https://crystalparadise.de/https://www.mineralbox.bizhttps://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/

Autor Thema: Wünschelrute ...  (Gelesen 27050 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.355
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #15 am: 18 May 06, 23:39 »
Wasser tritt in verschiedenen Formen im Untergrund auf :

- 1. mengenmässig weitaus am häufigsten als Poren- und Zwickelfüllung in sogenannten Aquiferen = gut wasserleitenden, wenig verfestigten Lockersedimenten = Sande und Kiese

- 2. ebenfalls häufig in ähnlich gut leitenden, aber stärker verfestigten Sedimenten wie Sandsteinen, Konglomeraten etc. mit mehr oder minder großen Porenanteil. Das können aber auch Basalte und auch vergruste Granite etc, sein.

-3. in Form von kluftgebundenden Wässern = mehr oder minder zweidimensionale, also hohe und weite, aber nur sehr dünne "Wasserflächen" entlang von Klüften oder auch Kluftscharen in ansonsten relativ wenig wasserleitenden Gesteinen

-4. in verkarsteten Gesteinen (Kalkstein und Dolomit, seltener Gips, Magnesit u.a.) in sehr unregelmässigen Hohlräumen oder Höhlensystemen, hier auch oft in Form unterirdischer Bäche oder Flüsse, die oft nur einen Teil des Höhlenraumes ausfüllen.


Das war es so in etwa. Allen diesen Erscheinungsformen ist eigen, das sie nicht "aderförmig" sind, also sich nicht wie Schläuche durch den Bauch von Mutter Erde ziehen...

Merke : Wer eine Wasserader sucht, sollte einmal in einen Steinbruch gehen und dort eine suchen. Viel Spaß beim Finden... ;D


Glück Auf

Thomas

P.S.

Eine einzige Ausnahme gibt es : In Karstsystemen kann es allseitig versinterte Karstgerinne geben, die - sofern wassergefüllt - tatsächlich eine Art "Ader" im Gestein darstellen können. Aber das sind SEHR spezielle und seltene Bildungen, von denen kaum ein Wünschelrutengänger je gehört haben wird...
« Letzte Änderung: 19 May 06, 00:23 von giantcrystal »

steinfinder

  • Gast
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #16 am: 19 May 06, 00:06 »
 :) Gutes, danke GiantCrystal.....

hat einiges erklärt, und die Vorstellung wieder geklärt, wie das mit dem Wasser unterhalb der Edoberfläche
funktionieren kann,

also wenn ich das richtig verstanden habe, dann müßte man in einem Steinbruch schon so einen Hohlraum
mit Wasser finden um überhaupt Wasser zu registrieren,  die Art/Möglichkeit des "suchens/findens" mal außen vor gelassen.
Oder ist es nun so das so viel feinstverteiltes Wasser vorhanden ist das man es gar nicht konkret orten kann.

Gruß

Steinfinder  ;)

Offline Waidler

  • ***
  • Beiträge: 199
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #17 am: 20 May 06, 08:14 »
@ Berthold (Weiden): Ich würd nicht so hoch wetten, daß es nicht klappt ... . Wie schon gesagt, Wasseradern sind leicht lokalisierbar aber: Vergrabene Münzen und eben die "piep" Mineralgänge, da hab ich so ein Problem. Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem.  ;)

@ALL: Wer hat praktische Erfahrung? Wie war Euer "erstes Mal"?  :D

Offline Tobi

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.327
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #18 am: 20 May 06, 10:00 »
Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem. ;)

Gutes Beispiel. Oder auch bezogen auf Medizin die Homöopathie. Keiner weiß wie's funktioniert, eigentlich dürfte es auch gar nicht funktionieren. Die Schulmedizin hält das Ganze eh für Humbug, aber trotzdem hilft es bei zahlreichen Leiden. Und das ist kein Placebo-Effekt, denn homöopathische Mittel kommen auch bei Tieren erfolgreich zum Einsatz.

Und daher denke ich, dass an den Wünschelruten ja trotzdem irgendwas dran sein kann, auch wenn es die Wissenschaft nicht beweisen kann... Aber auch bin eher Skeptiker was sowas angeht, daher sage ich "sein kann", nicht "sein muss"...

Fest steht natürlich, dass es Scharlatane gibt, die das Ganze zur Geldmacherei nutzen und die Leute verarschen.

