So, bin eben wieder daheim gelandet. Börse war interessant wie immer, Schmuck gab es gottseidank in Maßen, nicht in Massen

Zwar gab es natürlich an jedem zweiten Stand die üblich Ware (Peruanischer und Navajun-Pyrit, indische Apophyllit/Stilbit-Stufen, Coelestin aus Madagaskar etc.), aber auch einige hübsche Klassiker und interessante Funde aus aller Welt, die man nicht unbedingt überall hinterher geworfen bekommt. Ein Marburger Sammler hatte eine große Kollektion von Erongo-Aquamarinen in hübscher Farbe da, bei einem anderen Händler waren die traumhaften, miteinander verwachsenen Pederneira-Turmaline bis 20 cm Länge (und auch entsprechenden Preisen...) zu sehen und zu haben. Bei einem sehr netten Ehepaar aus Oberursel hab ich dann eine Kiste mit Stücken aus einer alten Fluorit-Sammlung entdeckt; auf den ersten Blick vielleicht nicht so aufregend wie die in rauen Mengen angebotenen Riesenstufen aus China, aber beim näheren Betrachten dann doch eine kleine Schatzkiste. Habe eine Stufe aus der Clara und eine aus der Grube Hermine/Wölsendorf ergattert. Alles in allem das gewohnte Bild der Marburger Börse, allerdings beschlich mich ein wenig das Gefühl, dass die Preise im Vergleich zu den letzten Jahren ein wenig gestiegen waren. Es gab dort ein paar wenige Händler, die der Ansicht waren, dass eine 12 cm große Madagaskar-Coelestin-Stufe 130 € kosten darf und die sich auch nicht dadurch irritieren ließen, dass ähnliche Stücke am Nachbartisch für ein Zehntel des Preises zu haben waren. Ebenfalls übelst teuer - aber in diesem Fall schon eher berechtigt - war das Angebot eines Händlers an Erzgebirgsstufen, mit z.T. gigantischen Fluoriten von Halsbrücke u.a. Insgesamt doch ganz unterhaltsame eineinhalb Stunden im Cappeler Bürgerhaus, bin voll auf meine Kosten gekommen.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder der Neuerwerbungen:
1.) Fluorit aus der Grube Clara, 10 x 7 x 6 cm.
2.) Fluorit aus der Grube Hermine/Wölsendorf, 11 x 7 x 4 cm.
3.) Schörl in Quarz aus Minas Gerais/Brasilien, 13 x 9 x 9 cm mit 6,5 cm X.