Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Jim am 06 Sep 06, 17:36
-
Hallo,
ich bin zwar noch neu hier, möchte aber dennoch gleich ein paar Fragen stellen. Ich denke das Ihr mir da am besten weiterhelfen könnt.
Und zwar geht es um (vermeintliches) Urangestein. Kurz zur Info, ich bin kein Mineraliensammlern. Kenne mich also auch nicht besonders gut in diesen Dingen aus.
Genauer gehts um eine Steinsammlung/Versteinerungen etc.. auf dem Dachboden. Diese hat mal mein Onkel vor Ewigkeiten zusammengesammelt. Und seit dem liegt das Zeug dort.
Bei einem Stück (etwa Faustgroß, schwarz, stellenweise eine Oberfläche wie Kristall) war er sich nicht sicher ob es sich um Urangestein handelt. er hat es wohl aus dem Bayerischen Wald mitgebracht.
zur Sache, ich habe mich im Internet ein wenig über Radioaktive Mineralien informiert. Auch auf dieses Forum bin ich gestoßen ;) Wie ich gelesen Habe gab es hier auch schon Diskussionen übers sammeln und aufbewahren solcher Fundstücke. Ich für meinen Teil möchte mit Radioaktiven Quellen jedoch nichts zu tun haben. Denn wie bekannt ist
besagt der denn Strahlenschutzgrundsatz, dass jede unnötige, ungerechtfertigte Strahlenexposition zu vermeiden ist. Das "unnötig" liegt nun wohl im Auge des Betrachters.
Versteht mich nicht falsch, Mineralien sind äußerst faszinierend. Solange ich aber kein Strahlenexperte bin möchte ich mich nicht dem Risiko aussetzen radioaktive Strahlung falsch einzuschätzen. Und deshalb meide ich sie.
Dieses vermeintliche Urangestein macht mir deshalb Sorgen. Auch habe ich gelesen das weniger die Quelle selber, sondern mehr Staubpartikel die in den Körper aufgenommen werden gefährlich sind. Ich besitze keinen Geigerzähler, und ich möchte mich auch nicht unnötig in die Nähe begeben. Aber ich habe ständig Angst evtl. diese Staubpartikel sonstwohin mitzuschleppen und die halbe Welt damit zu kontaminieren...
Jetzt zu meiner Frage, wie kann ich erfahren ob das Stück strahlt?, wie sehr es strahlt? Und was mach ich dann damit? Gibt es Firmen oder Dienstleister die mit den nötigen professionellen Geräten ausgestattet sind und das feststellen?
Ich bedanke mich schonmal im Vorraus für die Antworten
-
Hallo Jim,
erstmal herzlich willkommen hier!
Wie groß ist den das verdächtige Stück? Wenn Du die Möglichkeit hast, ein Foto davon zu machen und hier reinzustellen, würde das evtl. schon weiterhelfen.
Ansonsten wird man Radioaktivität sinnvollerweise nur mit einem geeigneten Meßgerät feststellen können. Falls Du Gewißheit haben möchtest, ob das Stück strahlt, könntest Du es mir gegen Erstattung des Hin- und Rückportos zuschicken und ich messe es mal aus.
Ansonsten, um auf Nummer sicher zu gehen, pack es eben erstmal in eine luft- und staubdichte Verpackung (z.B. eine Frischhaltedose) und stelle es in den Keller.
-
Hallo,
Erstmal herzlich willkommen im Forum.
Glaube eher nicht an was stark Uranhaltiges. Foto (dabei wirst du dich garantiert nicht verstrahlen) hilft sicher. Bayrischer Wald? Da gehe ich eher von Rauchquarz oder Turmalin aus, beides eigentlich selbst nicht radioaktiv.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
Radioaktivität ist gefährlich, die Gefahr wird aber meist überbewertet. Gefährlich sind ohnehin nur die Gammastrahlen. Der Großteil der Strahlung, also Alpha- und Beta-Strahlung geht nicht mal durch die Haut. Gefährlicher sind die grell gefärbten Uranglimmer wegen der möglichen Absonderung von Staubflittern.
Solange man ein radioaktives Stück nicht ständig in der Hosentasche herumträgt oder unter dem Kopfkissen deponiert, besteht kaum eine Gefährtung. Im übrigen, ein Straßenpflaster aus Granit hat meist eine höhere Radioaktivität als eine Sammlerstufe.
Zigarettenrauch ist allemal gefährlicher als Radioaktivität.
Glück Auf
Uwe
-
Hallo,
teilweise richtig.
Die Gammastrahlen gehen aber meist durch. Die haben einen Bewertungsfaktor von 1.
Alpha erzeugen, z.B. in der Haut, starke Leistungen auf kleinem Raum mit einem Bewertungsfaktor deutlich über 1. Auch wenn vielleicht der nicht durch die Haut geht, die Haut kann auch Krebs entwickeln.
Schlimmer ist, richtig, der Staub. Gamma geht durch die Lunge, der Staub sitzt in der Lunge und verstrahlt Dir einen kleinen Bereich mit Alphas.
MfG
Frank
-
Danke euch,
also nach Rauchquarz oder Turmalin sieht das eher nicht aus (ich hab mal nach bildern gegoogelt). Aber das mit dem Foto ist eine gute Idee. Leider ist meine Kamera Momentan in Reparatur, aber ich werde mal schnellstmöglich ein bild davon machen.
@Schluchti, danke wenn das Foto nicht Aufschlussreich genug sein sollte komme ich nochmal auf dein Angebot zurück.
Radioaktivität ist gefährlich, die Gefahr wird aber meist überbewertet.
Das ist vielleicht richtig, aber wenigstens stelle ich dann sicher das ich die gefahr nicht unterschätze. Sorge bereitet mir auch weniger die Strahlung selbst (wenn man sich in entsprechender Entfernung aufhält denke ich) sondern mehr der Staub wie Ihr schon sagt.
Könnte es "Pechblende" sein?
(http://albert.cau.free.fr/Images/mexi.jpg)
Oder "Galena"?
(http://mo.water.usgs.gov/mining/images/galena.jpg)
Also so in etwa, aber ich werde euch nochmal ein Fotodavon machen.
-
;)
morjen jim...
...also wenn es wie das 2. bild aussieht gibts gar keine probleme
sicherheitshinweis...pulver bitte nich auflecken oder kräftig inhallieren... ;)
es gibt noch zig andere erzmineralien, die ein ähnliches aussehen haben .
sieh dir auch mal die cobalt-/nickelerze (skutterudit, cobaltit usw.) an
vieleicht wär eine genauere angabe als bayrischer wald hilfreich...falls du da infos besorgen kannst ;)
gruß
-
Das sieht mir eher nach Eisenerz aus.
Derartig reiche Uranerzlager wären mit Sicherheit ausgebeutet. Stücke wie diese gelangen auch kaum auf eine Halde. Das kürzlich reiche Uranerzbrocken auf der 371 in Schlema gefunden wurden besagt nichts. Dort gab es bis zur Wende Reicherzdeponien auf dem Haldengelände, die nach dem abrupten Ende des Bergbaubetriebes liegen blieben und dann auf die Halde umgelagert und eingeackertt wurden.
Glück Auf
Uwe
-
Bild 2 zeigt eindeutig Bleiglanz mit der typischen Spaltbarkeit; Bild 1 zeigt jedenfalls für mich ebenfalls kein Uranhaltiges Primärmineral (bzw. Pechblende), sondern eines der bereits genannten anderen Minerale.
-
Hallo,
Im Bayrischen Wald kommen auch Phosphate (Triplit,Zwieselit) oder andere Pegmatitminerale mit Nb, Ta, Ti (Ilmenit oder so was) vor, die sind auch schwarz und sehen wie Uranerz aus, sind aber nicht radioaktiv. Definitiv nur per Foto.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo!
Bild Nr.1 erinnert mich an Columbit von Hagendorf , Nr 2 sieht mehr aus wie Galenit (Bleiglanz)
Gruß
TK
-
Hallo,
mit uranhaltigen Mineralien kenn ich mich nicht aus, aber Folgendes:
im Keuper Mittelfrankens gibt es den +-200 mio Jahre alten Burgsandstein.
Zum Burgsandstein Mittelfrankens gibt es ein Heftchen aus der Schriftenreihe des Bayerischen Geologischen Landesamtes aus den 50er Jahren,
das habe ich vor Jahren mal gelesen.
Dort soll es an manchen Stellen Anreicherungen mit bis zu 1kg Uran pro Tonne Gestein geben.
