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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los

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geomueller:
Hallo alle,

soeben im MDR-Sachsenspiegel gehört:
„Die Photovoltaik-Firma Solarworld aus Freiberg hat sich heute die Abbaurechte an Zinnwaldit für die Gewinnung von Lithium sichern lassen. Als frühester Abbaubeginn für die Lagerstätte bei Zinnwald wurde 2013 angegeben.“
Ich hoffe das ich das halbwegs wörtlich so wieder gegeben habe.
Wäre ja ne schöne Sache wenn das so kommen würde. Allerdings hört man in Insiderkreisen von stark wechselnden Lithiumgehalten und komplizierten Aufbereitungsbedingungen. Na mal sehen.

Gruß Jürgen

dendrocopos:
An alle Interessierten,
nachfolgende Pressemitteilung findet sich auf der Seite
www.kupferschieferlausitz.com

Spremberg, 15. Februar 2011 - Nach dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Brandenburg hat jetzt auch das Sächsische Oberbergamt der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH die Bergbauberechtigung (Bewilligung) zur Gewinnung von Kupfer und Begleitmineralien erteilt. Der von der KSL geplante Kupferbergbau Spremberg - Graustein - Schleife ist ein länderübergreifendes Projekt.

Die mit dem heutigen Tag wirksam werdende Genehmigung bezieht sich auf ein 22,7 km² großes Feld in den sächsischen Gemeinden Schleife, Weißwasser, Trebendorf und Groß Düben und ist gültig bis zum Jahr 2051. Derzeit erarbeitet die KSL einen länderübergreifenden Betriebsplan, worin alle Belange des geplanten Kupferbergbaus entsprechend der genehmigungsrechtlichen Vorgaben abgebildet werden. Mit dem Beginn der Vorarbeiten zur Abteufung der Schächte rechnet die KSL zum Ende 2012 / Anfang 2013. Es ist von einem Lagerstätteninhalt von 1,85 Millionen Tonnen Kupfer auszugehen.

Glückauf !

Frank

geomueller:
Hallo alle,
gestern (08.03.2011) war folgender Artikel in der Freien Presse,

" Bei Sadisdorf im Osterzgebirge sollen dieses Jahr fünf Bohrungen zur Erzerkundung bis zu 400 m tief in die Erde führen. Der Betriebsplan dafür liegt derzeit im Sächsischen Oberbergamt. Die Behörde geht davon aus, dass es noch diesen Monat die Genehmigung für die Bohrungen geben wird. Sie sind Bestandteil des Erzrekundungsprojektes der kanadischen Firma Tinco Exploration. Für ein zweites Vorhaben wird ebenfalls noch im März eine Entscheidung erwartet. Eine Tochterfirma der Solarworld AG will die Lithiumvorräte im Raum Zinnwald erkunden. Dort gehen Geologen von einem bedeutendem Vorkommen aus. Lithium gewinnt an Bedeutung, weil es in Akkumulatoren beilspielsweise für Elektroautos eingesetzt wird."

Gruß Jürgen

Manganit:
Das Molybdänvorkommen in Sadisdorf ist doch schon ein alter Hut - der Spiegel berichtete schon 2009 darueber: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65640699.html (darf ich hier nicht abdrucken - Ihr habt da einen an der Waffel in Deutschland mit dem Datenschutz).

Den Kanadiern Tinco Exploration hilft diesmal ein grosser deutscher Infrastrukturberater - Arcadis: http://www.arcadis.de/web/arcadis.de.nsf/0/A71C1FAF157E2A3CC12574400038CE14?OpenDocument&p_ref=110F9E88D2ACFEA9C1256B9800522EE8

Da die keine bekloppte Kopierlimitierung auf der Seite haben, drucke ich das doch mal hier ab. Natuerlich uebernehme ich keine Haftung fuer den Inhalt:

Exploration von Lagerstätten im Erzgebirge     

Die Nachfrage nach Rohstoffen ist in den letzten zehn Jahren weltweit gewachsen, die Preise steigen - manche Lagerstätten, die noch vor kurzem unwirtschaftlich erschienen, sind heute für den Abbau wieder interessant. Auch in Deutschland, insbesondere im Erzgebirge, gab es seit dem 15. Jahrhundert immer wieder Phasen des aktiven Bergbaus, die mit Zeiten ohne entsprechende Aktivitäten wechselten. Aus der letzten Abbauperiode bis 1990 und den Erkundungsarbeiten der 1930er bis 1980er Jahre liegen umfangreiche Erkenntnisse vor, die unter den heutigen, geänderten Rahmenbedingungen eine wirtschaftliche Erzgewinnung im Erzgebirge erwarten lassen.

Die TINCO EXPLORATION INC. (TINCO), ein Tochterunternehmen des börsennotierten, weltweit agierenden kanadischen Rohstoffinvestmentunternehmens LONGVIEW CAPITAL PARTNERS, hat beim Sächsischen Oberbergamt eine Erlaubnis zur Exploration auf verschiedene Metallrohstoffe beantragt. Gegenstand der Exploration ist die Erkundung und Neubewertung historisch bekannter Lagerstätten innerhalb eines ca. 67 km² großen Erlaubnisfeldes im Osterzgebirge. Das Arbeitsprogramm ist für einen Zeitraum von 5 Jahren konzipiert und sieht neben der Auswertung von Daten aus früheren Erkundungsphasen eine Reihe von geologischen und bergmännischen Erkundungsarbeiten vor. Das Explorationsvorhaben wird von international anerkannten Experten der Rohstoffexploration und Lagerstättenbewertung begleitet. Maßgeblich beteiligt an Planung und Durchführung vor Ort sind zudem mit den lokalen Verhältnissen bestens vertraute Fachleute und Unternehmen, deren Erfahrungen unmittelbar in das Projekt einfließen.

ARCADIS hat im Rahmen des Projektes insbesondere folgende Leistungen übernommen:

Koordination und fachliche Projektleitung des Antragsverfahrens

Erstellung des Antrags auf Aufsuchung
nach § 7 Bundes-Berggesetz
Fachberatung des Antragstellers
Mitwirkung bei der Vorhabenspräsentation
(Anhörung, Vorrangentscheidung nach § 14 (2) Bundes-Berggesetz)

TINCO hat am 26.11.2007 die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung zu gewerblichen Zwecken nach § 7 Bundes-Berggesetz für das beantragte Erlaubnisfeld erhalten.
 

geomueller:

--- Zitat von: Manganit am 10 Mar 11, 20:09 ---der Spiegel berichtete schon 2009 darueber
--- Ende Zitat ---

Naklar ist das ein alter Hut, ich habe ja auch nur berichtet das diese neuen Bohrungen jetzt genehmigt werden und damit die Erkundung weiter geht ;)

Gruß Jürgen

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