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Autor Thema: Schuften für wie ein Esel  (Gelesen 6846 mal)

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zibbi

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Schuften für wie ein Esel
« am: 21 Jul 06, 18:10 »
Ich frage mich ab und zu was eigentlich los ist.
Da arbeitet man den ganzen Tag wie ein Schweinchen und der einziger Brauchbare ist im Eimer.

Warum müssen die Böller immer beschädigt sein.  Immer ist irgendetwas,mal ein Stück Schale das fehlt ab und zu
sind es Quetschungen oder es fehlen Ringe. Mich treibt sowas auf 180.

Offline Soenke

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    • Der Steinkern
Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #1 am: 21 Jul 06, 18:25 »
Servus zibbi,

manch einer wäre froh über solch einen Fund, glaube ich! ;)
Schaut so aus, als gäbe das Ding immernoch ein wunderbares Schliffpräparat ab, meinst Du nicht?

Gruß
Sönke

Offline Diego

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #2 am: 21 Jul 06, 19:55 »
Ich kann den zibbi ja verstehen. ;) Ab und zu bin ich auch der Meinung, ich hätte mal wieder einen Germanonautilus verdient, der wie gemalt aus der Wand kommt.  :-\

Gruß
Steffen

zibbi

  • Gast
Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #3 am: 22 Jul 06, 00:32 »
Das Problem ist dass ich solche Stücke Zuhause nicht mehr anschauen kann.
Solche Stücke verursachen bei mir endlose Traurigkeit und Schmerz.

Kein Witz solche Stücke beschäftigen mich innerlich. Vielleicht liegt es aber auch an der Hitze die ab und zu das menschliche Hirn verwirrt.

auf ein neues

Gruss Zibbi

Offline wolfilain

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #4 am: 22 Jul 06, 00:37 »
 :-\

Schade das zu hören.
Weil ich würd mich schon freuen wenn ich sowas finden würde.
Im Erzgebirge gibts nun nicht so viele solcher Stücke ^^

gruß
wolfilain

PS:
Jeder hat mal nen schlechten tag ^^
« Letzte Änderung: 25 Jul 06, 19:04 von wolfilain »

Offline Zuercherella

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #5 am: 24 Jul 06, 13:05 »
Auf Dauer beschäftigen mich nur die richtig schönen Stücke, alles andere wäre mir zu anstrengend. Wenn´s nur Enttäuschungen gäbe, wäre es für mich das falsche Hobby. Jedes Stück ist ein faszinierender Einblick in die Vergangenheit, und gerade die defekten Stücke erzählen ihre Geschichte (Todesursache, Ablagerung, Umkristallisation, schwierige Fundumstände), die das Hobby so interessant machen.

Michael

Offline wolfilain

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #6 am: 26 Jul 06, 02:01 »
Bitte redet doch Sachlich über die Wertvorstellungen weiter.
 ;) Danke

Gehört nicht auch die Suche dazu?
Würde ich hier und da immer nur die besten Stücke finden würd ich warscheinlich nicht Sammeln.

Gruß
Wolfilain
« Letzte Änderung: 26 Jul 06, 02:05 von wolfilain »

Offline DantheMan

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #7 am: 26 Jul 06, 02:59 »
Natürlich ist es frustrierend, da gräbt man Stunden lang und belohnt wird man mit einem solchen Stück. Aber du weisst ja, auf zehn Kaputte kommt ein Ganzer. Die Jährchen gehen eben auch an den Fossilien nicht spurlos vorbei. Mich ärgert viel mehr, wenn ich ein Stück beim präparieren ruiniere. Habe erst kürzlich einem sehr gut erhaltenen Normannites ein öhrchen  (Mündungsapophyse) abrasiert, weil ich dachte, es sei eine Muschel. Ich hätte mich schlagen können....

