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Autor Thema: Fundortbestimmung  (Gelesen 4437 mal)

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Offline winne_s

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Fundortbestimmung
« am: 06 Jul 06, 09:01 »
Hallo Mineralienfreunde,
ich möchte Euch um Mithilfe bei einer (eigentlich 2) Fundortbestimmung(en) bitten.
Dazu eine kurze Erläuterung:
Bei einem kürzlichem ebay-Kauf kamen mir nach Zusendung der Stücke Zweifel an den Fundortangaben, da die Ausbildung der Minerale mir für ganz andere FO typisch erschien. Eine Rücknahme der Stücke verweigerte der Verkäufer und bestand auf der Richtigkeit seiner Angaben; sinngemäß sprach er mir entsprechende Fachkenntnis ab (ich sammle seit ca. 30 Jahren!).
Ich möchte Euch daher bitten, Eure Meinung zu 2 ausgewählten Falschbenennungen(?) abzugeben:
Kann es sich  bei Nr.1 um einen Coelestin von Spania Dolina (Herrengrund)/Slowakei (ca.6x4cm, durscheinende graublaue xx bis cm-Größe, weißgraue Matrix, vermutlich Drusenspaltstück, halbschalig) und bei Nr.2 um einen Baryt von Melsungen (ca. 4x3cm, kantendurscheinende graue, leicht  bläuliche, stark strukturierte, parkettartig gruppierte Einzeltäfelchen, ohne Matrix, Funddatum 1971) handeln? Entsprechendes Foto-Vergleichsmaterial oder diese Mineral-, Fundortkombinationen konnte ich weder hier noch bei mindat finden (das Lapis 05/83 mit Artikel über Herrengrund hab ich nicht), kennt/hat von Euch jemand so etwas?
Um Vorpolarisierung zu vermeiden, gebe ich meine Vermutung zu den tatsächlichen(?) FO hier erst mal nicht ab und warte auf Eure Vorschläge. Ich hoffe, die Fotos sind halbwegs aussagekräftig und Ihr könnt mir helfen.
"GLÜCK AUF !"
Winfried

Hier noch ein Foto-Link für Herrengrund-typischen Coelestin zum Vergleich (es gibt dort noch 2 Fotos):
http://permonik.host.sk/Spaniadol/celestinSP.jpg

Offline winne_s

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #1 am: 06 Jul 06, 09:03 »
und hier noch die Baryt-Fotos:

Offline giantcrystal

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #2 am: 06 Jul 06, 09:29 »
Der Coelestin sieht mir eher nach Madagaskar aus, allerdings auch nicht sehr typisch für Madasgaskar, die haben meist eine andere Kristallform. Vielleicht ein Engländer ?

Der Baryt ist meiner Meinung nach ziemlich defintiv ein Rumäne. Von Melsungen kenne ich eigentlich gar keine Baryte und wenn, dann bilden die bestimmt keine so tollen Kristalle aus.

Ach übrigens : ich hätte da noch einen echten Coelestin aus Herrengrund zum Abgeben, sogar mit Original Sammlungsetikett...

Glück Auf

Thomas

Offline Tobi

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #3 am: 06 Jul 06, 09:42 »
Also zum Baryt kann ich nichts sagen. Aber der Coelestin sieht mir auch sehr nach Madagaskar aus...

Offline Torben

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #4 am: 06 Jul 06, 11:27 »
Hi!

Bin zwar auch kein Experte in dem Gebiet, aber den Coelestin würde ich auch als von Madagaskar bezeichnen!
Bei Baryten kenne ich mich kaum aus.

Der Link von dir erzeugt bei mir die Meldung "forbidden"...

