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Autor Thema: Unbekanntes blaues Mineral von den Wannenköpfen  (Gelesen 1432 mal)

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Offline Findus

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Hallo zusammen, besonders die Wannenköpfespezialisten,

vor kurzem war ich wieder mal in den Wannenköpfen und habe in einem braunen Xenolithen eine ca. 1 mm grosse Druse gefunden, die fast vollständig mit einer hellblauen Kruste ausgekleidet ist. Es sind keine Jerry´s, da es auch noch kleine Einzelkriställchen gibt, die nicht wie Jerry´s aussehen. Wenn diese Kruste von der Clara käme, würde ich auf Azurit  (die Kruste ist etwas heller als der normale Azurit) oder Linarit tippen.

Hat jemand schon mal was ähnliches gefunden, oder von so einem hellblauen Mineral (außer Jeremejewit) von den Wannenköpfen gehört?
Ich habe insgesamt vier Döschen davon finden können, aus je einer anderen Druse, wobei die eine Druse fast vollständig ausgekleidet ist, - sieht super aus, und in der anderen Druse sieht man am Rand der Druse, dass dieser auch teilweise blau ist (Bruch), sowie einzelne, kleine blaue Kriställchen, die langgestreckt, teiweise leicht tafelig sind.

Grüsse,
Bernd



Offline Günter Blaß

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Re: Unbekanntes blaues Mineral von den Wannenköpfen
« Antwort #1 am: 10 May 06, 21:29 »
Hallo Bernd,

ich beschäftige mich seit vielen Jahren speziell mit Mineralen aus der Vulkaneifel, auch mit denen der Wanneköpfe.
Im Momentan arbeite ich mit einigen Kollegen zusammen an einer CD über die Eifelminerale als Ersatz für das erfolgreiche Buch über die Minerale der Vulkaneifel von G. Hentschel (erscheint etwa Mitte des Jahres). Eingearbeitet sind etwa 500 Literaturzitate, etwa 320 verschiedene Minerale (Hentschel 186) mit Kristallzeichnungen und etwa 2500 Fotos.
Aus diesem Grund bin ich sehr an evtl. Neufunden aus dem Gebiet interessiert. Ich würde deshalb gerne bei der Beurteilung bzw. Bestimmung Ihrer Funde helfen (naturlich kostenfrei). Müßte aber die Stücke in Original dazu sehen. Evtl. würde ich auch nach Absprache EDX- und/oder XRD- Analysen vornehmen.
Würde mich freuen, wenn so ein neues Mineral für die Fundstelle Wannenköpfe bekannt würde.

Mit freundlichem "Glück auf"

Günter Blaß

 

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