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Vitriol
Moni:
Hallo Erik,
es geht mir nicht um die "Frischhaltung" ;D der Mineralien. Ich will einfach mal den Unterschied bzw. die genaue Definition von Vitriol verstehen.
Es macht mich rasend, wenn man mit jemanden spricht und man selbst kann der Meinung nicht zu stimmen und es für ein fundiertes Gegenargument nicht reicht.
Gruß Moni
Moni:
Hallo,
von meinen kleinen Vitriolen habe ich mal ein Bild versucht.
Cu- Fe- und Zn-Vitriol alles im Glas verpackt auf bergmännischem "Holzgras"
Gruß Moni
[gelöscht durch Administrator]
geomueller:
Hallo Moni, hallo alle,
also hier ist mal die Definition für Vitriol :"Vitriol (das; lateinisch) veraltete Bezeichnung für die kristallwasserhaltigen Sulfate der Metalle Kupfer, Eisen und Zink." Also schon mal ein Sulfat und kein Karbonat wie z.B. Malachit. Natürlich gibt es Schaubergerksführer die ihr Handwerk verstehen und wissen von was sie reden aber eben auch andere ;D. Manchmal ist eben auch nur eine Aushilfe da, der zwar seinen Text gelernt hat aber bei Nachfragen blas aussieht ??? ::). Im St. Christoph in Breitenbrunn wollte mir mal einer weis machen, das es sich bei dem rötlichen Cobaltsinter von mehreren m², der dort zu bewundern war um Cobaltblüte handelt :o.
Gruß Jürgen
uwe:
Hallo Moni,
mit Vitriol habe die alten Alchemisten die kristallinen Sulfate zweiwertiger Metalle bezeichnet. Diese Salze sind sehr gut wasserlöslich. Damit eine Schicht entsteht müssen die Grubenbaue entspechend trocken sein, was bei einem gut bewetterten Besucherbergwerk allerdings der Fall ist. Kupfersulfat bzw. um den mineralogisch korrekten Namen zu wählen Chalkanthit, ist allerding nicht grün sondern hellblau.
Insofern sind grüne Beläge in alten Bergwerken meist Kalksinter, der durch Kupferionen grün gefärbt ist. Es kann auch durch Kupferionen verunreinigtes Alaun sein, aber dazu ist die Schwefelsäurekonzentration in der Grube Tannenberg nicht groß genug.
Die Beläge entstehen relativ schnell und sind dadurch entsprechend instabil. Die Zeit ist meist zu kurz, das sich Kristalle oder feste Tropfsteinstruckturen bilden könnten. Das farblose weiße Pulver nach dem Trocknen besteht schon noch aus mikroskopisch kleinen grünen Teilchen, die man durch die Lichtbrechung allerdings als weißes Pulver wahrnimmt.
Chalkanthit in kristalliner Form ist in der Sammlung allerdings recht beständig.
Glück Auf
Uwe
der Sauerländer:
Hallo Moni
Das macht Dich schon rasend ? ::)
Fragenden Leuten kann geholfen werden.
In einer der letzten Ausgaben der "Mineralien Welt" ist ein großer Bericht über Chalkanthit. Da steht ne Menge zu dem Thema.
Aus unseren sauerländischen Gruben kenne ich nur "eingefärbte" Kalksinter. Stabil und schön blau. Von Vitriol habe ich in dem Zusammenhang noch nie gehört.
aber im Sauerland kriegen wir auch nicht Alles mit 8)
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