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Autor Thema: Radioaktive Mineralien  (Gelesen 48718 mal)

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Offline triassammler

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #45 am: 16 Nov 08, 22:00 »
Auch mit Sport, wenn falsch und übermäßig betrieben, kann man sich krank machen bzw. ernst- und dauerhafte Schäden zuziehen. Von daher ist Respekt vor der richtigen Dosis Sport genauso angebracht wie der vor Radioaktivität  ;)

Gruß,
Triassammler

Offline Tobi

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #46 am: 17 Nov 08, 10:28 »
Sicher sind viele Dinge gefährlich, aber bei manchen sollte man eben schon ein wenig vorsichtiger sein; und auch im Umgang mit radioaktiven Mineralien sollte man den oben erwähnten Respekt mitbringen ...

Offline berthold

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #47 am: 17 Nov 08, 11:09 »
Hallo,

auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt von mehreren Seiten steinigt aber ich möchte dem Eindruck wiedersprechen dass das Radon -dosisabhängig- "gut" wäre. Es gibt nur "böses" Radon. Mir ist es unbegreiflich dass bis heute "Radonbäder", "Radontrink-Kuren", "Radon-Stollen-Sitzungen" usw. jedermann angeboten (und nicht nur in ansonsten aussichtslosen Fällen als Therapie eingesetzt) werden. Freilich ist unbestritten dass bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Rheuma) mit Radon-Anwendungen Besserungen erzielt werden können. Unbestritten ist aber auch dass selbst geringste Radonbelastungen ein höheres Kresbsrisiko mit sich bringt. Das ist etwa so, als wollte man den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Es mag Gründe geben, bei denen man in Abwägung von Wirkung/Nebenwirkung sowas verantworten kann, aber warum sollte sich ein gesunder Mensch freiwillig einer hohen Strahlenbelastung aussetzen?

Gruß
Berthold

Offline caliastos

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #48 am: 17 Nov 08, 16:52 »
mag ja so stimmen, aber was ist mit der natürlichen strahlung? da schnallt doch niemand wie viel er abbekommt und wie die konzentration in räumen steigen kann. solange man keine künstliche dosiserhöhung betreibt ist das egal. so dürfte man nicht mal in bergwerke gehen.

Offline Krizu

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #49 am: 17 Nov 08, 17:43 »
Hallo,

dem Körper ist es egal, woher die ionisierende Strahlung stammt. Es gibt kein Bio- oder Ökosigel bei der Strahlung.

Es gibt drei mögliche Wirkungen bei kleinen Dosen:
- lineare Wirkung
- sublineare Wirkung
- überlineare Wirkung

Bei den Bestrahlungsdosen über die wir reden, handelt es sich um statistische Schäden, also wieviel mehr Krebskranke in Bezug auf die Vergleichsgruppe. Un da liegen kaum gesicherte Daten für den geringen Ddosisbereich vor. Deshalb kann es einfach linear nach unten gehen, die Schäden von geringen Dosen können vielleicht geheilt werden = sublinear oder kleine Dosen richten einen höheren Schaden an, da der Fehler nicht massiv ist und die Zelle nicht repariert wird bzw. stirbt.

Es gibt wohl die A-Regel:
Abschirmung
Abstand
Aktivität verringern usw.


MfG

Frank

Offline joachimotto

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #50 am: 17 Nov 08, 18:39 »
Ist wie mit dem Bergsteigen. Bergsteigen kann tödlich sein, deswegen machens viele nicht. Aber manche machens so gerne, das sie das Risiko auf sich nehmen. Und manchen wohnen in bergigen Gegenden, denen bleibt nichts anderes übrig als oft bergzusteigen (und die können dann meist auch gut damit umgehen).
Ich denke, die Frage wie hoch das Risiko nun ist, ist berechtigt. Aber es gibt leider keine klare Antwort.

Offline berthold

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #51 am: 17 Nov 08, 18:46 »
Hallo,

@caliastos
Zitat
aber was ist mit der natürlichen strahlung? solange man keine künstliche dosiserhöhung betreibt ist das egal. so dürfte man nicht mal in bergwerke gehen.

Die natürliche Strahlung schwankt von Ort zu Ort. Epidemologische Studien sagen dass das Krebsrisiko in Gebieten mit hoher natürlicher Strahlung höher ist. Bautechnisch versucht man das Radon mittels unter dem Keller eingebauter Sperrfolie in Grenzen zu halten. 1) Also, egal ist das wohl nicht. Und zu den Bergwerken: Bei Uran-Bergarbeitern ist Lungenkrebs durch Radon eine anerkannte Berufskrankheit. In den Anfängen des Bergbaus ist sie als Schneeberger Krankheit bekannt geworden und hat praktisch alle Bergleute in der Umgebung von Schneeberg im Erzgebirge getötet. Oder schau Dir mal die Lungenkrebs-Quote der Arbeiter der ehemaligen Grube Hagendorf-Süd an - auch da (im Pegamtit) war es das Radon.