Da der Keuper Ablagerungsgebiet für Erosionsmaterial aus dem Moldanubikum ist (auf deutsch: der heutige Bayerische Wald und seine Umgebung)
muß das Uran von dort hergekommen sein.
Daß es heute noch Uran im Bayerwald gibt ist wohl wirklich eher unwahrscheinlich, es entstammt Gestein, das dort heute längst wegerodiert ist und die dort anstehenden Granite und Gneise sind sicher keine Quelle.
man hat in den 50er Jahren gezielt Prospektion betrieben wegen des Urans,weil man es für die westdeutschen AKWs nutzen wollte.
Man hat es aber angeblich wohl deswegen nicht abgebaut, weil es sich nicht lohnte, da die Wismut Aue aus der DDR billiger liefern konnte.
mfG
Impaktus
-
Hallo,
Es gibt im Bayrischen Wald durchaus radioaktive Mineralien (Uraninit, Euxenit, Samarskit usw.), nur sind diese halt selten.
Uranerze wurden im Fichtelgebirge (Großschloppen) versuchsweise gewonnen, ebenso im Schwarzwald (Menzenschwand, Müllenbach) und in der Pfalz (Ellweiler), wo sogar eine Aufbereitungsanlage bestand.
Glaube beim fraglichen Stück aber ehrlich gesagt eher nicht an Uranerz, da es selten ist in der Gegend. Ohne Foto geht es aber nicht.
Glück Auf!
Smoeller
-
Hallo,
Daß es heute noch Uran im Bayerwald gibt ist wohl wirklich eher unwahrscheinlich, es entstammt Gestein, das dort heute längst wegerodiert ist und die dort anstehenden Granite und Gneise sind sicher keine Quelle.
man hat in den 50er Jahren gezielt Prospektion betrieben wegen des Urans,weil man es für die westdeutschen AKWs nutzen wollte.
Man hat es aber angeblich wohl deswegen nicht abgebaut, weil es sich nicht lohnte, da die Wismut Aue aus der DDR billiger liefern konnte
sorry Impaktus, aber da muss ich Dir schon wieder entgegnen (warum schreibst Du eigentlich sowas, wenn Du Dich damit überhaupt nicht auskennst?)
Das Uran für den ersten Reaktor in Bayern (und Deutschland) ist aus dem nordostbayerischen Grundgebirge gekommen. Es gab mehrere Bergwerke / Versuchsbergwerke. Mir fallen jetzt vier ein, alle im Granit/Gneis. Im NO-bayerischen Grundgebirge gibt es eine sicher dreistellige Zahl von Fundpunkten für Uranmineralien. Dass in der Zeit des kalten Krieges ausgerechnet Uran rübergekommen sein soll - hmm glaub ich nicht so recht. Eher war wohl der Preisverfall auf dem Weltmarkt die Ursache, dass sich die Kleinstlagerstätten nicht rentierten.
Übrigens sind ausgerechnet die Granite häufig Träger von Uranmineralien.
Gruß
Berthold
... der gerade einen Beitrag (für den Aufschluss) über die Uranmineralien geschrieben hat - die Deiner Meinung nach längst wegerodiert sein sollten ;D
-
@Impaktus
Bei "Wismut Aue" handelte es sich um eine Fußballmannschaft der ehemaligen DDR. ;D ;D ;D
Uran der SDAG Wismut für westdeutsche AKW´s = völliger Blödsinn. Da ging jedes Milligramm an den Russen.
Kopfschüttelnd, der Bergmeister.
-
Hallo,
Da kam nichts aus dem Osten, das meiste kam auf Frankreich.
Westdeutschland hätte seinen Bedarf durchaus selbst aus eigener Quelle decken können.
Allein die Lagerstätte Menzenschwand im Südschwarzwald umfasst gesicherte Vorräte von 300.000 t Uran (soviel wie die WISMUT in 50 Jahren in Sachsen förderte), allerdings galten im Westen Umweltschutz und Marktwirtschaft. Erz aus Frankreich war halt billiger, da wurde hier halt nicht abgebaut, aber es gab in den 50er-80er Jahren eine ebenso akribische Suche im Schwarzwald naqch Uranlagerstätten wie in der ehem. DDR. Man braucht sich nur die Berichte von WALENTA, WIMMENAUER, SCHÄDEL und KLUTH (um nur einige zu nennen), u.a. im AUFSCHLUSS anzuschauen.
In Wittichen wurden übrigens schon über 1 kg schwere Pechblenden auf der Halde gefunden.
Glück Auf!
Smoeller
-
Nein, da kam zu damaligen Zeiten garantiert nichts gezielt aus den sächsischen und thüringischen Lagerstätten durch den eisernen Vorhang. Und billiger als zu Weltmarktpreis hätte da mit Sicherheit auch keiner liefern können, selbst wenn man gewollt hätte.
@smoeller:
300.000t sichere Vorräte Uran in Menzschenschwand? Da halte ich für extrem unwahrscheinlich. Nach meinen Informationen betrugen dort die gesicherten und prognostizierten Vorräte zusammen 6500t Uran. 300.000t sind möglicherweise die Vorräte an Uranerz. Insgesamt wurden dort in der gesamten Abbauzeit aus 100.000t Erz 720t Uran gewonnen.
http://www.frsw.de/geologie.htm#Uranabbau%20in%20Menzenschwand%20-%20Dokumentation (http://www.frsw.de/geologie.htm#Uranabbau%20in%20Menzenschwand%20-%20Dokumentation)
http://www.wise-uranium.org/umwd.html (http://www.wise-uranium.org/umwd.html)
Die Fördermengen der Wismut (es waren aber wohl nach meienr Erinnerung nicht so ganz 300.000t) sind dagegen reines Uranmetall, nicht nur Erz. Die größte Uranerzganglagerstätte in Europa war Niederschlema-Alberoda, wo allein rund 73.000 t Uranmetall gefördert wurden.
-
Narürlich hat der "Bergmeister" recht. Wir sollten aber unsere Freunde aus den alten Bundesländern etwas aufklären: SDAG ist die Abkürzung von "Sowjetisch Deutsche Aktiengesellschaft", wobei mir nie klar geworden ist, wieso Aktiengesellschaft. "Kuxengesellschaft" wäre wohl korekter. Da die Kux der Vorläufer der Aktie war - mit dem gleichen Spekulationspotential - so ist wohl eine Aktiengesellschaft das gleiche. Das Erz gehörte jedenfalls de facto der Sowjetunion und ist als strategischer Rohstoff in keinem Fall an die politischen Gegner geliefert worden. Außerdem benötigte die Sowjetische Rüstungsindustrie jedes Gramm selbst.
Glück Auf
Uwe
-
Dank für die Info über die Vorräte!
Is ja interresant....
Ich dachte im Granit /Gneis wären es nur wenige ppm und Uran mehr in Ganggesteinen zu finden.
..und die dann nach Erosion im Burgsandstein an manchen Stellen konzentriert..
..habe aber zu diesem Thema nicht die Quellen,die Ihr habt...
..das war zugegebenrmaßen die einzige (wissenschaftliche) Arbeit bisher, wo ich über U was gelesen hab, da is man wahrlich noch kein experte.
@berthold:
ich würde mir Deinen Beitrag gerne durchlesen.
(falls Du ihn für das Forum geschrieben hast)
Das mit dem angeblichen billiger liefern stand natürlich nicht in dem Heft,
sondern ist eine Info, die ich hatte und die durchaus ein Gerücht sein kann
- da wird so manches gemunkelt über die Devisenbeschaffung der DDR.
Ich hab es aber reingeschrieben, weil ich Eure Reaktion sehen wollte.
...und die kam prompt....
daß Wismut Aue ein Fußballverein der DDR war, weiß ich auch,
ich habe die als Wessi aber immer für einen Betriebssportverein einer Berggesellschaft namens Wismut gehalten.
und drum Wismut Aue geschrieben.
Wußte nicht, daß die SDAG Wismut hieß.
Was mich vor ein paar Tagen erstaunte, war die Nachricht in den Medien, daß Vladimir Putin einen Uranliefervertrag mit Südafrika abschloß.
Ich dachte immer im Ural und andernorts müßten die das doch massenweise selber haben...
Gruß
Impaktus
-
Ich danke euch schonmal für das rege Interesse, ich habe es nun endlich geschafft ein paar Fotos zu machen. Die ersten beiden sind von dem besagten Stück.
Und da ich noch viele weitere Stücke gefunden habe denen ich eine gewisse radioaktivität zutrauen würde wollte ich euch auch von denen Bilder geben. Ich hoffe Ihr könnt sie zuordnen. Die Bilder sind nicht besonders gut geworden.