Gruss
« Letzte Änderung: 26 Jul 06, 03:09 von DantheMan »

Offline AZRAEL

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #8 am: 26 Jul 06, 09:24 »
Hallo
Ganz ehrlich ich verstehe eure Probleme nicht!Warum geht ihr Sammeln?Nur um Stücke für eure Vitrinen zu finden?Dann lasst es lieber sein,und geht auf Börsen oder
kauft bei eBay.Für mich ist der wissenschaftliche Wert wichtig.Aber stimmt schon,Bruchstücke kann man schlecht verkaufen.......Ich möchte nicht wissen was alles liegen bleibt nur weil es nicht perfekt ist.Und wir brauchen uns nicht zu wundern,wenn Wissenschaftler mit der Finger auf uns zeigen!Bei diesen Umgang mit Zeugen der Erdgeschichte..................
Gruß Dirk

Offline Jimmy

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #9 am: 26 Jul 06, 12:55 »
Hallo!

Sag mal Zibbi, was ist das denn für einer? Und wo ist der her, humphriesi? Oder ein Teloceras? Die Fundregion würde mich auch interessieren (brauchst nicht den genauen Ort nennen, interessiert mich nur grob!)
Also ich würd mich übrigens schon auch mal über solch ein Stück freuen....Mir ging es mal ähnlich, im Anstehenden einen 20/30 cm Teloceras, und nach hinten raus dann nur noch Ton, nix mehr vom Traumstück. Hab ich mich auch wirklich richtig geärgert.
Obwohl wenn du deinen präparierst werden doch die Innenwindungen sicher noch gut!
DantheMan: Normannites-Ohr-Abpräparierer bin ich auch :P

Gruß Simon

Offline Karen_Kasumi

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Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #10 am: 26 Jul 06, 14:49 »
Huhu^^

Ich finde auch, dass ebim Sammeln eigentlich gar nicht so sehr die Stücke selbst im Vordergrund stehen sollten, sondern mehr die Freude am Sammeln selbst. Nicht, dass ich mich über ein besonders schön erhaltenes Stück nicht freuen würde, oder dass ich mich nicht ärgern würde, wenn man extra irgendwohin fährt udn dann nach mehrstündiger Suchzeit nichts, aber auch gar nichts findet außer ein paar Abrdrücken *smilü*  ;D
Aber ich sammle auch hauptsächlich wegen der Wissenschaft und der Freude, die ich an jedem gefundenen Stück habe (und seis auch noch so schlecht erhalten ;) )

mfg,
Karön :D

Offline CARCHARIAS

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    • Fossiliensammlung von BT
Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #11 am: 26 Jul 06, 16:07 »
Moin :)
Die masse macht`s also immer fleißig weiter buddeln, irgendwann kommt schon n ganzer raus.
Gruß Carcharias ;)

zibbi

  • Gast
Re: Schuften für wie ein Esel
« Antwort #12 am: 26 Jul 06, 23:01 »
Hallo Jimmy

Das Stück stammt aus der Region Eptingen.
In der Schweiz liegt die Blagdeni Schicht direkt über der Humphriesi Zone auf.(im Tafeljura)
Das bedeutet das es auch sogenannte Übergansformen gab.Diese Gattungen zu bestimmen ist sehr schwierig.(auch für Paläontologen)
Das Stück stammt aus der übergangsschicht in die Blagdeni Zone.

Beim Gasleitungsbau im Jahre 2000 schrieben die Geologen folgendes zur Gegend:
Die Fossilausbeute blieb mit einer Ausnahme weit unter den Erwartungen. Die gefundenen Fossilien dienen allenfalls für stratigraphische Fragestellungen..brauchbar waren sie für systematische oder museale Zwecke nicht.
Angeschnitten wurde der Lias der unter und der obere Dogger bis Jamesoni Zone. Die Humphriesi wurde nie angegraben.(soviel ich weiss)

Eingeschenkt hat die Murchisonae Zone..Zitat..Kantonsmuseum hat aus dem Horizont am Horn 2 diverse Ammoniten teilweise in bester Perlmutterhaltung geborgen.(Ludwigia ,Leiocras comptum usw)

Gruss Zibbi

 

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