@Frank:
Über welche Dosisbereiche reden wir?

*Im Freien haben wir etwa 15 Bq/m³ Luft,
*Druchschnittliche Luft in Räumen in Deutschland: 59 Bq/m³
*vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit  vorgeschlagener Grenzwert für Luft in Gebäuden: 100 Bq/m³
*EU Planungsrichtwert: 200 Bq/m³
*EU Eingreifrichtwert:  400 Bq/m³
*Eine medizinische Wirkung für Radontherapie wird ab ca. 37.000 Bq/m³ (1 nCi/l) Atemluft erwartet,
*"optimale" medizinische Wirkung bei 3.000.000 Bq/m³ Atemluft.

Und es liegen schon gesicherte Daten im unteren Bereich vor: Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei langjährigem Aufenthalt in Räumen das zusätzliche Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um 10% pro Anstieg der Radonkonzentration um 100 Bq/m³ zunimmt.2)

Wer würde sich -ohne Not- zehn Röntgenaufnahmen der Lunge machen lassen - was etwa der Strahlenbvelastung einer Badeanwendung entspricht 3)? Mit den A-Regeln gebe ich Dir vollkommen Recht (Ergänzung: Auch Abstand nehmen von Radon-Bändern).

Gruß
Berthold

Quellen:
1) http://www.welt.de/wissenschaft/article710055/Unfreiwillig_eingeatmetes_Radon_zweithaeufigster_Grund_fuer_Lungenkrebs.html
2) http://www.bfs.de/bfs/druck/infoblatt/Radon_Haeuser
3) http://www.naanoo.com/blogartikel_4062_56.html

Offline Krizu

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #52 am: 17 Nov 08, 19:20 »

@Frank:
Über welche Dosisbereiche reden wir?


Boah, frag was einfacheres, war damals in der Strahlenschutzschulung. Es ist aber der ganz untere Bereich ;)

MfG

Frank


Offline cmd.powell

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #53 am: 18 Nov 08, 03:29 »
Tja, ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich hoffe an der ganzen Diskussion über radioaktive Minerale und deren Gefahr für Leib und Leben sind derzeit ausschließlich Nichtraucher und Nicht-Trinker beteiligt. Alle anderen sollten sich lieber Gedanken um ihren Zigaretten/Alkohol-Konsum machen, anstatt sich um irgendwelche Radonbelastungen den Kopf zu machen, die durch Kellersohlen sickern. Ich bin der Meinung, neben der einen Sache Radioaktivität gibt es locker noch 1000 bis 10000 wenn nicht gar 100000 Sachen, die einem das große K bescheren können. Ich rauche nicht, ich trinke nicht (also keinen Alkohol), also kann ich mein Krebsrisiko durch meine radioaktiven Minerale schon wieder etwas kompensieren - rein statistsich. Wann ich Krebs bekomme, ist eh eine Frage der Zeit, und ob das dann an der Torbernitstufe im Schrank, dem Dieselmotor auf der Straße oder dem Gammaburst auf der anderen Seite des Universums liegt, ist mir letztlich Wurscht...

P.S.: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität - also jetzt nicht die radio... *lol*)

Offline berthold

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #54 am: 18 Nov 08, 09:30 »
Hallo,

hmm, der Einwand mit dem Zigarettenkonsum ist schon angebracht. Auch da ist es ja wieder die Alpha-Strahlung, vom Polonium ausgehend, ein wesentlicher  Faktor. Die Dosis die ein Raucher da abbekommt liegt in der Größenordnung vergleichbar mit 250 Röntgenaufnahmen pro Jahr 1). Einen Vergleich mit ähnlicher Dosisleistung durch eine 14-tägige Radon-Bäderkur kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Jetzt darf man natürlich die Dosisleistungen der einzelnen Strahlungsquellen nicht getrennt betrachten. Ich sage, die Gafahr liegt in der Summe.  Also, ich stelle mir gerade mal einen rauchenden Bergarbeiter vor, der dann mal eine Radon-Kur macht...

Dass von Sammlermineralien -wenn alles richtig gemacht wird- keine nennenswerte Erhöhung der Dosis ausgeht, da bin ich mir recht sicher.  Zum sicheren Umgang gehört meiner Meinung nach auch, dass man radioaktive Mineralien nicht in Schlafräumen lagert (wegen Staub und Radon, nicht wegen direkter Strahlung).

