Hallo,
Stimme Tobi in so weit zu.
Ein weiteres Problem bei der Ferndiagnose ist meist, dass man meist 2-5 ähnliche Minerale im Kopf hat, die sich nach Foto kaum unterscheiden lassen und man halt keine Möglichkeit hat, typische Eigenschaften wie Härte, Strichfarbe und Dichte zu bestimmen. Die Unterscheidung von Topas und Orthoklas beispielsweise wäre mit Härteprüfung kein Problem. Topas ritzt Quarz, Orthoklas wird von Quarz geritzt.
Auch kommt es bei vielen Mineralien auf feine Farbnuancen an. So lernt man nach einiger Zeit, grüne Cu-Minerale einigermaßen sicher zumindest auf wenige Arten einzugrenzen. Der Unterschied zwischen grasgrün (Bayldonit) und maiblattgrün(Konichalcit) ist minimal, aber charakteristisch. Solche Farbnuancen kommen auf vielen einfacheren Fotos nicht richtig rüber.
Will sagen: Vermutlich wäre die Zuordnung simpel, wenn man die Stücke in der Hand hätte. Mit den Fotos ist es immer so eine Sache.
Glück Auf!
Smoeller