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Autor Thema: Schlämmsieb im Selbstbau?  (Gelesen 7053 mal)

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Offline hatiras

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Schlämmsieb im Selbstbau?
« am: 13 Feb 07, 13:39 »
hallo freunde der steine,

mich quält schon länger das problem, kein schlämmsieb zu haben.
da mir der anschaffungspreis von 107,00€ zu für ein neues sieb zu hoch ist, überlege ich mir ein semiprofessionelles exemplar selbst zu basteln.
als lochgröße stelle ich mir 1mm vor.

hat jemand so etwas schon selbst gebaut?
oder nutzt ihr muttis küchensieb?

(oder hat jemand eins übrig?)

gruß

hatiras

Offline Krizu

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #1 am: 13 Feb 07, 14:36 »
Hallo,

welche Siebgrenze?

MfG

F. Mersch

Offline hatiras

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #2 am: 13 Feb 07, 14:41 »
hallo Krizu,

was meinst du mit "siebgrenze"?
die lochgröße/maschenweite?
da benötige ich ca. 1mm.

gruß

hatiras

Offline smoeller

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #3 am: 13 Feb 07, 14:54 »
Hallo,

ZUr Maschenweite: Kommt drauf an, was du schlämmen willst (Größe der DFossilien/Mineralien). Wenn du nur Mikrofossilien suchst, kommt es auf den Durchmesser der Objekte an. Man verwendet in der Regel aber Sets von Sieben, das unterste meist 1/4 mm (250 µm).

War im Januar im Schwarzwald Goldwaschen. Da habe ich ein Küchensieb mit 1 mm Maschenweite genommen, um den Sand von den größeren Korngrößen zu befreien, die beim Waschen stören. Konnte Gold (1 Flitter), Zirkon und Monazit finden.

Mein Fazit: Etwas zu grob, eher etwas feiner nehmen.

Küchensiebe aus Stahldraht bekommst du in jedem größeren Supermarkt. Dort gibt es auch einen siebförmigen (aber flachen) Spritzschutz für Bratpfannen. Ichnehme aber eher das gute alte Sieb, ist insbesondere für größere Probenmengen besser).

Glück Auf!
Smoeller
 


Offline Krizu

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #4 am: 13 Feb 07, 15:03 »
was meinst du mit "siebgrenze"?
die lochgröße/maschenweite?
da benötige ich ca. 1mm.

Hallo,

die Maschenweite ist bei Drähten nicht immer gleich der Siebgrenze = Was bleibt im Sieb gegen was geht durch.

Stell Dir ein Sieb aus dicken Drähten gewebt vor, Maschenweite =0. Das Material geht zwischen den Drähten am "Klettdraht" durch.

Klar was ich meine?

MFG

Frank

Offline Goldi85

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #5 am: 13 Feb 07, 23:46 »
Hallo,
Ich hab mir letztes Jahr mal eins aus Holz und Fliegengitter gebastelt, hab ich aber bisher nur 1x genutzt. Die Maschenweite liegt so bei 2-3mm, aber vielleicht gibts da auch feinere Netze. Ich kann ja morgen mal ein Photo reinstellen.

Offline hatiras

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #6 am: 14 Feb 07, 08:40 »
@ Krizu
so ganz habe ich das nicht kapiert... aber ich brauche keine dicken drähte...
ich will letztendlich nur meine spülreste nach kleinfossilien durchsuchen.
da kann ruhig die korngröße ca. 0,75 mm durchfallen. reine mikrofossilien sammel ich nicht.
ich will da schon noch etwas mit meinen trüben augen erkennen können ;-)

Fliegengitter ist mir zu grob und da ich in wasser arbeiten will, finde ich holz nicht so praktisch.
ich werde mich einfach mal unauffällig in die küchenabteilungen schmuggeln und dal kochinteresse heucheln.
trotzdem danke für eure infos.

gruß

hatiras

Offline Krizu

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #7 am: 14 Feb 07, 09:20 »
Hallo,

mein Problem als Physiker:
Alles ist idealisiert  ;) Dicke Drähte sind für mich reale Drähte.