Stück 1. recht fest und hart.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9NPV3.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9NPV3.html)
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9NZI1.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9NZI1.html)
Und hier weitere Stücke:
2.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9PE0V.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9PE0V.html)
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9PRVK.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9PRVK.html)
3.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9PZ7M.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9PZ7M.html)
4.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9QGOL.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9QGOL.html)
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9QKG4.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9QKG4.html)
5.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9QPRN.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9QPRN.html)
6.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9R42H.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9R42H.html)
7.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9RDR8.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9RDR8.html)
8.
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9RIXZ.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9RIXZ.html)
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9RQ7G.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9RQ7G.html)
9. sehr bröselig
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9RSQ0.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9RSQ0.html)
(http://s2.bilder-hosting.de/img/9RUYC.jpg) (http://www.bilder-hosting.de/show/9RUYC.html)
Ich habe mal eine Karte daneben gelegt, um sich besser eine Vorstellung von der Größe zu machen zu können. (Hatte gerade nichts anderes in der Hand)
Sind Stücke davon als gefährlich einzustufen?
-
Stück 1 ist schwer zu erkennen - irgendein Erz..Galenit/Sphalerit evtl
2 ist sicher Galenit
3 ist Pyrit
4 ist Olivin
5 denke das ist Pyrit mit Hämatit (?) (Elba?)
6 Biotit? Läßt sich nicht gut erkennen..
7 Muscovit
8 Goethit
9 keine Ahnung, irgendein Erz, sieht aber harmlos aus..
M.E. ist da nichts dabei worüber Du Dir Gedanken machen müsstest ;)
Gruß, Erik
-
Seh ich auch so ... würde aber die Funde eher nach Nordbayern schieben, das Material paßt nicht so recht in den Bayerwald ... aber ???.
Zur Radioaktivität allgemein:
Ich erschrecke mich immer wieder welche Strahlenbelastung so mancher Sammler Zeit seines Lebens gehortet hat! Einmal mußte gar behördlich durchgegriffen werden, aber dies ist immer der Ausnahmefall. Sammlelleidenschaft kann schon mal übertrieben werden, ja, man glaubt es kaum. Aber für was sitzt man auf "blasiger" Pechblende? Warum? Testzwecke für den Fall, daß die Heizung ausfällt? Schon klar ... .
Ich für meinen Teil sammle Uran/Uranglimmer gar nicht - sieht zwar gut aus und gefällt mir - nur nicht bei mir im Haus! Ich habe einen einfachen Detektor immer im Rucksack dabei und wenns ich mal dahin fahre, wos so was gibt, hab ich eine gute Sonde mit einem verlängertem "Arm" parat. Sicher ist Sicher ... ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo Kinder mit Pechblende von der Halde (Marienschacht/Wölsendorf) dahergekommen sind! SO WAS IST NICHT MEHR LUSTIG!
Ich habe mein Haus mittels einer passiver Diffusionskammer nachmessen lassen und einen Wert von 64 Bq/m3 erhalten. Da dies deutlich unterhalb der 100 Bq/m3-Schwelle der WHO liegt, sehe ich mich hierbei in meiner Verhaltensweise bestätigt!
Weitere Info zur Messung: www.altrac.de
Waidler
-
Hallo,
Daß es heute noch Uran im Bayerwald gibt ist wohl wirklich eher unwahrscheinlich, es entstammt Gestein, das dort heute längst wegerodiert ist und die dort anstehenden Granite und Gneise sind sicher keine Quelle.
Übrigens sind ausgerechnet die Granite häufig Träger von Uranmineralien.
Hallo,
kann ich voll und ganz bestätigen. Auf imho 200mm2 meines Treppengranits fand ich 46 thoriumhaltige Kristalle. Uran war zwar nicht vertreten, aber Th ist auch nicht schlecht.
MfG
Frank
-
Es ist absolut die richtige Entscheidung keine Uranmineralien zu sammeln wenn man nicht bereit ist sich dem eventuellen Risiko einer erhöhten Strahlenbelastung auszusetzen. Soweit gehe ich als Sammler dieser Mineralien ja noch mit. Eine "Ächtung"oder "Verteufelung", meist aus Unwissenheit heraus oder durch die Energiepolitik der Regierung (und deren Vorgängern!) manipuliert, ist jedoch völlig übertrieben. Unter dem Bett wird das Blasenerz wohl in den wenigsten Fällen aufbewahrt. ??? Ein sensibler Umgang ist hier natürlich schon das oberste Gebot. Besonders lachhaft ist es ja auf Börsen, wenn Leute voller Schreck gleich einen Meter zurückspringen wenn sie auf dem Tisch eines Ausstellers ein aktives Stückchen sehen. Man sollte sich statt dessen lieber mal über die Belastung, infolge der erhöhten kosmischen Strahlung, bei einem ganz normalen Linienflug Gedanken machen die in 10.000 Metern Höhe das 20-fache und mehr als auf der Erdoberfläche beträgt. Übrigens, Radioaktivität - natürlich nur in minimalen Radon-Dosen - ist neuerdings auch wieder als Heilmittel anerkannt und entsprechende Kuren werden zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, Hautkrankheiten, Allergien, neurologischen Erkrankungen u.a. verordnet. Radon wird eine regulierende und stimulierende Wirkung auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und innersekretorische Prozesse zugeschrieben.
Glück Auf!
-
Dem zuletzt Geschriebenen kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Gruß Peter
-
Hallo,
meines Wissens gibt es zur Zeit keinen wissenschaftlichen Nachweis zum Verlauf sogenannter stochastischer Schäden im niedrigen Dosisbereich.
zu gut detusch:
Kein Mensch weiss, ob niedriege Strahlenmengen ganz geringe Schäden verursachen, die die Selbstheilung fördern.
Oder die Krebsrate linear von hohen Dosen auf Null runter geht...
Oder die Krebsrate von null erstmal nach oben schnellt, um dann linear weiter zu steigen...
Ja, ich habe ein kleines Stück Pechblende in eienr verklebten Dose im Schrank.
Ja, ich habe thoriumhaltigen Granit als Treppe bewusst gekauft und auf die Zinnstein:Blei Variante verzichtet.
Ja, ich habe einen Betonkeller
Nein, ich esse keine Paranüsse
Nein, ich würde die radonhaltiges Wasser trinken
Nein, ich würde nicht mit der Flex Schalenblende polieren
MfG
Frank
-
Seh ich auch so ... würde aber die Funde eher nach Nordbayern schieben, das Material paßt nicht so recht in den Bayerwald ... aber ???.
Das bezog sich nur auf das erste Stück, also ich bin auch der Ansicht das ich mich so wenig wie möglich Radioaktiver Strahlung aussetzen möchte. Wenn ich numal in 10.000 Metern Höhe fliege dann tue ich das bewusst, und auch nicht jeden Tag, genauso wenn ich mal eine Zigarette rauche, oder mit meinem Handy an meinem Kopf telefoniere.
Das alles tue ich aber bewußt und in Maßen. Das ist etwas anderes als wenn ich nicht weiß ob mir etwas evtl. Schaden zufügt geschweige denn das ich weiß wieviel Schaden.
Aus diesem Grund halte ich es einfach für unötig solche Mineralien zu sammeln, sicher sind sie faszinierend. Und wenn einige davon gesammelt werden um sie anderen zu zeigen, wenn sie sicher aufbewahrt werden um sie zu fotografieren... aber das ist etwas anderes als sich im Keller einen Bleivertäfelten Strahlenschutzraum einzurichten ;)
Aber ich möchte keine Diskussion darüber beginnen, mich Interessiert hauptsächlich die Sammlung auf dem Dachboden.
-
Das alles tue ich aber bewußt und in Maßen. Das ist etwas anderes als wenn ich nicht weiß ob mir etwas evtl. Schaden zufügt geschweige denn das ich weiß wieviel Schaden.
Radioaktive Mineralien kann man auch bewußt und in Maßen sammeln ;)
Es gibt im Internet, Bücher, Magazines usw. genugend Infos um zu lernen wie man "safe" solche Sachen sammeln kann.
Wegen Unwissen es grundsätzlich nicht machen find ich ein bißchen zu einfach ;D
Aber gut, soll jeder so machen wie er will, hauptsache man fühlt sich dabei wohl und es macht Spaß!
Gruß Robin
-
Robin hat es auf den Punkt gebracht.
