Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Veranstaltungen - Termine / Events - appointments => Thema gestartet von: grauerstar am 07 Apr 08, 08:31
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Hallo!
Ich möchte hier mal eine kurze Kritik zu einer Mineralienbörse schreiben, die ich am Sonntag besucht habe. Es sind die "Int. Schmuck- und Mineralientage" in Linz/Ö. Ich war vor zwei Jahren bereits dort und fand das Angebot damals in Ordnung. Gestern hingegen war ich sehr enttäuscht. Das Wort "Mineralien" sollte m.M.n. aus dem Namen gestrichen werden. Mehr als 90% des Angebots waren Schmuck- und Esoterikartikel. Wenn Stufen vorhanden waren, so sind dies meist Allerweltsminerale gewesen, und diese nicht mal in einer guten Ausbildeung (indische Zeolite, Ametyste aus Südamerika usw.). Nur drei Händler (Sammler) konnte ich ausmachen, die wirklich ein Mineralienangebot hatten. Leider waren diese unzufrieden, einer will im nächsten Jahr nicht mehr antreten.
plus: - kein Eintritt
- internationale Aussteller (wie im Namen angekündigt)
- große Auswahl an Schmuck (wie im Namen angekündigt)
minus: - kein wirkliches Angebot an Mineralien
- viel Ramsch, der nix mit Mineralien/ Schmuck zu tun hatte (Seidentücher, Kinderbücher etc.)
- einige behandelte Mineralien, die natürlich nicht als solche deklariert wurden (gebrannter Citrin, bestrahlter RQ)
Fazit: wer nicht erwartet Stufen für die Sammlung zu finden, der wird nicht enttäuscht sein. Sonst, naja, hat es wenigstens nix gekostet :)
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Hallo grauerstar,
so ähnlich ist es auch in Berlin bei der Börse unterm Funkturm. Auch nur sehr wenig Händler die auch gutes Sammlermaterial haben zu vernünftigen Preisen. Ansonsten viel Schmuckkram und Sachen die eigentlich niemand braucht. Einige sind dann noch aus frenen Landen mit den "Topstufen" zu "Toppreisen".
Gruß
Kater
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hallo,
eine schlimme entwicklung, die sich auf allen (!) börsen immer mehr abzeichnet.
haldenschreck
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Hallo,
die Frage ist doch, wo soll die ganze Sache hinführen? Zum einen kann man natürlich sagen, selbst sameln. Nur ist dies für den ein oder anderen aus den verschiedensten Gründen nicht imer möglich. Oder man hat eben das "Glück" zwei, drei Händler zu kennen die noch zu halbwegs vernünftigen Preisen Mineralien anbieten.
Gruß
Kater
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Hallo Grauerstar,
ich besuche in Österreich nur mehr folgende Ausstellungen:
Wiener Stadthalle 2x/Jahr
Intermineralia Baden 2x/Jahr
Besonders kann ich dir die Ausstellung in Korneuburg empfehlen. Klein aber Fein!!! Aussteller sind meist österr. Sammler, die auch bereit sind über aktuelle Fundorte zu sprechen. Das Fachsimpeln macht dort wirklich Spaß.
Die von dir angeführte int. Schmuck und Mineralienmesse besuche ich schon seit ca. 2 Jahren nicht mehr. Die Ausstellung findet alle 1-2 Wochen an einem andern Ort in Österreich statt. Dort wird nur mehr Ramsch angeboten >:( :'(
Andere Ausstellungen wie z.B.: Bramberg kenne ich leider noch nicht
Gruß
Michael
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Hallo,
die Bramberger Börse kann ich nur empfehlen, ich war mal während meines Urlaubs dort. Eine reine Sammlerbörse und ausschließlich Material alpiner Fundpunkte. Nach der Börse lohnt sich dann noch ein Besuch im Museum Bramberg, top!!
Ich besuche nur noch reine Sammlerbörsen, die meist von Vereinen organisiert werden, die achten immer darauf das ein gesundes Verhältnis von Sammlern und Händlern gewahrt wird und vor allem kein Müll und Kram angeboten wird, alles andere ist rein kommerzorientiert und sammlerfeindlich! Nur um mir tolle Mineralien anzusehen die ich mir ohnehin nicht leisten kann brauche ich nicht nach München oder sonst wohin zu fahren, da kann ich auch in eines der diversen und sehr guten Mineralogischen Museen gehen!
