheuen.

Doch eines ist klar die "Sammler (2)", brauchen keinen Mineralien-Atlas, Lapis etc. um eine Fundstelle ausfindig zu machen. Das sieht man daran, dass es solche "Sammler" auch bereits vor 20 Jahren  gab und das ohne Internet und ohne viele Fundorthinweise in Zeitschriften.

Deshalb die Fundstellen nur in einem Full-Memberbereich oder wie auch immer auszutauschen ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.

Mit dem Mineralien-Atlas ist etwas ins Leben gerufen, was zumindest in Deutschland seinesgleichen sucht. Und wenn ich das richtig einschätze will man doch dass viele viele Leute auf diese Seiten zugreifen und auch noch einige mehr tatkräftig mitarbeiten. Deshalb ist es um so wichtiger, dass man Informationen die viele haben wollen, zu welchem Zweck habe ich oben unter Punkt 1 und 2 versucht  zu erläutern, nicht vorenthält oder in einen Bereich verschiebt zu dem eben nicht jeder Zugriff hat.

Und wenn man sich überlegt warum man das tut und warum wir hier diskutieren, wegen einigen wenigen Leuten die sich wie oben unter Punkt 2 beschrieben verhalten. Doch genau das Verhalten dieser Leute können wir nicht ändern. Denn diese Leute wollen sich ja gar nicht ändern. Aber wegen dieser Leute werden Informationen zurückgehalten die ernsthafte Sammler wirklich benötigen.

Keinesfalls wollte ich weiter unten sagen, dass immer die Lokal-Sammler die bösen sind. Wenngleich das tatsächlich so herüberkommt, wenn man den Bericht liest. SORRY :'(

Aber trotzdem kann ich aus Erfahrung hier im Saarland und Rheinland-Pfalz sagen, dass die meisten solchen Entgleisungen an Fundstellen von einheimischen "Sammlern" der Kategorie "(2)" verursacht wurden. Allerdings liegen die mir bekannten Ereignisse viele Jahre zurück. In den wenigsten Fällen waren es Sammler die weit angereist waren, obwohl man dann meistens hört das waren die ...... oder die aus ....

Gruß loparit

 

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