@cmd.powell: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität. Da ist ein Denkfehler drinnen: Ich vermute Du gehst vom K-40 aus. Das K-40 macht nur 10% der natürlichen Radioaktivität aus (und Deine Frau wird kein Alpha-Strahler sein - und selbst wenn Raucherin, Alpha geht nicht so weit). Und jetzt lasse mal den lungengängigen Staub von Deiner Torbernit-Stufe kommen. 

Gruß
Berthold

Quellen: 1) http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/367/32335/

Offline Stifler

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #55 am: 18 Nov 08, 19:54 »
Wegen dem Staub habe ich meine Stufen in Jousidosen gemacht da kommt jah auch kein Radon frei oder ?

Offline cmd.powell

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #56 am: 19 Nov 08, 03:31 »
Hallo,

hmm, der Einwand mit dem Zigarettenkonsum ist schon angebracht. Auch da ist es ja wieder die Alpha-Strahlung, vom Polonium ausgehend, ein wesentlicher  Faktor. Die Dosis die ein Raucher da abbekommt liegt in der Größenordnung vergleichbar mit 250 Röntgenaufnahmen pro Jahr 1). Einen Vergleich mit ähnlicher Dosisleistung durch eine 14-tägige Radon-Bäderkur kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Jetzt darf man natürlich die Dosisleistungen der einzelnen Strahlungsquellen nicht getrennt betrachten. Ich sage, die Gafahr liegt in der Summe.  Also, ich stelle mir gerade mal einen rauchenden Bergarbeiter vor, der dann mal eine Radon-Kur macht...

Dass von Sammlermineralien -wenn alles richtig gemacht wird- keine nennenswerte Erhöhung der Dosis ausgeht, da bin ich mir recht sicher.  Zum sicheren Umgang gehört meiner Meinung nach auch, dass man radioaktive Mineralien nicht in Schlafräumen lagert (wegen Staub und Radon, nicht wegen direkter Strahlung).

@cmd.powell: Nachweislich ist die radioaktive Belastung an meiner Schlafstätte durch die Torbernitstufe in der Vitrine (ca. 4 m entfernt) geringer als die durch meine Frau (ca. 0 - 0,5 m entfernt - je nach Aktivität. Da ist ein Denkfehler drinnen: Ich vermute Du gehst vom K-40 aus. Das K-40 macht nur 10% der natürlichen Radioaktivität aus (und Deine Frau wird kein Alpha-Strahler sein - und selbst wenn Raucherin, Alpha geht nicht so weit). Und jetzt lasse mal den lungengängigen Staub von Deiner Torbernit-Stufe kommen. 

Gruß
Berthold

Quellen: 1) http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/367/32335/

1.: Als Raucher sollte man sich weniger Gedanken um das Polonium als vielmehr um das Rauchen selber machen. Hallo: Zigarettenrauch ist giftig. Das da wat strahlt, ist irrelevant. Das Nicotin von zehn Zigaretten konzentriert mit einem Male aufgenommen haut einen normalen erwachsenen Menschen für immer aus den Wanderstiefeln. Und nicht, weil Nicotin bevorzugt aus C14 aufgebaut ist. Es gibt auch noch andere schädliche Stoffe als Radioaktivität - und das ist es, was ich in meinem vorherigen Post gemeint hatte.

2.: In meinem Torbernitstufe/Frau-Vergleich ist kein Fehler drin. Ist doch völlig latte, was da strahlt, entscheidend ist einzig und allein die Dosisleistung, welche Du abbekommst. So, meine Torbernitstufe steht (und staubt dabei nicht) in der Vitrine friedlich vor sich hin. Durch das Glas und die Entfernung ist die Dosisleistung dieser Stufe nunmal deutlich geringer als die, welche von meiner Frau (übrigens auch Deiner, sofern Du eine hast) ausgeht. Zudem liegt sie locker mal acht Stunden neben mir, die Torbernitstufe sehe ich mir alle paar Wochen für wenige Sekunden bis Minuten mal an.

Irgendwie nerven mich Leute, die wegen jedem kleinen Knack im Geigerzähler gleich in Panik verfallen, aber sonst Qualmen wie ein Vulkan oder sich mit harten Sachen zudröhnen. Nebenbei schnüffeln sie dann noch z.B. bei Lackieren ohne Maske Lösemitteldämpfe weg oder lassen gerne mal den Motor laufen - wie hohl ist das den bitte. Das erinnert mich jetzt stark an die Idiotie, welche um die Cassini-Raumsonde entbrannte: Nur weil das zwei Radionukleidbatterien mit zugegeben sehr giftigen (und ja, auch radioaktiven) Plutonium dran hingen, wollten doch tatsächlich Menschen den Start der Sonde verhinder. Weil ja wenn die Sonde ausversehen abstürzt würden ja alle Menschen auf der Erde verstrahlt - klar, von dreizig Kilo Plutonium. In den fünfzier und sechziger Jahren wurden bei den oberirdischen Atomtests ein bisserl mehr als dreizig Kilo Plutonium in die Atmosphäre geblasen und wir leben immer noch... Was für ein wahnsinns Aufriss, nur weil da ein bisserl Plutonium an Bord war. Und was ist passiert: Nichts. Und was wäre passiert, wenn was passiert wäre: Auch nichts ! Mööp. Wie schon gesagt: ES GIBT AUCH NOCH ANDERE SCHÄDLICHE DINGE IN UNSERER WELT, NICHT NUR DIE RADIOATIVITÄT !!! Ein vernünftiger und bewuster Umgang ist hier angesagt und nicht irgendwelche übertriebene Panikmache. Der menschliche Körper hat eine natürliche Toleranz gegenüber radioaktive Strahlung. In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können. Wäre dem nicht so, würden wir alle kurz nach der Geburt an Krebs sterben ! Also: Don't panik !