Offline Torben

  • ***
  • Beiträge: 332
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #19 am: 20 May 06, 14:11 »
Ich halte mich bei dem Thema ganz offen. Ich würd mich mal freuen, sowas zu erleben.
Gehört habe ich sowohl von positiven wie negativen Resultaten. Deshalb zweifle ich weder an, noch bejahe es.

Allerdings: Die erste Regel gerade in den Naturwissenschaften ist:

Das Experiment hat das letzte Wort!
Wenn die Theorie nicht passt: Neues Modell entwickeln und ganz von vorn Prüfen!

Dazu muß man aber auch sagen: Experimente müssen immer noch reproduzierbar sein. Sind sie sas nicht, kann man auch keine verlässliche Theorie drauf aufbauen...

Und was das ganze Thema Wasser, bzw Wasser"adern" angeht: Ich würde da ganz auf Rutengänge verzichten. Ein Lösungsansatz mit Leitfähigkeitsmessungen ist präparativ wenig aufwendig und müßte prinzipiell klappen. In der Archäometrie spürt man alte Mauerreste im Boden mit sowas auf.

Daher bleibt für mich: Neugier ohne Vorurteil.

Gruß
Torben

Offline der Sauerländer

  • ******
  • Beiträge: 1.411
  • no risk....no fun
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #20 am: 20 May 06, 14:25 »
Jungejunge Berthold

Da kann ja selbst ich dich blamieren.

Mit nem gebogenen Schweißdraht finde ich locker ein Stromkabel.. Bevor ich gebaut habe, hat mir ein Bekannter die Wasserführenden Schieferlagen vorher gezeigt. Mit der nächstbesten Astgabel. 100% Trefferquote!

Der lacht über Leute wie dich. Er ist Physiker und verdient Geld mit geophysikalischen Bodenuntersuchungen. High Tech. Aber Rutengehen ist für ihn was normales.
Kannst ja mal ins Sauerland kommen. Der zeigts Dir.

Offline loparit

  • ******
  • Beiträge: 1.225
  • Silber; Kinzigtal
    • LOPARIT -loparits Website-
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #21 am: 20 May 06, 15:28 »
Hallo,

ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass wir einen Wünschelrutengänger hatten, der hat von zehn verstecken Metallen, bei einem Versuch durchgeführt an der Uni in Saarbrücken 8 Metalle gefunden und richtig zugeordnet.
Ich hatte ein Buch über das Wünschelrutengehen, dort ist beschrieben wie die Rute bei welchem Metall ausschlägt. Dieses habe ich nur noch als Kopie, da ich das Original unserem zwischenzeitlich verstorbenen Wünschelrutengänger geschenkt hatte. Nachdem er dieses Buch hatte war er Imstande durch den Ausschlag der Rute die Metalle zu unterscheiden. Das Buch beschreibt diese Dinge recht gut.
In Wallerfangen hat er Übertage mit der Wünschelrute den Stollenverlauf eines nicht zugänglichen Mittelalterlichen Stollens bestimmt. Der Stollen wurde unter Mitwirkung des Bergamtes Saarbrücken, der Uni Saarbrücken´und Bergbaumuseum Bochum freigelegt und stimmt genau mit den Angaben des Wünschelrutengängers überein.
Also ich habe meine Erfahrungen mit dem Wünschelrutengehen gesammelt und bin mir sicher dass es funktioniert. Leider besitze ich selbst die Fähigkeit des Wünschelrutengehens nicht.
Doch auch da habe ich etwas zu erzählen. Wir waren unterwegs zu einem Bergwerk im Hunsrück und dort hatten wir das Wünschelrutengehen ausprobiert. Der Wünschelrutengänger ging als erster eine Strecke ab. Als bei ihm die Rute anschlug, haben wir anderen es auch ausprobiert. Bei einigen hat es funktioniert, wie gesagt bei mir nicht. Daraufhin sind der verstorbene Wünschelrutengänger und ich zusammen mit der Wünschelrute gegangen. Er hielt die Wünschelrute (eine zuvor geschnittene Astgabel) in seiner linken Hand, mit der rechten Hand hat er meine Linke Hand genommen und ich habe das andere Ende der Wünschelrute in meine Rechte Hand genommen. Als wir zu der besagten Stelle kamen hat die Rute ausgeschlagen und ich war nicht Imstande das zu verhindern. Ich habe mit aller Kraft versucht die Rute festzuhalten, damit diese nicht nach unten ausschlägt, was war das Resultat, die Kraft war so stark, dass meine ganze Hand nach unten gedreht wurde.