Allerdings sind mir Leute, die so viel Edelmut wie Jim für sich in Anspruch nehmen irgendwie unheimlich. Tja Jim, wwas glaubst Du denn wieviel Schanden Du anderen zufügst ohne es zu wissen, auch wenn Du keine radioaktiven Minerale sammelst ?
Im übrigen ist die ganze Mineraliensammelei unnötig. Wir machens aber doch zu unserer Freude.
Außerdem sind viele Mineralien radioaktiv, auch wenn kein U in der Formel zu finden ist.
Also Leute, bevor eine kritische Menge die zu einer Kettenreaktion führt im Keller ist, könnt Ihr noch viel sammeln ;).
Glück Auf
Uwe
-
Allerdings sind mir Leute, die so viel Edelmut wie Jim für sich in Anspruch nehmen irgendwie unheimlich. Tja Jim, wwas glaubst Du denn wieviel Schanden Du anderen zufügst ohne es zu wissen, auch wenn Du keine radioaktiven Minerale sammelst ?
Ich hoffe so wenig wie möglich, aber wie kommst Du darauf? Nein, ich bin ein Mensch der jede Gefahr meidet "solange er sie nicht einschätzen kann." Das heißt nicht das ich Radioaktivität im allgemeinen verteufele. Im Gegenteil, ich bin z.B für den Betrieb von AKW`s in Deutschland.
Und wenn ich mich in ein Auto setze weiß ich das ich bei einem Unfall hops gehen kann... Aber ich kann es einschätzen denke ich. Bei Urangestein kann ich das (aus Unwissenheit) nicht. Deshalb ist es mir unheimlich. Ich wollte hier keinem Sammler der so etwas mit Leidenschaft sammelt auf die Füße treten.
Wenn man für sich beschließt das man damit sorgfältig umgeht ist es ja ok. Nur habe ich einfach schiss davor.. das gebe ich ja zu ;)
In Ordnung, also die von mir fotografierten Stücke sind definitiv "nicht radioaktiv"? Das Problem liegt wohl eher darin das ich jetzt keine Ruhe finden werde bis ich abolut sicher bin.
-
Hallo Jim,
na OK - wenn's wirklich nur etwas Scheu vor einer möglichen Radioaktivität ist, dann ist Deine Reaktion schon in Ordnung.
Ich habe mir Deine Bilder nochmal etwas genauer angesehen. Es gilt, nicht alles was schwarz ist ist auch radioaktiv. Allerdings ist dunkelvioletter bis schwarzer Fluorit immer radioaktiv dotiert. Auf den Bildern 1, 2 und 6 könnte es sich um Fluorit handeln. Du siehst es unterm Mikroskop, wenn die Kanten leicht violett schimmern.
Die Radioaktivität ist allerdings nicht soo gefährlich, daß Du die Stücke in eine Bleikiste legen mußt.
Und immer vor Augen halten: Die natürliche Radioaktivität unserer Umwelt ist auch ohne Sammler und Uranerzbau immer vorhanden. Damit leben wir als Gattung nun schon etliche Jahrtausende.
Gruß
Uwe
-
Hallo,
Allerdings ist dunkelvioletter bis schwarzer Fluorit immer radioaktiv dotiert.
Das ist nicht richtig. Nicht immer, eher sehr selten. Die Mehrzahl der von mir gemessenen Proben (dunkelvioletter Fluorit bis schwarzer Stinkspat aus dem Wölsendorfer Revier) zeigt keine nennenswerte Aktivität (jeder Granit strahlt mehr). Auch mittels EDX konnte kein Uran gesichtet werden.
Allerdings habe ich auch aktive Proben. Jedoch sind hier oft schon mit der Lupe (primäre oder) sekundäre Uranmineralien als Träger der Radioaktivität auszumachen. Die Überprüfung mittels Autoradiographie bestätige diese Beobachtung.
Gruß
Berthold
-
Ein paar Gedanken zur Angst vor und dem Umgang mit Radioaktivität:
Ein Mineraloge sagte mir mal, daß man mit einen pipenden Geigerzähler (aber nur die natürliche Hintergrundstrahlung anzigt), Panik, auslösen kann.
Ionisierende Strahlung ist nicht ungefährlich, aber es ist erstaunlich, daß gerade diese soviel Angst erzeugen kann. Sicher sind unter den Leuten, die, von einer Aktiven Stufe gleich 'nen Meter zurückspringen, möglicherweise die gleichen, die gern rauchen, oft und gerne einen 'über den Durst trinken', Extremsportarten nachgehen oder derren Speiseplan vornehmlich aus Schweinshaxn', Fast Food und anderen fettigen Spezialitäten bestehen...
Viele ungesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten (die oft noch schädlicher und risikoreicher sind, als das Sammeln radioaktiver Mineralien), werden gedankenlos in Kauf genommen oder gar als selbstverständlich gesehen werden, während Sachen, die mit Radioaktivität und Strahlung zu tun haben (was bei U- und Th-Mineralien ja der Fall ist), oft eine Angst und Abscheu an den Tag gelegt wird, die der realen Gefährdung und des realen Risikos um Größenordnung überschreitet, m.E. liegt hier eine Angst vor, die der realen Gefärhrdung nicht mehr angemessen ist und möglicherweise krankhaft ist (siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Radiophobia ).
Ähnlich wie die Angst vor z.B. Spinnen, engen Räumen, etc. kann auch die Angst vor Strahlung m.E. krankhafte Züge annehmen.
Ein Problem ist m.E. auch, daß Radioaktivität z.B. im Schulunterricht -wenn überhaupt- nur eine untergeordnete Rolle spielt, und viele Leute Informationen über Strahlung und Radioaktivtät i.a. nur im negativen Zusammenhang erfahren (z.B. Nachrichten, Tschernobyl, Diskussion um Handystrahlung), somit kann man den Leuten ihre (u.U. extreme) Angst ja nicht mal verübeln.
Auch, daß die Diskussionen, z.B. um Kernenergienutzung, teilweise ideologische Züge annehmen, die einen sachlichen und rationalen Umgang mit dem Thema oft unmöglich machen, trägt nicht gerade dazu bei, einen radionalen Umgang mit diesem Thema zu fördern.
-
Hi Zusammen,
vielen macht vielleicht auch alles angst was man nicht sieht oder riecht ! Eine gute "Aufklärung" ist ja nicht leicht zu bekommen - die neutral und unabhängig mal sagt was ab welcher dosis über welche zeit gefährlich - nützlich - gesund - gesundheitsschädlich ....oder oder (ist z.B. Radon). Die meisten Leute die ihre Meinung hierzu in der Öffentlichkeit kunt tun sind aus nicht umbedingt wirklich vertrauenswürdigen bereichen z.B. Handystrahlung messung (dann alle Strahlungen mega gefährlich) oder Wasseradern, Strahlungen vom Fehrnsehern in Quarzkristalle laden... naja ihr wisst ja was ich meine (hoffe ich) oder aus der Ecke Atomstrom ist zu gefährlich oder das Gegenteil Atomstrom wird gebrauch zwegs Energieunabhägigkeit ... Und so sagt halt jeder alles so wie er es am besten für "sein" Geschäft brauchen will - aber was wirkliche Gefärdung anbelangt - na ja da wird oft ein große heimlichtuerrei gemacht. Ist ja auch ein schwieriges Thema um nicht partei zu ergreifen (auch beim Mineraliensammeln - radioaktive Mineralien ja / nein). Aber ich hoffe das solche Diskussionen hier ein bischen Helfen um ein "Leuchten" *grins* ins dunkel zu bringen!
Ich sammle schon radioaktive Mineralien - aber in die Sammlung kommen nur MM (meist) und meine Sammlung steht in einem gut belüftet Raum in dem ich mich nicht viel aufhalte!
Gruss und Glück AUf
Florian
Foto zeigt eine MM mit kugeliger Pechblende aus Wölsendorf/ Oberpfalz/ Bayern
-
Klar, ich hab auch so eine Kiste aus Wölsendorf unter dem Bett meines Nachbarn deponiert ... bin ja auch scharf auf seine Perle! *grins*
Waidler
PS: Ist nicht ernst gemeint!
-
Ich hab meine Mineralien nich unterm sondern zwangsweiße in der Vitrine neben dem Bett und dazu die Frage :
In dießer Vitrine Sitzt eine Kleinstufe Autunit ( Profilbild ) und ein Micromount Uranocircit vom Streuberg beide in Jousibox mit Tesa am rand zugeklebt wegen Radon.
