https://www.mineralbox.bizhttps://www.chiemgauer-mineralien-fossiliensammler.de/https://fossilsworldwide.de/

Autor Thema: Stein aus Sangrube  (Gelesen 2264 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline geologe

  • ***
  • Beiträge: 289
  • Email:geologe.ef@gmx.de
    • Bilder der Astronomie
Stein aus Sangrube
« am: 11 Aug 06, 16:36 »
In einer in der Nähe von Erfurt befindlichen Sangrube fand ich diesen Stein.

Da ich Ähnliches noch nicht gesehen habe bitte ich um Mithilfe.
In einer grauweißen Masse(positive Säurereaktion,Salzsäure) ist in Vertiefungen eine schwarzbraune punktförmige Struktur erkennbar. Unter dem Mikroskop können vereinzelt braünliche Kristalle erkannt werden.
Die Äußerliche Struktur zieht sich durch den ganzen Stein.
Meine Vermutung:künstliches Gebilde. Mir wäre aber lieber das ich mich irre.
Noch eine Frage: Wird ein  grüner Quarz immer Prasem genannt oder kann die Verfärbung auch durch Minerale hervorgerufen die nicht für einen Prasem typisch sind.

Glück Auf
Jürgen

Pyromorphit

  • Gast
Re: Stein aus Sangrube
« Antwort #1 am: 11 Aug 06, 16:59 »
So etwas ähnliches habe ich auch, nur hab ichs an der Nordsee gefunden.

Offline smoeller

  • ******
  • Beiträge: 5.368
  • Diplom-Mineraloge
Re: Stein aus Sangrube
« Antwort #2 am: 11 Aug 06, 17:31 »
Hallo,

Zu dem Prasem: Prasem ist ein durch feinnadeligen Aktinolith (Amphibol) lauchgrün gefärbter kristalliner Quarz.
Durch Lösungen oder winzigste Einschlüsse ebenso grün gefärbter kryptokristalliner Quarz (Chalcedon) heißt Plasma.
Andere Ursachen für grüne Farbe von Quarzen sind häufiger Einschlüsse von Chlori, Delessit oder Seladonit in Quarz. Diese Quarze werden aber nicht Prasem genannt.

Glück Auf!
Smoeller

Offline McSchuerf

  • inaktiver User
  • Beiträge: 0
Re: Stein aus Sangrube
« Antwort #3 am: 12 Aug 06, 11:29 »
Hallo Smoeller,

der berühmte Prasem-Quarz von Serifos z.B. wird aber durch Hedenbergit- nicht durch Aktinolith-Einschlüsse lauchgrün gefärbt. :D..(siehe auch Lapis 89/1, 22)

... also Fazit: Prasemquarz immer grün durch entweder Aktinolith oder Hedenbergit-Einschluß.

Ergänzung zum Plasma.. Der indische Heliotrop z.B. ist  eine Plasma-Varietät mit roten Punkten (grün mit rot)..will sagen es gibt auch Plasma-Varietäten..diese sind wiederum Varietäten von Jaspis..dieser ist wiederum eine Chalcedon-Varietät.. ;)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 21 Oct 06, 13:40 von slugslayer »

Offline spotts

  • ***
  • Beiträge: 227
Re: Stein aus Sangrube
« Antwort #4 am: 14 Aug 06, 10:30 »
Hallo zusammen,
als Null-Mineralienkenner war meine erste Idee eine Koralle. Dafür ist das Bild aber nicht scharf genug.
Säurereaktion spricht für Kalk. Ist um die Löcher herum eine Struktur (Linien, Punkte) erkennbar?. Es scheinen Riefen vorhanden zu sein.
Was ist das für eine Grube und wo genau liegt sie?
Gruss
Spotts

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge