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Gescheiter Geo-Hammer - woher?

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Romy:
Hallo!

Ich habe da mal eine - vielleicht eine dumme - Frage, betreffs spezifischer Hämmer, Spachtel, "Brechstangen" etc. Im Moment quäle ich mich noch mehr oder weniger mit dem alten Geo-Hammer meines Großvaters herum, jedoch müßte es mal was Neues werden. Auf Messen werden ja hier und da Werkzeuge angeboten, jedoch meißt zu horrenden Preisen, die man vor Ort weder nachprüfen noch mit anderen Firmen/Modellen vergleichen kann. Gibt es nicht einen "Versand" (evtl. online), wo man sich die Sachen ansehen kann, oder vielleicht richtige Läden, die darauf spezailisiert sind und einen nicht über den Tisch ziehen?
Ich bin erst 23, aber irgendwie kann ich den Menschen auf den Messen nicht den Gefallen tun, das teure Zeug zu kaufen. Ist das ein Fehler? Für ersthafte Tipps wäre ich sehr dankbar. Wohne im Raum Erfurt.

In diesem Sinne ???

Romy

Stefan:
Hallo Romy,

die wirklich guten Geohämmer z.B. von Estwing sind leider sehr teuer da sie aus einem einzigen Stück gefertigt werden. Die Messepreise sind oft sogar noch relativ günstig (handeln).

Du kannst zwar im Baumarkt auch "ähnliche" Hämmer zu günstigeren Preisen erwerben, meist geben sie dann aber nach wenigen Tagen den Geist auf. Ich selber bin von den Estwing Produkten überzeugt, da sie nahezu unverwüstlich sind.

Gruß Stefan :D

Romy:
Hallo Stefan!

Ich habe fast geahnt, daß diese Antwort kommen würde, weil man fast nur Estwing-Produkte angeboten bekommt. Sie sind nicht nur relativ teuer - wobei man bei manchen Sachen nicht so sehr auf den Preis, sondern auf die Qualität achten sollte - sondern meist auch zu groß und schwer. Ich suche einen relativ kleinen und leichten Hammer, da ich als "zartes Persönchen" ;) mit einem 800-Gramm-Hammer definitiv überfordert bin. Und ich sehe meist nur welche mit Spitze - möchte aber einen mit breiter Schlagfläche.

In diesem Sinne

Liebe Grüße

Romy

Stefan:
Hallo Romy,

ich habe von Estwing auch einen kleineren Hammer der sicher nicht ganz so schwer ist. Dieser hat aber eine Spitze. Du kannst es sicher auch mit einem Maurerhammer oder so probieren. Aber wie schon gesagt, die halten meist den Beanspruchungen nicht allzu lange stand. Aber wenn Du ein "zartes Persönchen"  ;)  bist, könnte es vielleicht doch gehen  ;D

Gruß Stefan

uwe:
Ich bin der Meinung, daß der Hammerfrage zu große Wichtigkeit beigemessen wird. Die Estwing Sales Manager werden da wohl anderer Meinung sein.

Ich sammle seit etwa 25 Jahren intensiv und habe Erfahrung mit den verschiedensten Hämmern gemacht, meist Spezialanfertigungen, denn in der DDR gab es keine Geologenhämmer zu kaufen.  

Heute benutze ich einen einfachen kleinen Geologenhammer, wobei ich den billigsten aus dem Krantzkatalog gewählt habe. Viel wichtiger ist aber ein großer Vorschlaghammer sowie ein kräftiges "Fäustel", welches fest auf dem Schaft sitzt. Dazu sollten gute Meisel im Rucksack sein. Die Meisel aus dem Baumarkt kann man vergessen. Ich hatte das Glück, einen Steinbruchmeisel zu erlangen. Derartige Meisel haben die richtig Form um den Stein auseinander zu treiben und sind auch aus besserem Stahl gefertigt.

Der Geologenhammer wird meist nur zum Scharren im Haldenmaterial oder zum probeweisen Anschlagen von größeren Steinen benutzt. Zum ernsthaften Arbeiten im Gelände oder am Fels ist er sowieso nicht geeignet. Außerdem haben die handelsüblichen Geologenhämmer einen zu kurzen Schaft.

Also von der Wichtigkeit möchte ich folgende Wertigkeitsliste aufstellen:

Fäustel,
Meisel,
Schürfhacke (eine Seite spitz, die andere Seite breit),
Geologenhammer,
Vorschlaghammer,

Übrigens beim Mineraliensammeln ist es wie beim Angeln. Meist ist der mit dem primitivsten Werkzeug aber mit dem richtigen Gespür wesentlich erfolgreicher als der mit der auserlesensten Ausrüstung.

Glück Auf
Uwe

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