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Einfach mal losgefragt ...
fury2205:
Glück auf Sammelgemeinde :)
hab das mal ein paar Fragen zum wunderschönen Mineraliensammeln ...
Also erster Knackpunkt ... ich stehe also einen Tages so mal in Oberschulenberg / Glücksradhalde rum , bin erschlagen von der Größe der Halde und kucke so oberflächig auf den Boden und finde nun auch schicke grüne Fächer (Malachit) auf diesen Steinen die da so rumliegen ... gut okay Baryt, Quarz , Calcit undsoweiter (auch erze) kenne ich ja noch von den Exkursionen nach Hütschenthal und vom Sauerland ... aber nun wollte ich noch was schickes finden ... gut nehm ich mal so ein Klappspaten und grabe bisschen rum ... aber ??? da sehe ich dann nur lehmige , braune steine ... auf denen man beim besten willen nix erkennen kann ... und nun meine Frage ... wie macht ihr das im Gelände wenn ihr grabt , wie reinigt ihr euer Fundgut? Schlepp Ihr Wassereimer mit ? Oder nur mit Bürste ? Oder auf gut Glück ? ... also der Dreck / Erde und Lehm macht das Hobby einbisschen ... naja ... frustrierend.
Desweiteren noch eine Frage ... zur Casparizeche in Arnsberg/Uentrop .. ist die Fundstelle wirklich erloschen so wie es im Buch von "A. Witten / Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland" beschrieben worden ist (Grund soll Autobahnbau sein) ?
Gibt es dir Fundstelle in Warstein / Grube David noch und lohnt es sich da ? Das Buch wiederum macht da recht bescheidene Angaben.
Plant Ihr exkursionen und mag jemand vielleicht mal mit mir zum Harz oder Sauerland eine Exkursion veranstalten ? ...
Hui .... sooo das wars erstmal ... viel Glück und danke im vorraus für die zahlreichen Antworten ;)
Glück auf , der Micha :)
uwe:
Das oberflächliche Aufsammeln von abgeregneten Stücken ist nicht die schlechteste Methode zu sammeln. Am erfolgreichsten ist das allerdings, wenn den Sommer über kräftig gebuttelt wurde und man der Erste nach der Schneeschmelze ist. Dazu sollte man sich allerdings hinhocken und erst mal das Auge sensibilisieren. Dann findet man schon interessante Sachen, allerdings im Mikro- und Kleinstufenbereich.
Wenn man gräbt, oder frisch angeschnittene Halden absucht ist entweder ein Metallsuchgerät oder Erfahrung und Blick für höffige Stücke erforderlich. Metallsuchgeräte haben den nachteil, daß man sich nur auf das Piepen konzentriert und das Auge praktisch "ausschaltet".
Optisch sieht alles braun oder grau aus, aber mal kurz auf die Kante gespuckt und mit den Finger abgewischt zeigt, ob man das Stück mitnimmt oder nicht. Alles was interessant ist kommt in einen Plasteeimer. Die Wahrheit kommt dann nach den Abspülen. Manches was man zuerst nicht so riesig findet ist der große Knaller und manche Stücke auf die man große Hoffnung gesetzt hat sind Schrott. (Manchmal ist auch alles Wegwerfit).
Nach dem ersten Säubern mit klarem Wasser die Stücke trocknen und erst mal unter dem Mikroskop betrachten. Sonst rubbelt man unter Umständen Kristalle wertvoller Sekundärminerale herunter.
In Steinbrüchen ist alles sauberer. Da braucht man einen Blick für die interessanten Partien und vor allem viel Erfahrung beim Formatieren oder Abtrennen der Stufen von den größeren Brocken im Haufwerk.
Dreckig oder von Dornenbüschen zerkratzt wird man beim Sammeln allemal. Das läßt sich kaum vermeiden.
Auch Blur fließt mitunter, denn Quarzsplitter sind rasiermesserscharf.
Das alles sind jedoch Umstände, die den Sammler nicht anfechten, wenn die ersten Funde gemacht wurden.
Glück Auf
Uwe
Robin:
Hallo,
Kann mich Uwe nur anschließen, hervorragend geschrieben.
Beim graben ist auch zu beachten wie feuchtig der Boden ist - wenn trocken sind viele Mineralien schon zu erkennen, wenn naß sieht man nur dreck.
Die Casparizeche ist definitiv nicht erloschen - in Mai war ich dort ;) . Aber die Funden waren eher mäßig: derber Antimonit, Antimonocker-Krusten und kleine Aragonit-xx.
Grüße,
Robin
Arminius:
Hallo,
ich habe einmal einen 5 Liter Kanister Wasser und einen Eimer zu ner Halde geschleppt und werde das wohl nie wieder tun!
Das Abspülen hat eh nicht so gut geklappt und nach 4-5 Stufen ist das Wasser dann auch nicht mehr so richtig brauchbar.
Was vorher gesagt worden ist kann ich nur bestätigen. Ansonsten habe ich mich versucht am Gestein selbst zu orientieren.
Einfach mal Stücke angeschlagen und geschaut wie die Bruchkanten so aussehen und ob das mit den Stufen, die man schon zu Hause hat,
etwa passt oder nicht. Das ist natürlich immer etwas Fundort abhängig. Ansonsten auch ruhig am Gewicht orientieren (z.B. bei Baryt, und wo Baryt ist kann ja auch noch etwas anders sein...) und die Finger entwickeln mit der Zeit einen doch ganz guten Tastsinn, auf dem man sich auch ruhig verlassen kann. Ich sammle aber fast keine MM Sachen und habe somit auch nicht die Gefahr etwas ungewollt zu zerstören.
Dass das Mineraliensammeln durch diesen "Dreck" erschwert wird ist eigentliche eine tolle Sache! Immer nur hingehen und einsammeln würde irgendwann sehr langweilig werden. Wenn man richtig für "arbeiten" muss, macht es auf die dauer mehr Spaß, wenn endlich mal eine schöne Stufe zu Hause liegt!
Und: Baryt, Quarz, Calcit und Erze sind doch tolle Sachen ;-)
fury2205:
Hey danke für die schnellen Antworten :)
denke mal werde mein Glück mal anner Caspari ausprobieren ... und irgendwie Glück hab ich ja immer (siehe Cuprit von der Glückauf(Hütschenthal))... wenn jemand noch gute Tipps weiss wo man im Bereich Sauerland und Westharz fündig werden kann ( Halde ist eher mein Ding wie Steinbruch ) dann nur Mut und abgeschickt oder nen Exkursionstreffen.
Hui bald habe ich ne Digicam und kann endlich meine Funde hier reinstellen :)
Glück auf und danke nochmal , vom Micha :)
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