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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los

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Fritzi:

--- Zitat ---In Zschorlau  gehts bei der Erkundung hauptsächlich erst mal um den Altbergbau. so wird der Türkschacht ausgangspunkt sein .
es soll eine Probeentnahme stattfinden aber schon in größeren Umfang .
--- Ende Zitat ---

Allein in diesen Standort sollen 3 - 5 Millionen Euro gepumpt werden. Bestätigen sich die Vermutungen, so wird mit dem gleichen Betrag weiter in die Tiefe gegangen, bis unter das Niveau des Markus-Semmler-Stollens.

Lutz Mitka:
Erstmal abwarten und Tee trinken!

Das klingt alles ganz euphorisch, doch die Realität sieht ein wenig anders aus. Nur mal zum Beispiel das Schneeberger Revier im Bereich Zschorlau. Hier ging schon vor der "alten" Sachsenerz AG einige Jahrhunderte Bergbau um, dann kam die Wismut und holte sich den Rest. Wer schon mal in diesem Grubenfeld uT war, wird wissen das es kaum verwertbare und auch zugängliche Gangaufschlüsse gibt. Alles muss aufgewältigt werden und kostet immense Geldsummen noch ehe eine einzige Probe gewonnen werden konnte. Selbst die Hauptstrecken, wie den Fürstenstolln und MSS sind nicht ohne weiteres fahrbar und für den Transport von technischer Ausrüstung im jetzigen Zustand kaum geeignet, höchstens für Befahrer mit kleinem Handgepäck! Schon allein die Herrichtung des Türkschachtes ist ein Millionenobjekt nur um einen weiteren Zugang für Erkundungszwecke zum Revier zu haben, für den aktiven Bergbau nach heutigen Sicherheitsrichtlinien und Anforderungen ist der Schacht viel zu klein, außerdem noch tonnlägig!

Eine weitere unbekannte Größe ist der Bergbau der SAG Wismut, also in den "wilden Jahren" dieser Bergbauunternehmung. Da lauern noch viele Überraschungen im Revier in Form nicht unbedingt Grubenriss konformer Grubenfeldteile, schwerer Brüche in Abbaufeldern eventuell mit hängendem Wasser und bis auf das kleinste Erzkrümel ausgeräumte Gänge!

Wie der Bergbau der Zukunft in Sachsen aussehen wird entwickelt sich gerade in Niederschlag. Nur noch Gleislostechnik in äußerst großen Dimensionen. Keine Haldenaufschüttungen mehr an der Tagesoberfläche, das Haldenmaterial muss sogar uT versetzt werden um die Lagerstätte im Bereich des vormaligen Bergbaus standsicher zu erhalten. Man muss wirklich abwarten was alles von dieser Euphorie übrig bleibt und eventuell realisiert werden kann. Mittelständige Bergbauunternehmen können, wie in Niederschlag  durchaus konkurrenzfähig werden, wenn ein richtiges finanzierbares Konzept dahinter steht und die Weltmarktpreise passen!

Bild 001: Förderstrecke der Sachsenerz AG im heutigen Zustand.
Bild 002: Füllort des Türkschachtes auf Niveau des Fürstenstolln.

Glück auf!   Lutz Mitka

minerik:
Hallo liebe Sammlerkollegen,
hier mal ein Beitrag über erneuten Silberbergbau in Sachsen.
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E0E69BF40F2D843E8873FCEF724CD575D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Gruß Erik

Mineralroli:
Im neuen LAPIS-Heft 1/2011 hat der Bergbau in Sachsen schon begonnen.
In Niederschlag soll der Fluorit und Baryt gewonnen werden der in der Nickelhütte Aue aufbereitet wird.
Der Vortrieb ist im vollem Gange und 2013/2014 soll der Abbau beginnen. Weiterhin sind in diesem Beitrag auch die Förderangaben zu entnehmen.
Beste Grüße
Roland

Bergbaumaulwurf:
Glück Auf!
Das klingt ja alles nicht schlecht. Nur was fällt für uns Mineraliensammler ab?
Verfährt man wie in der Grube Claram, für einen Obulus kann man an einer Schüttung sammeln?
Kommt irgendwie was nach oben?
Antworten die nur die Zeit bringt. Man kann nur hoffen, das man hier ein klein wenig an uns denkt!!!!!!!!!!!!!
Bergbaumaulwurf

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