Sind die Strahlen dann noch gefährlich ? :-\
-
Hallo,
Ein ganz neuer Artikel (in englischer Sprache) findet sich hier: http://www.nexus08.clara.co.uk/article.RadioactiveMineralSpecimens.A4.pdf
Glück Auf!
Smoeller
-
Hmm, ich denk radioaktive Minerale in der Grössenordnung sind wohl unbedenklich, selbst neben dem Bett, sonst würde im Erzgebirge wohl kein Mensch mehr leben.
Hab erst am Wochenende in der Bergakademie Freiberg gesehen was do so in der Gegend von Bergen in Steinbrüchen gefunden wurde. Uiuiuiuui, das sind Brocken!!! Da ist eine Stufe mit mindestens einem Kilo REINEM Uranocircit in RIESEN Kristallen! Einfach nur hinter Glas. Klar, da steht man nur ein paar Minuten davor, aber was ist denn da in der Gegend noch alles in der Erde? Da wo die Leute wohnen, ihr Gemüse im Garten haben usw.
-
schon mal bedacht was die personen abbekommen, die in gegenden mit granit wohnen? über jahre? interessiert doch auch niemand. die konzentration der strahlenquellen und die expositionsdauer mit der dosis machen den unterschied. bzw. was wie mit dem körper in kontakt kommt. deine hände schert das wenig, die lunge und so schon.
-
Hallo,
schon mal bedacht was die personen abbekommen, die in gegenden mit granit wohnen? über jahre? interessiert doch auch niemand.
Oh doch, das interessiert (nicht nur die Betroffenen). Da gibt es epidemologische Studien die ein deutlich höheres Krebs-Risiko in Granit-Gegegenden zeigen. Problematisch ist in erster Linie das Radon, deswegen baut man hier (unter dem Keller) Sperrfolien ein.
Gruß
Berthold
-
Naja, das das Radon weit bedenklicher ist wie bisher gedacht habe auch schon gehöhrt. Vielleicht sollte man sich mal ausrechnen wieviel Radon bei beispielsweise 10g Torbernit oder Uranocircit oder was auch immer entsteht, und ob davon eine Gefährdung ausgehen könnte. Denn es wäre auch nicht so schlau immer zu sagen das das harmlos ist und letztlich ist es doch nicht so unschädlich.
Aber bei zwei kleinen Stüfchen braucht man wohl wirklich keine Angst zu haben.
-
Naja, das das Radon weit bedenklicher ist wie bisher gedacht habe auch schon gehöhrt. Vielleicht sollte man sich mal ausrechnen wieviel Radon bei beispielsweise 10g Torbernit oder Uranocircit oder was auch immer entsteht, und ob davon eine Gefährdung ausgehen könnte. Denn es wäre auch nicht so schlau immer zu sagen das das harmlos ist und letztlich ist es doch nicht so unschädlich.
Aber bei zwei kleinen Stüfchen braucht man wohl wirklich keine Angst zu haben.
@joachimotto
Nun ja, ich für meinen Teil betrachte die Uranmineralien meiner Sammlung als "Therapiesteine". Seit vielen Jahren hatte ich schon keine Grippe mehr und es kratzt nicht mal im Hals ... ;D ;D ;D!
Grüße & Glück Auf!
Bergmeister
-
@ Bergmeister
Da verwechselst du was mit Therapie.
Die Strahlentherapie bei Krebskranken in der Medizin ist in abgestimmter Dosis und richtet sich einst gegen den Krebs.
Die Therapie deiner Mineralien kann bei unsachgemäßer handhabung zum Krebs führen.
Die Tatsache das du seit Jahren nicht Krank warst liegt warscheinlich daran dass dein Immunsystem gegen häufige Grippeereger resistend ist.
Also ich weiß ned ob wenn mann Krebs hat dann noch über radioaktivität scherzen kann !
Lass es mal ohne Strahlung auf dich wirken
Gruß Stifler
-
Hallo Stifler,
wenn Du den Kommentar noch mal auf Dich wirken lässt (mal ohne Strahlung ;D) wird sich herausstellen das dieser nicht ganz ernst gemeint war. Mir geht es in erster Linie um eine Sache die betadecay2000 hier aus dem Forum folgendermaßen formuliert: Behandle Radioaktivität mit Respekt - nicht mit Angst. Tatsächlich wird "bösem" Radon in geringsten Dosen beispielsweise eine positive Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben und bei vielfältigen Symptomen (siehe meinen Beitrag auf Seite 2) medizinisch angewendet.
Bergmeister
-
ich hab andere sachen um mich gesund zu halten z.B Sport
-
Auch mit Sport, wenn falsch und übermäßig betrieben, kann man sich krank machen bzw. ernst- und dauerhafte Schäden zuziehen. Von daher ist Respekt vor der richtigen Dosis Sport genauso angebracht wie der vor Radioaktivität ;)
Gruß,
Triassammler
-
Sicher sind viele Dinge gefährlich, aber bei manchen sollte man eben schon ein wenig vorsichtiger sein; und auch im Umgang mit radioaktiven Mineralien sollte man den oben erwähnten Respekt mitbringen ...
-
Hallo,
auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt von mehreren Seiten steinigt aber ich möchte dem Eindruck wiedersprechen dass das Radon -dosisabhängig- "gut" wäre. Es gibt nur "böses" Radon. Mir ist es unbegreiflich dass bis heute "Radonbäder", "Radontrink-Kuren", "Radon-Stollen-Sitzungen" usw. jedermann angeboten (und nicht nur in ansonsten aussichtslosen Fällen als Therapie eingesetzt) werden. Freilich ist unbestritten dass bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Rheuma) mit Radon-Anwendungen Besserungen erzielt werden können. Unbestritten ist aber auch dass selbst geringste Radonbelastungen ein höheres Kresbsrisiko mit sich bringt. Das ist etwa so, als wollte man den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Es mag Gründe geben, bei denen man in Abwägung von Wirkung/Nebenwirkung sowas verantworten kann, aber warum sollte sich ein gesunder Mensch freiwillig einer hohen Strahlenbelastung aussetzen?
Gruß
Berthold
-
mag ja so stimmen, aber was ist mit der natürlichen strahlung? da schnallt doch niemand wie viel er abbekommt und wie die konzentration in räumen steigen kann. solange man keine künstliche dosiserhöhung betreibt ist das egal. so dürfte man nicht mal in bergwerke gehen.
-
Hallo,
dem Körper ist es egal, woher die ionisierende Strahlung stammt. Es gibt kein Bio- oder Ökosigel bei der Strahlung.
Es gibt drei mögliche Wirkungen bei kleinen Dosen:
- lineare Wirkung
- sublineare Wirkung
- überlineare Wirkung
Bei den Bestrahlungsdosen über die wir reden, handelt es sich um statistische Schäden, also wieviel mehr Krebskranke in Bezug auf die Vergleichsgruppe. Un da liegen kaum gesicherte Daten für den geringen Ddosisbereich vor. Deshalb kann es einfach linear nach unten gehen, die Schäden von geringen Dosen können vielleicht geheilt werden = sublinear oder kleine Dosen richten einen höheren Schaden an, da der Fehler nicht massiv ist und die Zelle nicht repariert wird bzw. stirbt.
Es gibt wohl die A-Regel:
Abschirmung
Abstand
Aktivität verringern usw.
MfG
Frank
-
Ist wie mit dem Bergsteigen. Bergsteigen kann tödlich sein, deswegen machens viele nicht. Aber manche machens so gerne, das sie das Risiko auf sich nehmen. Und manchen wohnen in bergigen Gegenden, denen bleibt nichts anderes übrig als oft bergzusteigen (und die können dann meist auch gut damit umgehen).
Ich denke, die Frage wie hoch das Risiko nun ist, ist berechtigt. Aber es gibt leider keine klare Antwort.
-
Hallo,
@caliastos
aber was ist mit der natürlichen strahlung? solange man keine künstliche dosiserhöhung betreibt ist das egal. so dürfte man nicht mal in bergwerke gehen.
Die natürliche Strahlung schwankt von Ort zu Ort. Epidemologische Studien sagen dass das Krebsrisiko in Gebieten mit hoher natürlicher Strahlung höher ist. Bautechnisch versucht man das Radon mittels unter dem Keller eingebauter Sperrfolie in Grenzen zu halten. 1) Also, egal ist das wohl nicht. Und zu den Bergwerken: Bei Uran-Bergarbeitern ist Lungenkrebs durch Radon eine anerkannte Berufskrankheit. In den Anfängen des Bergbaus ist sie als Schneeberger Krankheit bekannt geworden und hat praktisch alle Bergleute in der Umgebung von Schneeberg im Erzgebirge getötet. Oder schau Dir mal die Lungenkrebs-Quote der Arbeiter der ehemaligen Grube Hagendorf-Süd an - auch da (im Pegamtit) war es das Radon.
