Wasser tritt in verschiedenen Formen im Untergrund auf :
- 1. mengenmässig weitaus am häufigsten als Poren- und Zwickelfüllung in sogenannten Aquiferen = gut wasserleitenden, wenig verfestigten Lockersedimenten = Sande und Kiese
- 2. ebenfalls häufig in ähnlich gut leitenden, aber stärker verfestigten Sedimenten wie Sandsteinen, Konglomeraten etc. mit mehr oder minder großen Porenanteil. Das können aber auch Basalte und auch vergruste Granite etc, sein.
-3. in Form von kluftgebundenden Wässern = mehr oder minder zweidimensionale, also hohe und weite, aber nur sehr dünne "Wasserflächen" entlang von Klüften oder auch Kluftscharen in ansonsten relativ wenig wasserleitenden Gesteinen
-4. in verkarsteten Gesteinen (Kalkstein und Dolomit, seltener Gips, Magnesit u.a.) in sehr unregelmässigen Hohlräumen oder Höhlensystemen, hier auch oft in Form unterirdischer Bäche oder Flüsse, die oft nur einen Teil des Höhlenraumes ausfüllen.
Das war es so in etwa. Allen diesen Erscheinungsformen ist eigen, das sie nicht "aderförmig" sind, also sich nicht wie Schläuche durch den Bauch von Mutter Erde ziehen...
Merke : Wer eine Wasserader sucht, sollte einmal in einen Steinbruch gehen und dort eine suchen. Viel Spaß beim Finden...

Glück Auf
Thomas
P.S.
Eine einzige Ausnahme gibt es : In Karstsystemen kann es allseitig versinterte Karstgerinne geben, die - sofern wassergefüllt - tatsächlich eine Art "Ader" im Gestein darstellen können. Aber das sind SEHR spezielle und seltene Bildungen, von denen kaum ein Wünschelrutengänger je gehört haben wird...