Also jeder soll glauben was er will, ich habe meine Erfahrungen gesammelt und mich kann keiner so schnell umstimmen.

Gruß loparit
« Letzte Änderung: 20 May 06, 15:30 von loparit »

stufenwühlmaus

  • Gast
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #22 am: 20 May 06, 19:18 »
Das Thema Wünschelrute gilt zwar als Unwissenschaftlich doch diese Bezeichnung stammt halt von Wissenschaftlern selbst. ;D Ich für meinen Teil muss 2 Dinge berücksichtigen: 1. auch unser ortsansässiger "Wünschelrutengänger" hat bei seinen Suchen nach dem geeignetsten Brunnenstandort eine 100prozentige Trefferquote aufzuweisen :o und 2. zu Agricola´s Zeiten war die Suche nach Erzadern mittels Wünschelrute gängige Praxis. In mancher Beziehung war das Wissen der Alten unserem heutigen Hightech-Zeitalter um Zehnerpotenzen voraus - soviel ist erstmal Fakt und davon kann mich auch kein Wissenschaftler abbringen. :P Die Wünschelrute als völligen Blödsinn abzutun halte ich für ziemlich Anmaßend.

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #23 am: 21 May 06, 09:06 »
Hallo Sauerländer,

Zitat
Jungejunge Berthold

Da kann ja selbst ich dich blamieren.

Mit nem gebogenen Schweißdraht finde ich locker ein Stromkabel.. Bevor ich gebaut habe, hat mir ein Bekannter die Wasserführenden Schieferlagen vorher gezeigt. Mit der nächstbesten Astgabel. 100% Trefferquote!

Toll,  :D dann teilen wir uns die 1.000.000 Dollar ? Ich melde Dich gerne zum Test an, die Versuchsanordnung kannst Du selbst bestimmen, nur Doppeltblind muss der Test sein.

Bisher haben nur die sich blamiert, die behauptet hatten, sie hätten solche Fähigkeiten.

Gruß

Berthold

Offline der Sauerländer

  • ******
  • Beiträge: 1.411
  • no risk....no fun
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #24 am: 21 May 06, 11:12 »
Hallo Berthold

Nun mach doch mal langsam.
Ich behaupte ja nicht, dass das Rutengehen bei mir funktioniert. Und ob man ein Starkstromkabel mit ner Wasserader vergleichen kann, weiß ich auch nicht. Jedenfalls hat der Draht gemacht, was er wollte, als ich drübermarschiert bin. Bei anderen hats auch funktioniert.

Erinnerst Du dich an die alten Röhrenradios? Wenn man da vor stand oder sich davor hin und herbewegte, reagierte der Empfänger auch.
Also beinflusst unser Körper die Magnetwellen. Nichts anderes wird das bei dem Draht und dem Stromkabel sein. Störung eines Magnetfeldes.

Ne andere Erklärung habe ich nicht. Ich werde aber weiterhin behaupten, das es Leute gibt, bei denen das Rutengehen funktioniert.
Natürlich nicht bei Quarzadern, wie oben gefragt.
Und bei Erzadern und auf Halden nehme ich mein GARRETT- Skorpion. Funktioniert tadellos. Auf den Halden in Hartenstein hatte jeder 5. Sammler so ein Ding und großen Erfolg.
Die Wünschelrute des 20. Jahrhunderts.

Gruß
« Letzte Änderung: 21 May 06, 11:26 von der Sauerländer »

Offline Schlacke

  • ***
  • Beiträge: 296
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #25 am: 22 May 06, 18:02 »
Hallo,

 nach der Diskussion über Wünschelrutengänger, ob erfogreich oder nicht , etwas zum Nachlesen, daß das Thema auch noch nach Agricola im Bergbau  zur Lagerstättensuche aktuell war:

Griepp, Hans:
Geschichte der Rutengänger im 17. Jh. Ein erfahrener Wünschelrutengänger aus dem Harz wird für sächsische Bergwerke gesucht. in: Der Anschnitt, Jg. 21, Heft 4, S. 16-17, Bochum: 1969.
Interessenten erhalten gerne eine Literaturzusammenstellung zum Thema Wünschelrute in der Montangeschichte.

Glückauf!

Schlacke

Offline Falkone

  • *
  • Beiträge: 1
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #26 am: 22 May 06, 18:27 »
@Berthold

hat "er" vielleicht ein Problem, das es bei ihm nicht funktioniert ::)

Irgendwann habe ich auch mal studiert und weiss daher was "Wissenschaft" heißt.