@Frank:
Über welche Dosisbereiche reden wir?
*Im Freien haben wir etwa 15 Bq/m³ Luft,
*Druchschnittliche Luft in Räumen in Deutschland: 59 Bq/m³
*vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vorgeschlagener Grenzwert für Luft in Gebäuden: 100 Bq/m³
*EU Planungsrichtwert: 200 Bq/m³
*EU Eingreifrichtwert: 400 Bq/m³
*Eine medizinische Wirkung für Radontherapie wird ab ca. 37.000 Bq/m³ (1 nCi/l) Atemluft erwartet,
*"optimale" medizinische Wirkung bei 3.000.000 Bq/m³ Atemluft.
Und es liegen schon gesicherte Daten im unteren Bereich vor: Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei langjährigem Aufenthalt in Räumen das zusätzliche Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um 10% pro Anstieg der Radonkonzentration um 100 Bq/m³ zunimmt.2)
Wer würde sich -ohne Not- zehn Röntgenaufnahmen der Lunge machen lassen - was etwa der Strahlenbvelastung einer Badeanwendung entspricht 3)? Mit den A-Regeln gebe ich Dir vollkommen Recht (Ergänzung: Auch Abstand nehmen von Radon-Bändern).
Gruß
Berthold
Quellen:
1) http://www.welt.de/wissenschaft/article710055/Unfreiwillig_eingeatmetes_Radon_zweithaeufigster_Grund_fuer_Lungenkrebs.html
2) http://www.bfs.de/bfs/druck/infoblatt/Radon_Haeuser
3) http://www.naanoo.com/blogartikel_4062_56.html
-
@Frank:
Über welche Dosisbereiche reden wir?
Boah, frag was einfacheres, war damals in der Strahlenschutzschulung. Es ist aber der ganz untere Bereich ;)
MfG
Frank
-
Tja, ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich hoffe an der ganzen Diskussion über radioaktive Minerale und deren Gefahr für Leib und Leben sind derzeit ausschließlich Nichtraucher und Nicht-Trinker beteiligt. Alle anderen sollten sich lieber Gedanken um ihren Zigaretten/Alkohol-Konsum machen, anstatt sich um irgendwelche Radonbelastungen den Kopf zu machen, die durch Kellersohlen sickern. Ich bin der Meinung, neben der einen Sache Radioaktivität gibt es locker noch 1000 bis 10000 wenn nicht gar 100000 Sachen, die einem das große K bescheren können. Ich rauche nicht, ich trinke nicht (also keinen Alkohol), also kann ich mein Krebsrisiko durch meine radioaktiven Minerale schon wieder etwas kompensieren - rein statistsich. Wann ich Krebs bekomme, ist eh eine Frage der Zeit, und ob das dann an der Torbernitstufe im Schrank, dem Dieselmotor auf der Straße oder dem Gammaburst auf der anderen Seite des Universums liegt, ist mir letztlich Wurscht...
P.S.: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität - also jetzt nicht die radio... *lol*)
-
Hallo,
hmm, der Einwand mit dem Zigarettenkonsum ist schon angebracht. Auch da ist es ja wieder die Alpha-Strahlung, vom Polonium ausgehend, ein wesentlicher Faktor. Die Dosis die ein Raucher da abbekommt liegt in der Größenordnung vergleichbar mit 250 Röntgenaufnahmen pro Jahr 1). Einen Vergleich mit ähnlicher Dosisleistung durch eine 14-tägige Radon-Bäderkur kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Jetzt darf man natürlich die Dosisleistungen der einzelnen Strahlungsquellen nicht getrennt betrachten. Ich sage, die Gafahr liegt in der Summe. Also, ich stelle mir gerade mal einen rauchenden Bergarbeiter vor, der dann mal eine Radon-Kur macht...
Dass von Sammlermineralien -wenn alles richtig gemacht wird- keine nennenswerte Erhöhung der Dosis ausgeht, da bin ich mir recht sicher. Zum sicheren Umgang gehört meiner Meinung nach auch, dass man radioaktive Mineralien nicht in Schlafräumen lagert (wegen Staub und Radon, nicht wegen direkter Strahlung).
@cmd.powell: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität. Da ist ein Denkfehler drinnen: Ich vermute Du gehst vom K-40 aus. Das K-40 macht nur 10% der natürlichen Radioaktivität aus (und Deine Frau wird kein Alpha-Strahler sein - und selbst wenn Raucherin, Alpha geht nicht so weit). Und jetzt lasse mal den lungengängigen Staub von Deiner Torbernit-Stufe kommen.
Gruß
Berthold
Quellen: 1) http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/367/32335/
-
Wegen dem Staub habe ich meine Stufen in Jousidosen gemacht da kommt jah auch kein Radon frei oder ?
-
Hallo,
hmm, der Einwand mit dem Zigarettenkonsum ist schon angebracht. Auch da ist es ja wieder die Alpha-Strahlung, vom Polonium ausgehend, ein wesentlicher Faktor. Die Dosis die ein Raucher da abbekommt liegt in der Größenordnung vergleichbar mit 250 Röntgenaufnahmen pro Jahr 1). Einen Vergleich mit ähnlicher Dosisleistung durch eine 14-tägige Radon-Bäderkur kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Jetzt darf man natürlich die Dosisleistungen der einzelnen Strahlungsquellen nicht getrennt betrachten. Ich sage, die Gafahr liegt in der Summe. Also, ich stelle mir gerade mal einen rauchenden Bergarbeiter vor, der dann mal eine Radon-Kur macht...
Dass von Sammlermineralien -wenn alles richtig gemacht wird- keine nennenswerte Erhöhung der Dosis ausgeht, da bin ich mir recht sicher. Zum sicheren Umgang gehört meiner Meinung nach auch, dass man radioaktive Mineralien nicht in Schlafräumen lagert (wegen Staub und Radon, nicht wegen direkter Strahlung).
@cmd.powell: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität. Da ist ein Denkfehler drinnen: Ich vermute Du gehst vom K-40 aus. Das K-40 macht nur 10% der natürlichen Radioaktivität aus (und Deine Frau wird kein Alpha-Strahler sein - und selbst wenn Raucherin, Alpha geht nicht so weit). Und jetzt lasse mal den lungengängigen Staub von Deiner Torbernit-Stufe kommen.
Gruß
Berthold
Quellen: 1) http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/367/32335/
1.: Als Raucher sollte man sich weniger Gedanken um das Polonium als vielmehr um das Rauchen selber machen. Hallo: Zigarettenrauch ist giftig. Das da wat strahlt, ist irrelevant. Das Nicotin von zehn Zigaretten konzentriert mit einem Male aufgenommen haut einen normalen erwachsenen Menschen für immer aus den Wanderstiefeln. Und nicht, weil Nicotin bevorzugt aus C14 aufgebaut ist. Es gibt auch noch andere schädliche Stoffe als Radioaktivität - und das ist es, was ich in meinem vorherigen Post gemeint hatte.
2.: In meinem Torbernitstufe/Frau-Vergleich ist kein Fehler drin. Ist doch völlig latte, was da strahlt, entscheidend ist einzig und allein die Dosisleistung, welche Du abbekommst. So, meine Torbernitstufe steht (und staubt dabei nicht) in der Vitrine friedlich vor sich hin. Durch das Glas und die Entfernung ist die Dosisleistung dieser Stufe nunmal deutlich geringer als die, welche von meiner Frau (übrigens auch Deiner, sofern Du eine hast) ausgeht. Zudem liegt sie locker mal acht Stunden neben mir, die Torbernitstufe sehe ich mir alle paar Wochen für wenige Sekunden bis Minuten mal an.