Viele Grüße

Torben

Offline winne_s

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #5 am: 11 Jul 06, 17:26 »
Hallo,

was den Link angeht, Torben, bei mir klappt's problemlos (lösch doch die Zeichen ab dem letzten slash und probiers mal so, dann bei Coelestin im Text 1,2 oder 3 wählen).
Ansonsten ist die Resonanz auf meine Anfrage ja noch ein bischen mager für eine repräsentative Aussage aber was den Trend angeht, so seit ihr genauso "wenig qualifiziert" (nach sinngemäßer Meinung des Verkäufers zu meiner Vermutung zum tatsächlichen Fundort) wie ich, denn ich komme zum selben Ergebnis: Baryt, Rumänien und Coelestin, Madagaskar.
Gibt es den jemand unter den mineralienatlas-Mitgliedern (oder auch unter den Gästen), der ausschliessen kann, dass es in Melsungen überhaupt Baryt gibt/gab? - im Fundstellenatlas D-West steht jedenfalls nichts (was ja aber nicht heissen muss, dass es nichts gibt/gab?).
Entsprechende Wortmeldungen wären mir auch jetzt noch recht und hilfreich.

Ansonsten würde mich noch interessieren, wie Ihr mit einem solchen Verkäufer verbleiben würdet - unter "Lehrgeld" abhaken, Geld rückfordern ggf. mit Androhung/Durchführung entsprechender Maßnahmen (de Sache ist ja wohl als Betrug zu bewerten?) oder wie sonst verfahren?
Glück Auf!
Winfried

Offline Bernd G

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #6 am: 11 Jul 06, 18:58 »
hallo,
könnte sein das du da was findest.

BücherkisteVorlagen fürs Internet von Kurt Maurer , Geschichts- verein Melsungen ... Die Gewinnung von Kupferschiefer und Schwerspat bei Sontra in Hessen. 20. 00 EUR ...
www.melsungen.de/geschichtsverein/bucherkiste.html - 41k - Im Cache - Ähnliche Seiten
http://www.melsungen.de/geschichtsverein/bucherkiste.html

kennst du den herrn B. Becker aus Erfurt ?
gruß bernd
« Letzte Änderung: 11 Jul 06, 19:01 von Bernd »

Offline winne_s

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #7 am: 12 Jul 06, 13:38 »
Hallo Bernd,
danke für den Hinweis, ich habe mit den Geschichtsverein Kontakt aufgenommen, vielleicht findet sich so ein kompetenter Ansprechpartner für mein Problem.

Bei B.Becker fällt mir spontan nur der Tennis-Boris ein, aber der wohnt nicht in Erfurt - nein, ein solcher ist mir hier nicht bekannt. Sollte es für Dich wichtig sein, kann ich aber versuchen mich zu  erkundigen.
Gruß!
Winfried

Offline Bernd G

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #8 am: 12 Jul 06, 14:47 »
ne ist nur weil er sich hier im forum als b.becker aus erfurt ausgibt. !!aber kannst ja mal rum hören. ist schon interessant.


gruß bernd
« Letzte Änderung: 12 Jul 06, 14:52 von Bernd »

Offline giantcrystal

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #9 am: 12 Jul 06, 14:54 »
Ich kannte mal einen Mineraliensammler aus Melsungen...der hatte auch eine recht gute Sammlung, aber von einem Coelestin aus Melsungen - vor allem in der Qualität - war da meiner Erinnerung nach nichts zu sehen

Glück Auf

Thomas

Offline smoeller

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Re: Fundortbestimmung
« Antwort #10 am: 12 Jul 06, 18:47 »
Hallo,

In dem Buch Bode/Wittern: Mineralien und Fundstellen Bundesrepublik Deutschland.Bode Verlag,1989 wird auf S. 32 vomn einer " Grube Chattenberg im Unterwerra-Grauwackengebirge" in Albungen bei Bad Sooden-Allendorf (ca. 60 km NE Melsungen) berichtet. Die Angabe "Als Weißspat war der Chattenberger Baryt sehr begehrt..." und das Vorkommen in Sedimentgesteinen machen derartige Stufen wie die abgebildete dort meines Erachtens sehr unwahrscheinlich.

Glück Auf!
Smoeller

 

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