Hallo,
auch hier möchte ich meinen Senf dazu geben, ungefargterweisehalber!
Hallo,
Keines der drei Stücke ist Arsenolith. Arsenolith (kubisch) bildet immer oktaedrische xx, die selten über winzige Abmessungen hinausgehen und oft nur über den diamantartigen Glanz der farblosen xx zu erkennen sind. Nur von Freiberg (Halde Saxonia) kenne ich xx bis mehrere mm Kantenlänge.
Richtig! Aber vom 371er, 186er, 207er, von Pöhla und Ehrenfriedersdorf gibt es schon xx bis um 1mm in klaren wunderbaren xx.
Das dritte scheint ziemlich sicher Pharmakolith zu sein. Das erste dürfte auch in die Richtung gehen. Das zweite ist vermutlich Richtung Pikropharmakolith (nadelig) oder Guerinit (tafelig mit Perlmuttglanz).
Beim Dritten stimme ich zu, eindeutig Pharmakolith, Das zweite ist für mich ein Hörnesit, da Pikropharmakolith, so mies er auch immer sein mag, deutlich unterschiedliche Kristalllängen zeigt. Nie sind bei Pikropharmakolithn alle Kristalle einer Kugel, eines igels oder einer Rosette gleich lang. Aber rein analytisch könnte es sich natürlich doch um einen Pikropharmakolith handeln...aber dann um einen untypischen.
Das erste Mineral ist schwierig. Lediglich Haidingerit passt zu dem Bild. Alle anderen Mineralien der CaMg-Arsenatgruppe zeigen völlig ander Kristallfformen. Entwässert der Bursche nach einen Jahr, wird also trüb (Umwandlung in u.A. Rösslerit), dann war es Haidingerit. Ich könnte mri aber auch Pharmakolith als Bestimmung vorstellen, da das Mineral über einen unglaublichen Formenreichtum verfügt. Trotzdem, ich bleibe beim Haidingerit.
Man kann jedoch sekundäre Ca-Mg-Arsenate nicht einfach optisch bestimmen, dazu gibt es zuviele Minerale.
Hier mal eine Auflistung einer ganzen Anzahl solcher Minerale: Haidingerit, Weilit, Pikropharmakolith, Pharmakolith, Rößlerit, Sainfeldit, Ferrarisit, Guerinit, Rhauenthalit, Phaunoxit, Camgasit, Rapidcreekit, Talmessit usw. Und alle genannten Minerale kommen in der Bi-Co-Ni-Formation in Deutschland (Sachsen, Schwarzwald) oder im böhmischen Erzgebirge (Jachymov) vor.
Stimmt, die Biester auseinander zu halten ist höllenschwer bis z.T. unmöglich. Aber viele der Bildungen sind relativ einfach zu erkennen. Schwierig wird es nur mit Phaunouxit (wenn untypisch ausgebildet), Ferrarisit, Guerinit in der nadligen Variante und Pikropharmakolith.
In aller Regel sind diese Mineralien aber fundorttypisch immer noch unterscheidbar, wenn auch mit einem gewissen Fehler.
So befinden sich auf den Arsenbrocken vom 371 u.A. auch Rhauenthalit, Sainfeldit und Guerinit sowie ein Haufen von Pseudomorphosen, die die Sache dann ganz kompliziert machen. Das nur als Hinweis.
Glück Auf!
Smoeller
[/quote]