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Bryozoenspuren aus dem Muschelkalk

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Loddah:
Hallo zibbi,

wo sollen da Würmer sein? Ich sehe da nur eine Platte mit einer polymikten Brekzie... (die übrigens eine künstliche Fußbodenplatte aus den 60/70er Jahren sein könnte).

Grüße,
Lothar

Costatoria:
Hallo Loddah,
ich habe den Link zu Deinem Artikel über "Bryozoenspuren" an Herrn Dr. Hans Hagdorn aus Ingelfingen mit der Bitte um Bewertung zugeleitet.
Hier seine Antwort:

"Herr Mahler,
das abgebildete Stück zeigt eine Drucklösungsfläche, bei der sicher
mehrere mm, wenn nicht gar cm weggelöst wurden. Dabei sind Suren
innerhalb der Sedimentfüllung an die Oberfläche der Lösungsfläche
gekommen und differenziert erhalten geblieben. Um Bryozoen handelt es
sich auf gar keinen Fall.
 
Die einzigen bislang aus dem Muschelkalk beschriebenen Bryozoen sind von
Placunopsis immurierte Arachnidien-Zooide aus Cephalopoden-Wohnkammern,
die aber eben zwischen Cepalopoden-Gehäuse und Placunopsuis-Schale
abgeformt wurden. Dazu Todd & Hagdorn, 1993, S. 286-287, Schöntal-Band
 
Viele Grüße aus Ingelfingen
 
Hans Hagdorn"

Loddah:
Hallo zusammen,

Habe mir das ganze mal zusammen mit Richard Bromley (Spurenexperte aus Kopenhagen und Mitautor der Leptichnus-Spurenbeschreibung) unter dem Bino angeschaut und wir kommen nun zur selben Meinung wie Herr Hagdorn. Es handelt sich aber um keine Spuren, wie er meint, sondern um rein anorganische Lösungsrückstände...

Das Thema ist also abgehakt...

Allerdings: Wenn noch keine weiteren Bryozoen aus dem Muschelkalk beschrieben sind, heißt das nicht, dass es nicht noch weitere gibt! (So viel als Anmerkung zu Herrn Hagdorns Meinung...)

Grüße,
Lothar

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