Aber:  früher war die Erde auch eine Scheibe, weil niemand die "Kugel" beweisen konnte.

Ich habs probiert und festgestellt, daß diverse Ausschläge erfolgen. Im Nachhinein hat mir
dann derjenige erklärt, das dort an den Stellen verschiedene Versorgungsleitungen liegen.
Woher hätte ich das also wissen sollen.

Und dann noch eins: Wenn ich es herausbekommen würde, was Wissenschaftler bis jetzt noch nicht geschafft haben
dann würde ich (1.) die Million nicht mit "Ignoranten" als Belohnung auch noch teilen.
Dann würde ich (2.) meinen Nutzen aus dieser Erfindung ziehen.
Vor allem aber würde ich niemandem aus den USA oder gar Deutschland mitteilen wie's funktioniert.

Wenn das jemals jemand wissenschaftlich erklären kann,
dann kann er sich das bissel Deutschland aus der Portokasse kaufen ;D

----- Und es funktioniert doch - auch wenn Wissenschaftler noch nicht mal das Gegenteil (doppeltblind) beweisen konnten



Offline loparit

  • ******
  • Beiträge: 1.225
  • Silber; Kinzigtal
    • LOPARIT -loparits Website-
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #27 am: 22 May 06, 18:41 »
Das tolle an der Sache ist, dass man nicht studiert haben muß um festzustellen dass es funktioniert.
Das kann durchaus auch der "Dummkopf von Nebenan".

Aber vielleicht ist das eben das große Problem, warum es manche nicht war haben wollen !

Gruß loparit

Offline montanpark

  • ***
  • Beiträge: 314
  • Dipl.-Min.
    • montanpark.de
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #28 am: 22 May 06, 22:39 »
Moin zusammen,

ich hab das Thema mit Interesse verfolgt und muss jetzt doch auch mal was dazu sagen: 1. Ich war immer superskeptisch bis total ablehnend .. bin ja geimpfter Geowissenschaftler. 2. ich habe den von loparit erwähnten Rutengänger noch gekannt. 3. ich hab ihm zuerst keinen Millimeter über den weg getraut diesbezüglich. 4. ich war dann ein paar mal mit ihm unterwegs. 5. er hat einen nun bei der BGR sitzenden Kollegen, harter bis ultrharter geowissenschaftler, der dabei war, zum Staunen gebracht. 6. ich hab auch gestaunt. 7. ich weiß nicht wie er es gemacht hat. 8. es war mir egal, er hatte erfolg (und hat damit nie ein geschäft gemacht .. das einzige was er wollte war, gefahren zu werden weil er nach den touren total erschöpft war). 9. nein ich weiß immer noch nicht ob es funktioniert oder ob es detailkennis eines Gebietes ist, die er unbewusst eingesetzt hat. 10. das glaube ich aber nicht, denn er war mit uns in für ihn neuem Terrain unterwegs. 11. ich maße mir nicht an, auszuschließen, dass es leute gibt mit null widerstand (elektrisch) ;-) .. denn es kann nur mit Induktion gehen. 12. nachdem mir mal eine frau eines eisenhüttenkundeprofs der rwth aachen gezeigt hat, wie sie mit zwei schweißdrähten anomalien lokalisiert, hab ichs ausprobiert. 13. in meinem garten hab ich was gefunden. 14. hab meine frau danach drüber gejagt .. gleiche stelle ausschlag. 15. meine mutter kam vorbei, konnte es nicht mitbekommen habe .. hab sie auch drauf angesetzt .. gleiche stelle.

Fazit: um zu sagen: das gibt es nicht, fehlen mir die argumente .. um zu sagen gibt es .. ich weiß nicht wie wenn .. aber ich muss halt sagen, dass es erfolg gehabt hat .. und nur das zählt letztendlich.

.. und ich bin glaube ich unverdächtig irgendwelchen esoterischen ecken entsprungen zu sein  ;D

Grüße
Roger

@berthold .. kannst du mir mal deine postadresse mailen .. hab was für dich

Offline loparit

  • ******
  • Beiträge: 1.225
  • Silber; Kinzigtal
    • LOPARIT -loparits Website-
Re: Wünschelrute ...
« Antwort #29 am: 23 May 06, 11:06 »
Hallo Montanpark,

genau so ist es  :o
Man kanns nicht erklären, aber funktonieren tut es  :D

Gruß Edgar Müller -loparit-

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center