Hallo,
Ich stimme Tobi und Karen voll zu.
Denke, dass man einfach ein gewisses Gefühl für die Schönheit und Formenfülle der Natur haben muss, um sich mit den Mineralien zu beschäftigen. Habe früher auch manchmal (auf sehr niedrigem Hobby-Niveau) Zeichnungen gemacht. Ein Apatitbild hängt bei uns im Wohnzimmer.
Als Kind habe ich öfters Brücken auf dem Sandkasten gebaut. Keine einfachen Dinger mit Brett drunter,wie sie sicher jedes Kind mal baut, sondern freitragende Sandbrücken bis zu 40 cm Spannweite und 60 cm Höhe. Das Ding stand ca. 1 Woche frei da. Habe seit der frühesten Kindheit alle Arten von Pflanzen und Tieren studiert.
Nicht nur Goethe wäre da zu nennen. Auch der Dichter Freiherr von Hardenberg (Novalis), der Begründer der Idee von der "blauen Blume der Romantik" wäre zu nennen. Sein (wegen seines Todes mit 29 an TB) unvollendetes Hauptwerk handelt auch von Bergwerken. Novalis studierte an der TU Freiberg. Auch Mineralogie u.a.!!
Nun zum eigentlichen Thema zurück:
Auch in der Serie BUFFY (Buffy im Bann der Dämonen) spielen Kristalle mehrfach eine Rolle:
- In der Folge 12 der 3. Staffel ist es ein Makel in einem großen Quarzkristall, auf den Buffy sich konzentrieren soll und wodurch sie schließlich in Trance fällt. Andere Kristalle werden gezeigt.
- In einer Folge der 5. Staffel trainiert Buffy das Gleichgewicht. Dabei wird ihre Harmionie durch einen bizarr aufgeschichteten Haufen Bergkristalle symbolisiert, der erst umfällt, als ihre Teenieschwester Dawn den obersten Kristall entfernt.
- In der 6. Staffel sieht man im Zauberladen eine große Amethystdruse aus Brasilien, in Folge 8. benutzt Willow einen Bergkristall, der durch den Zauber zum Morion wird, für einen Vergessenszauber ("Tabula Rasa").
In einem Buch zur Schwesterserie Angel (Titel des Buches: Die Erde bebt) werden Erdbebendämonen als Ursache von Beben genannt. Die namentlich genannten Dämonen heißen Baasalt (von Basalt), Feldspaar (von engl. feldspar für Feldspat).
Sehr kreative Einfälle, auch wenn man als Wissenschaftler natürlich schon ein wenig die Nase rümpft. Besonders bei dem Buch. Die Ideen in BUFFY sind da sicher etwas glaubwürdiger. Sie lassen durchaus Parallelen zur fernöstlichen Lehre erkennen und sind sicher auch daher entlehnt.
Dies aber nur, weil es so schön zum Thema "Mineralien in der Comicwelt" passt. Ich persönlich bin zwar ein großer Fan der beiden genannten Serien, distanziere mich aber ausdrücklich von jeglicher Esotherik. Darum geht es auch in den Serien, wenn überhaupt, nur ganz am Rande.
Auch in manchen Filmen werden Kristalle gezeigt. In "Das Geheimnis des Bärenfelsens" sind es große "Bergkristalle" (in Wahrheit nur Glas), die den Weg weisen, indem sie das Sonnenlicht nur am längsten Tag des Jahres um 12 Uhr mittags reflektieren. Oder all die Schatzsucher- und Goldgräberfilme, wenn man sich nicht mit billiger Goldfarbe oder Glassplittern hilft.
Und da wären wir wieder beim Thema Kreativität. Filmemacher und Drehbuchschreiber sind schließlich auch kreative Menschen, die ja bekanntlich besonders an "Steinen" interessiert sind. Ein paar bunte Edelsteine sind immer ein willkommener Effekt. Die Kosten lassen ja meist nur nicht zu, dass sie in den Filmen echte Steine nehmen.
Und dass Mineralien in vielen antiken Schriften, ja gar der Bibel und in zahlreichen Gedichten und literarischen Werken Erwähnung finden, weiß wohl jeder.
Glück Auf!
Smoeller