Das Bild zeigt ein Sieb mit Maschenweite null im Querschnitt. Oben und unten die sich weiter hinten kreuzenden Fäden in weiss und schwarz, schraffiert der gerade Schussfaden.

Du siehst von oben keine Maschen, die Maschenweite ist 0, allerdings gehen Partikel mit der ungefähren Länge der Pfeile locker schräg durch. Deshalb spricht man von Siebgrenze statt von Maschenweite.

MfG

F. Mersch




Offline caliastos

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #8 am: 17 Feb 07, 11:23 »
Die Maschenweite kommt darauf an was gesiebt werden soll. 1mm ist für Mikrofossile recht groß. Da fallen die meisten schon durch. Für Großforaminiferen, Gastropoden, Korallenbruch, Große Fossile und Co ok, aber Mikrofossile mit 1mm keine Chance. Spikuliae fallen durch, Oogonien, viele Foraminiferen usw.
Daher Siebgröße nach gewünschtem Material wählen und dann blos nichts 10x Gröberes drauf.

Offline Findus

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #9 am: 17 Feb 07, 18:27 »
Hallo Hatiras,

bezüglich des richtigen Netzes (Maschenweite) kann ich Dir einen Tip geben:
Vor einiger Zeit war ich in einer Drahtgrosshandlung, wo man z.B. Maschendraht, Zäune,  in allen Grössen, Beschichtungen etc. kaufen kann.
Dabei fielen mir auch einige Rollen engmaschiges bis sehr feines Siebmaterial auf, das aus Edelstahl ist. Der Preis dafür war nicht mal so hoch und man konnte quasi "von der Rolle kaufen" (1 m breit).
Schau doch mal in den gelben Seiten unter "Drahtgitter" nach, dort müsste was zu finden sein.

Grüsse,
 Bernd ;)

Offline ceras

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #10 am: 17 Feb 07, 22:07 »
Hallo haritas,

anbei mein Vorgehen beim Anfertigen von Sieben zum Ausschlämmen von Mikrofossilien : Ich ging in den Fachhandel und besorgt mir ein dickwandiges Kunststoffrohr ( Wanddicke 15 mm ) und einem Außendurchmesser von 180 mm; welches aus einem thermoplastischen Kunststoff hergestellt war.  Von diesem Rohr ließ ich mir 4 Stücke von 100 mm Länge abdrehen ( mit planer Stirnseite ! ).
Parellel dazu besorgte ich mir von einem Filterhersteller über einen Hannovermesse-Besuch Filtermattenproben (  ;) ) = 1 mm - 0,5 mm - 0,1 mm - 0,05 mm. Dies schnitt ich mit einer Schere zurecht , legte sie auf die Stirnseite der Rohrstücke und bügelte mit dem alten Bügeleisen ( damit ich kein Ärger mit meiner Frau bekam !!! )  über die plane Ringfläche, so dass sich das Sieb über die Temperatur mit dem Kunststoff der Ringfläche verband. Nach dem Abkühlen war das Sieb nun mit dem Kunststoff verbunden und die Sieb waren fertig. Und sie funktionieren.
Dazu der Hinweis, dass die Hannover-Industriemesse wieder im April 2006 stattfindet; und das andere musst du organisieren !!

mfg  ceras

Offline Rock

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Re: Schlämmsieb im Selbstbau?
« Antwort #11 am: 14 May 07, 13:41 »
hallo,

habe gestern in Mill gesiebt und habe festgestellt, dass viele interessante sachen wie zb. rochenzähne, fischwirbel und jede...jede menge klein und kleinstzähne, bei der üblich benutzten maschenweite von 10x10 mm, verloren gehen.

habe in diversen baumärkten, im landhandel und beim boerenbund in holland versucht, 3,5 und 5 mm maschenweite zu bekommen, jedoch ohne erfolg.

kann mir jemand sagen wie man an diesen draht kommt. kann gern auch aus v2a - stahl sein.

grüsse
Ralf

 

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