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Bryozoenspuren aus dem Muschelkalk

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Loddah:
Hallo zusammen,

Vor kurzem habe ich einen sehr interessanten Gemanonautilus sp. erhalten. Der Steinkern ist senkrecht zusammengedrückt, das heißt, dass das Gehäuse senkrecht eingebettet gewesen sein muss. Die Wohnkammer ist nicht erhalten. Aber auf halber Seite vom letzten Septarium herum, fielen mir eigenartige verzweigte, perlschnurartige Gebilde auf. Diese Schnüre haben eine Breite von etwa 0,5-1 mm.
Diese Gebilde habe ich als Leptichnus dromeus TAYLOR et al., 1999 gedeutet. (Bilder siehe unten!)

Im Stuttgarter Naturkundemuseum habe ich nun den zuständigen Wissenschaftlern den Fund gezeigt und wir sind gleich zusammen das Sammlungsmaterial durchgegangen. Dabei haben wir festgestellt, dass das mal wieder was Neues zu sein scheint, ergo muss ich's beschreiben. Deshalb ein paar Bitten an Euch:

1.) Wer kennt vergleichbares? und
2.) Wer hat Literatur oder weiß solche über Muschelkalkbryozoen?

Schaut mal Eure Muschelkalk-Steinkerne durch, vielleicht findet sich ja noch etwas... Ich möchte mehr Material... Der Germanonautilus stammt übrigens aus dem Oberen Muschelkalk aus der Umgebung von Künzelsau.

Vielen Dank und freundliche Grüße,
Lothar






 
 

Goldschnecke:
Hallo

Habe zwar keine Stücke aber ich kann dir den Kontakt zu Dr. Norbert Hauschke von der MLU Halle-Wittenberg nahelegen. Vieleicht kann er dir weiter helfen.

Gruß Sascha.

acrodus:
Hallo Lothar,
bei deine „Bryozoenen“ dürfte es sich um einen „Wurm“-ähnlichen Verursacher handeln. In der Literatur findet man es unter Trypanites weisei MÄRGDEFRAU. Meistens unter Cephalopoden- und Lamellibranchiatenschalen ( häufig bei Enatiostreon und Newaagia). Auch in Hohlformbänken sind sie nicht selten zu finden.
Gruß
Michael :)

Loddah:
Hallo Michael,

danke für Deine Nachricht, aber Trypanites ist es auf keinen Fall:

Zu Trypanites werden mehr oder weniger gerade, meist vertikale Bohrungen gestellt, die oft die Exkremente der Erzeuger beinhalten. Sie sind zwischen 1 und 2 mm breit, und die einzelnen Spuren haben nur geringen Abstand zueinander. Das wichtigste aber sie sind unverzweigt und ungekammert.

Meine Bohrungen sind jedoch verzweigt (Aufspaltung in zwei Äste und seltener auch in drei Äste) und sie sind in regelmäßigen Abständen in gleichgroße Kammern unterteilt.

Grüße,
Lothar

zibbi:
würmer?

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