Irgendwie nerven mich Leute, die wegen jedem kleinen Knack im Geigerzähler gleich in Panik verfallen, aber sonst Qualmen wie ein Vulkan oder sich mit harten Sachen zudröhnen. Nebenbei schnüffeln sie dann noch z.B. bei Lackieren ohne Maske Lösemitteldämpfe weg oder lassen gerne mal den Motor laufen - wie hohl ist das den bitte. Das erinnert mich jetzt stark an die Idiotie, welche um die Cassini-Raumsonde entbrannte: Nur weil das zwei Radionukleidbatterien mit zugegeben sehr giftigen (und ja, auch radioaktiven) Plutonium dran hingen, wollten doch tatsächlich Menschen den Start der Sonde verhinder. Weil ja wenn die Sonde ausversehen abstürzt würden ja alle Menschen auf der Erde verstrahlt - klar, von dreizig Kilo Plutonium. In den fünfzier und sechziger Jahren wurden bei den oberirdischen Atomtests ein bisserl mehr als dreizig Kilo Plutonium in die Atmosphäre geblasen und wir leben immer noch... Was für ein wahnsinns Aufriss, nur weil da ein bisserl Plutonium an Bord war. Und was ist passiert: Nichts. Und was wäre passiert, wenn was passiert wäre: Auch nichts ! Mööp. Wie schon gesagt: ES GIBT AUCH NOCH ANDERE SCHÄDLICHE DINGE IN UNSERER WELT, NICHT NUR DIE RADIOATIVITÄT !!! Ein vernünftiger und bewuster Umgang ist hier angesagt und nicht irgendwelche übertriebene Panikmache. Der menschliche Körper hat eine natürliche Toleranz gegenüber radioaktive Strahlung. In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können. Wäre dem nicht so, würden wir alle kurz nach der Geburt an Krebs sterben ! Also: Don't panik !
-
Hallo cmd.powell,
in vielen Punkten stimme ich Dir zu, ich möchte keineswegs Panik machen, ich sammel selbst radioaktive Mineralien, nur (etwas OT):
Das da wat strahlt, ist irrelevant.
*Tabak ist als die weltweit größte Quelle krebserzeugender ionisierender Strahlung zu bezeichnen. Insbesondere dem Radionuklid Polonium-210 im Zigarettenrauch, von dem 99% der Alphastrahlung ausgeht, kommt eine starke karzinogene Wirkung zu. 1)
*Polonium-210 ist der einzige Bestandteil des Zigarettenrauches, der bei Inhalation von Versuchstieren selbstständig Krebs verursacht hat - Tumore entstehen bereits bei fünf mal geringeren Poloniumgehalten als bei denen eines durchschnittlich schweren Rauchers. 2)
*Trotz seiner Anhäufung im Lungengewebe gelangt das lösliche Polonium-210 auch durch den Körper in jedes Gewebe und jede Zelle. Polonium kann im Blut und Urin von Rauchern nachgewiesen werden. Die im Körper verteilte radioaktive Substanz verursacht genetische Schäden, Leukämie, Leber- und Blasenkrebs, Magengeschwüre und Herzgefäß-Krankheiten. Eine Menge von 0,1 Mikrogramm reinen Poloniums genügt, um einen Menschen zu töten. 3)
Sicher, im Zigarettenrauch sind ca. 4000 Substanzen, viele davon giftig, nur die Strahlung ist keineswegs irrelevant sondern DER Grund für Raucherkrebs.
So, meine Torbernitstufe steht (und staubt dabei nicht) in der Vitrine friedlich vor sich hin.
Im Wohnraumklima zerfällt Torbernit unter Kristallwasserverlust unweigerlich zu Metatorbernit. Krisalle werden dabei trübe und matt, was von Mikrorissen aufgrund innerer Spannungen herrührt. Der Schritt zum Staub ist da nicht mehr weit. Schon mal gesehen, dass z.B. Uranocircitstufen nach einiger Zeit in einem fluoreszierenden Staub stehen (leicht zu sehen in schwarzer Platikbox, luftdicht abgeschlossen)? So einfach ins Regal / Vitrine (staubdichte Vitrine ist auch nur staubdicht, wenn man sie nie aufmacht) würde ich eine Uranglimmerstufe nicht stellen...
In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können.
ja, deswegen müssen wir sehen, dass es bei geringen Mengen bleibt.
Gruß
Berthold
Quellen:
1) http://www.nibis.de/nli1/besmart/materialien/wissen/medizinischegrundlagen.htm
2) http://www.lenntech.com/deutsch/Data-PSE/Po.htm
3) http://www.aktiv-rauchfrei.de/article.php?id=996
-
Der menschliche Körper hat eine natürliche Toleranz gegenüber radioaktive Strahlung. In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können. Wäre dem nicht so, würden wir alle kurz nach der Geburt an Krebs sterben ! Also: Don't panik !
Hallo,
da kann ich Dir leider nicht beistimmen. Ob die geringen Dosen wirklich nicht schaden oder besonders schädlich sind ist meines Wissens nicht klar.
Den Reparaturmechnismus der Zellen kenne ich wohl, aber die Effizienz und die Fehlerfreiheit der Reparatur ist auch nicht klar, meine ich.
MfG
Frank
-
aber ich weiß jetzt immernoch nicht ob eine Jousidose Radon dicht ist
-
Hallo,
offiziell: Nein, Radon als Edelgas diffundiert sehr gut.
In der Praxis: Ja, der Luftaustasuch ist unterbunden, wenn die Naht mit z.B. Tesafilm verklebt ist.
Wenn du mal eine Nebelkammer in Aktion siehst, stellt du dir die Frage nach dem Radon ausserhalb der Dose nicht mehr ;-)
MfG
Frank
-
Hallo,
da kann ich Dir leider nicht beistimmen. Ob die geringen Dosen wirklich nicht schaden oder besonders schädlich sind ist meines Wissens nicht klar.
Den Reparaturmechnismus der Zellen kenne ich wohl, aber die Effizienz und die Fehlerfreiheit der Reparatur ist auch nicht klar, meine ich.
MfG
Frank
Naja, ob man nun das Pech hat, das das eine Teilchen, was man grade eingefangen hat, einen irreparablen Schaden an dem Erbgut einer Zelle verursacht, was letztlich dazu führt, das man an Krebs stirbt, wird man niemals verneinen können. Kann passieren, kann aber auch nicht passieren. Tatsache ist aber, das wir permanent Strahlung ausgesetzt sind, ob mit Torbernit in der Vitrine oder nicht. Dieser Strahlung gegenüber hat sich schon von der Evolution her eine Toleranz entwickeln müssen, sonst gäb es uns nicht. Sicherlich ist es auch so, nur weil wir eine gewisse Toleranz gegenüber Strahlung haben und bestimmte Zellschäden nicht tödlich enden, sondern vielleicht sogar zu vorteilhaften Mutationen führen, gibt es uns. Preiset nicht Gott, preiset die Strahlung, die hat uns gemacht - ok, ok, nicht die Strahlung alleine, es gibt auch genug nichtradioaktive Mutagene...
Wenn du mal eine Nebelkammer in Aktion siehst, stellt du dir die Frage nach dem Radon ausserhalb der Dose nicht mehr ;-)
...und machst Dir wahrscheinlich allgemein weniger einen Kopf um radioaktive Mineralien.
@berthold: Und wie kommt das Polonium in den Tabak und sonst in kein anderes Genussmittel ? Und das Polonium der (einzige ?) Grund für Raucherkrebs sein soll, höre ich hier zum ersten Male und - sorry - glaube ich nicht. Oder hängt das Krebsrisiko bei Dieselruß auch mit Polonium zusammen ?
-
Hallo,
@berthold: Und wie kommt das Polonium in den Tabak und sonst in kein anderes Genussmittel ? Und das Polonium der (einzige ?) Grund für Raucherkrebs sein soll, höre ich hier zum ersten Male und - sorry - glaube ich nicht. Oder hängt das Krebsrisiko bei Dieselruß auch mit Polonium zusammen ?
Also nochmal OT:
Wie das Polonium in den Tabak kommt und warum es derart angereichert wird, dafür gibt es verschiedene Theorien (Anreicherung über die Trichome der Tabakpflanzen, Anreicherung über Düngung), unbestritten ist aber: Es ist da. Nach Untersuchungen des Forschers Constantin Papastefanou von der Aristoteles Universität in Thessaloniki, ist die Radioaktivität in Tabak bis zu tausend Mal höher als jene durch Caesium-137 in Blättern von Tschernobyl. 1).
Dass es ein keinem anderen Genussmittel drinnen ist - wer hat das behauptet? Polonium wird in vielen Lebensmitteln und Genussmitteln drinnen sein, es ist jedoch eine Frage der Konzentration und der Aufnahme.