Offline berthold

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #57 am: 19 Nov 08, 09:20 »
Hallo cmd.powell,

in vielen Punkten stimme ich Dir zu, ich möchte keineswegs Panik machen, ich sammel selbst radioaktive Mineralien, nur (etwas OT):

Zitat
Das da wat strahlt, ist irrelevant.


*Tabak ist als die weltweit größte Quelle krebserzeugender ionisierender Strahlung zu bezeichnen. Insbesondere dem Radionuklid Polonium-210 im Zigarettenrauch, von dem 99% der Alphastrahlung ausgeht, kommt eine starke karzinogene Wirkung zu. 1)
*Polonium-210 ist der einzige Bestandteil des Zigarettenrauches, der bei Inhalation von Versuchstieren selbstständig Krebs verursacht hat - Tumore entstehen bereits bei fünf mal geringeren Poloniumgehalten als bei denen eines durchschnittlich schweren Rauchers. 2)
*Trotz seiner Anhäufung im Lungengewebe gelangt das lösliche Polonium-210 auch durch den Körper in jedes Gewebe und jede Zelle. Polonium kann im Blut und Urin von Rauchern nachgewiesen werden. Die im Körper verteilte radioaktive Substanz verursacht genetische Schäden, Leukämie, Leber- und Blasenkrebs, Magengeschwüre und Herzgefäß-Krankheiten. Eine Menge von 0,1 Mikrogramm reinen Poloniums genügt, um einen Menschen zu töten. 3)

Sicher, im Zigarettenrauch sind ca. 4000 Substanzen, viele davon giftig, nur die Strahlung ist keineswegs irrelevant sondern DER Grund für Raucherkrebs.

Zitat
So, meine Torbernitstufe steht (und staubt dabei nicht) in der Vitrine friedlich vor sich hin.
Im Wohnraumklima zerfällt Torbernit unter Kristallwasserverlust unweigerlich zu Metatorbernit. Krisalle werden dabei trübe und matt, was von Mikrorissen aufgrund innerer Spannungen herrührt. Der Schritt zum Staub ist da nicht mehr weit. Schon mal gesehen, dass z.B. Uranocircitstufen nach einiger Zeit in einem fluoreszierenden Staub stehen (leicht zu sehen in schwarzer Platikbox, luftdicht abgeschlossen)? So einfach ins Regal / Vitrine (staubdichte Vitrine ist auch nur staubdicht, wenn man sie nie aufmacht) würde ich eine Uranglimmerstufe nicht stellen...

Zitat
In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können.
ja, deswegen müssen wir sehen, dass es bei geringen Mengen bleibt.

Gruß
Berthold

Quellen:
1) http://www.nibis.de/nli1/besmart/materialien/wissen/medizinischegrundlagen.htm
2) http://www.lenntech.com/deutsch/Data-PSE/Po.htm
3) http://www.aktiv-rauchfrei.de/article.php?id=996

Offline Krizu

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #58 am: 19 Nov 08, 10:30 »
Der menschliche Körper hat eine natürliche Toleranz gegenüber radioaktive Strahlung. In geringen Mengen entstehen auch nur geringe Schäden an den Zellen, welche durchaus repariert werden können. Wäre dem nicht so, würden wir alle kurz nach der Geburt an Krebs sterben ! Also: Don't panik !

Hallo,

da kann ich Dir leider nicht beistimmen. Ob die geringen Dosen wirklich nicht schaden oder besonders schädlich sind ist meines Wissens nicht klar.

Den Reparaturmechnismus der Zellen kenne ich wohl, aber die Effizienz und die Fehlerfreiheit der Reparatur ist auch nicht klar, meine ich.

MfG

Frank

Offline Stifler

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Re: Radioaktive Mineralien
« Antwort #59 am: 19 Nov 08, 10:42 »
aber ich weiß jetzt immernoch nicht ob eine Jousidose Radon dicht ist