Prof. Wolfgang Stoll schreibt: 2)
Diese Eigenart (gemeint ist die Po-Sammler-Eigenschaft) von Tabak hatte auch schon skurrile Nebenwirkungen. Es ist üblich, nach der Blatternte von Tabak die Pflanzenreste auf den Feldern zu verbrennen, worauf wegen des hohen Restgehaltes der Asche an düngewirksamen Stoffen, vor allem Kalium, diese auch für Nachbarkulturen wie z B. Spargeln verwendet wird. So auch geschehen irgendwo in der Rheinebene in den 60er Jahren. Mit dem Anlaufen der Plutoniumverarbeitung damals im Kernforschungszentrum Karlsruhe war es Sorgfaltspflicht, alle Mitarbeiter routinemäßig im Monatsabstand durch Analyse von Urinproben auf allfällige Plutonium - inkorporation zu untersuchen. Irgendwann in einem Juni wurde von der medizinischen Abteilung Alarm gegeben, weil plötzlich bei zwanzig der damals etwa 100 Beschäftigten angeblich Plutonium im Urin gefunden wurde, dabei allerdings auch bei Büropersonal, das mit der Hantierung von Plutonium nichts zu tun hatte. Erst nach Tagen konnte nachgewiesen werden, dass es sich um kleine Mengen Polonium der „Spargelesser“ gehandelt hatte, da die beiden zu messenden Alphaenergien (5,304 MeV bei 210-Polonium gegen 5,147 MeV bei 239-Plutonium) nur 3% auseinander liegen und messtechnisch damals noch schwer zu trennen waren.
Dass Polonium im Zigarettenrauch mit Sicherheit Raucherkrebs auslöst ist seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt, es gibt hunderte von Studien und war auch bei den Prozessen in den USA gegen die Zigarettenindustrie im Gutachten 3) Mit Sicherheit ist Polonium nicht der einzige Grund von Raucherkrebs, einige Untersuchungen sehen z.B. die polycyclischen Aromaten (Anthracen, Benzo(a)fluoren, Benzo(a)pyren, Phenanthren, Pyren ...) sowie die tabaktypischen Nitrosamine (z. B. das N-Nitroso-dimethylamin, -methylethylamin, -nortnicotin, -diethanolamin und 1-Nitrosopyrrolidin und -piperidin) als gefährlicher an. Die Zusammenhänge sind aber komplizierter da im Zigerettenrauch auch Stoffe drinnen sind die die (Krebs-)Selbsheilungskräfte der Zelle schwächen (z.B. Benzo(a)pyren schädigt das Gen p53).
Die Gefahren, die vom Diesel-Feinstaub ausgehen sind m.W.n. in keiner Form mit Polonium oder Radioaktivität in Zusammenhang zu bringen (würde mich bei einem fossilen Brennstoff und der Halbwertszeit von Polonium auch sehr wundern).
Gruß
Berthold
Quellen:
1) http://www.suchtmittel.de/info/nikotin/002068.php (http://www.suchtmittel.de/info/nikotin/002068.php)
2) http://www.mathias-braun.de/index.php?id=181 (http://www.mathias-braun.de/index.php?id=181)
3) http://legacy.library.ucsf.edu/tid/vmm56c00
-
Dass Polonium im Zigarettenrauch mit Sicherheit Raucherkrebs auslöst ist seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt, es gibt hunderte von Studien und war auch bei den Prozessen in den USA gegen die Zigarettenindustrie im Gutachten 3) Mit Sicherheit ist Polonium nicht der einzige Grund von Raucherkrebs, einige Untersuchungen sehen z.B. die polycyclischen Aromaten (Anthracen, Benzo(a)fluoren, Benzo(a)pyren, Phenanthren, Pyren ...) sowie die tabaktypischen Nitrosamine (z. B. das N-Nitroso-dimethylamin, -methylethylamin, -nortnicotin, -diethanolamin und 1-Nitrosopyrrolidin und -piperidin) als gefährlicher an. Die Zusammenhänge sind aber komplizierter da im Zigerettenrauch auch Stoffe drinnen sind die die (Krebs-)Selbsheilungskräfte der Zelle schwächen (z.B. Benzo(a)pyren schädigt das Gen p53).
Ah, ok, das glaube ich schon eher. Das Polonium im Körper mit Sicherheit Krebs verursacht/verursachen kann, glaube ich natürlich auch. Nur nach Deinem vorletzen Post hörte es sich in meinen Ohren so an, als wenn das Polonium im Tabakrauch einzig und alleine für Krebs bei Rauchern verantwortlich wäre. Polycyclische Aromaten werden - unter anderem - auch für das cancerogene Potential von Dieselruß verantwortlich gemacht. Diesbezüglich fand ich ja mal eine Studie vom Flughafen Hannover so lächerlich, worin Biodiesel auf keinen Fall gesundheitsgefährdend wäre und in jedem Falle besser als "normales" Diesel. Das Zeug wurde eine Zeit lang in den GPU's verwendet (GPU = Ground Power Unit = unabhängige Stromversorgung für Flugzeuge). Viele Mitarbeiter hatten sich nämlich über den extrem unangenehmen "Frittenbudengeruch" beschwert. Naja, das Biodiesel ansich mag ja nun wirklich harmloser sein als normales Diesel, die Verbrennungsrückstände werden sich aber die Hand reichen können. Besonders wenn man mal die schwarzen Wolken gesehen hat, die aus einer typischen GPU kommen. Naja, und wenn da noch eine evtl. Poloniumbelastung hinzukäme, da Biodiesel ja nun ein landwirtschaftliches Produkt ist... Ich glaube, das hat noch nie jemand untersucht und da wäre ich auch nie drauf gekommen. Inzwischen ist das Thema Biodiesel aber eh vergessen und es rußt wieder das olle "normal"-Diesel - hust.
-
Ehrlich gesagt, mir (und möglicherweise auch noch vielen anderen Forumsmitgliedern) gehen die periodisch wiederkehrenden, unsäglichen Radioaktivitätsdiskussionen auf den Keks. Wer Angst vor Radioaktivität hat sollte unbedingt mit den Sammeln von Mineralen aufhören.
Wir sind doch hier keine Plattform der Grünen.
Uwe
-
Dass in der Zeit des kalten Krieges ausgerechnet Uran rübergekommen sein soll - hmm glaub ich nicht so recht. Eher war wohl der Preisverfall auf dem Weltmarkt die Ursache, dass sich die Kleinstlagerstätten nicht rentierten.
-
ob ein rohstoff abgebaut wird hängt nicht nur vom marktpreis ab. der kann so hoch sein wie nie und dennoch rentiert sich der abbau auf grund der bindung des rohstoffes nicht usw.
-
ob ein rohstoff abgebaut wird hängt nicht nur vom marktpreis ab. der kann so hoch sein wie nie und dennoch rentiert sich der abbau auf grund der bindung des rohstoffes nicht usw.
Wenn der zu erzielende Gewinn die Förderkosten übersteigt wird abgebaut. Schließlich hat niemand Geld zu verschenken.
Gruß,
Triassammler
-
dem stimme ich definitiv nicht zu. was nützt dir der schönste markpreis und geringe förderkosten wenn du in der aufbereitung so viel energie aufwenden musst um den rohstoff zu bekommen, dass es sich dennoch nicht rechnet.
es gibt z.b. durchaus lagerstätten die sehr reich an bestimmten rohstoffen sind, die dennoch niemand abbaut. nimm einfach mal die methanvorkommen in form der hydrate. sehr viel vorhanden, und wer baut es ab? oder besser, wer kann's denn abbauen?
auf der anderen seite gibt es lagerstätten, deren rohstoff bescheiden gebunden ist, und die aufbereitung das unwirtschaftlich macht.
auch wird nicht alles abgebaut, nur weil der preis hoch ist und die förderkosten gering. sehr oft wird gleiche qualität gewünscht. wer nur das beste abbaut ist schön dumm, weil er den rest später bei fallenden preisen kaum los wird. oder man will den markt nicht überschwemmen um die preise zu ruinieren.
nur weil der preis gerade gut oder schlecht ist, wird nicht gleich die produktion hochgefahren. überlicherweise fährt man mischkalkulationen, die gleiche gewinne garantieren. niemand wird seine ganzen vorkommen und reserven nur wegen steigenden preisen angehen. dir firmen sichern sich im vorfeld claims, die sie erst in 10 jahren abbauen wollen, wenn der aktuelle abbau nichts mehr her gibt.
-
dem stimme ich definitiv nicht zu. was nützt dir der schönste markpreis und geringe förderkosten wenn du in der aufbereitung so viel energie aufwenden musst um den rohstoff zu bekommen, dass es sich dennoch nicht rechnet.
Mea culpa, mit "Förderkosten" meinte ich eigentlich die Gesamtkosten. Prospektion, Erschließung, Förderung, Aufbereitung. Ich hätte "Gestehungskosten" sagen sollen.