Gruß Jürgen
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Hallo!
eine schlimme entwicklung, die sich auf allen (!) börsen immer mehr abzeichnet.
das stimmt nicht ganz , es gibt noch einige wenige Sammlerbörsen wie die in Bonn-Dottendorf oder in Oberursel , zu letzterer sind als Austeller nur Sammler zugelassen und es gibt keinen Ramsch , Esoterik oder sonst so´n Kram, nur Mineralien & Fossilien von Sammler für Sammler.
Gruß
TK
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Oder man hat eben das "Glück" zwei, drei Händler zu kennen die noch zu halbwegs vernünftigen Preisen Mineralien anbieten.
hallo,
meine erfahrung: wenn man schon nicht selbst sammeln kann, dann nicht beim händler kaufen, sondern bei einem sammler und/oder strahler (strahler sind für mich keine händler!) dort ist das preis-leistungsverhältnis ordentlich. auf den meisten börsen findet man kaum sammler.
haldenschreck
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hallo,
ich kenne die börsen bei Euch leider nicht. von der namensgebung her sollte einem aber einleuchten, das man mit einem grossen schmucksortiment bei einer Int. Schmuck - und Mineralienbörse zu rechnen hat, zumal das wort schmuck vor mineralien (namensbezeichnend) steht.
die allgemeine problematik mit dem vielen schmuck auf den mineralienbörsen ist ja allen bekannt und oft diskutiert. den veranstaltern scheint das egal zu sein, hauptsache die kriegen ihre hallen vermietet.
grüsse
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Hallo
Zu diesem Thema hab ich schon mit vielen Vereinsvorsitzenden geredet und fast immer zur Antwort bekommen,
eine Börse muß für den Verein möglichst viel Geld bringen.
also möglichst groß und viele Aussteller.
Wenn sich die Vereine mal auf ihre Aufgaben besinnen würden könnten auch wieder mehrere Vereinsbörsen
stattfinden, wie in Traunstein wo nur Sammler aus dem Verein ausstellen und für 20 Euro den
Meter einen Stand bekommen.
Damit sind für Sammler die Unkosten nicht so groß und man kann auch billiger verkaufen.
Allerdings gibts halt dann für die Frauen auch nicht so viel zu schauen, da der Schmuck komplett fehlt.
Dafür wird halt aber dann für die Kinder auch mal wieder eine Kleinigkeit gekauft und das ist halt dann eben
ein Mineral und nicht irgend ein Plastiktier oder Kaugummis oder so was.
Allerdings springt halt für den Verein dabei nicht so viel raus, grad halt daß die Unkosten gedeckt sind.
Aber muß ein Verein den immer großen Gewinn machen???
Für was denn ??
Alles eine Nummer kleiner und ein bißchen zu den Anfängen zurückbesinnen wäre da manchmal schon gut !
Glaub ich wenigstens !
Loismin
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Wenn ich mich nicht verzählt habe, war das in Linz eine der 36 (in Worten: sechsunddreißig) zweitägigen Veranstaltungen, die Hr. Zanaschka dieses Jahr veranstaltet.
Wenn wundert da noch das Angebot, wenn bekannt ist, dass durchwegs die gleichen Aussteller mit dabei sind.
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Wenn ich mich nicht verzählt habe, war das in Linz eine der 36 (in Worten: sechsunddreißig) zweitägigen Veranstaltungen, die Hr. Zanaschka dieses Jahr veranstaltet.
Genau diesen Veranstalter habe ich in meinem Beitrag gemeint. Habe mir nur erspart den Namen zu nennen.
Gruß
Michael
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Ach ja, dieses Thema spricht mir aus dem Herzen. Ich war am Sonntag auf der - sonst immer von mir gelobten - Börse in Lollar und war entsetzt, wie schlecht das Angebot dort war! Das war das erste, wirklich das allererste Mal in meinem Leben, dass ich von einer Mineralienbörse nach Hause gekommen bin, ohne auch nur ein einziges Stück gekauft zu haben!
Problem 1: Das selbe Lied wie immer, es gibt immer mehr Esoterik- und Schmuckartikel, aber immer weniger Mineralien.
Problem 2: Für den "normalen" Sammler wie mich, der zwar einen gewissen Anspruch hat, aber das Geld nicht zum Fressen hat, gab es so gut wie nichts! Entweder gab es 08/15-Sachen für Kinder oder Anfänger, sprich Amethystdrusen und Bergkristalle aus Brasilien für 5 Euro, oder dann gleich Superstufen von über 300 Euro oder so, dazwischen nichts! Die letzten Jahre gab es immer ein Angebot aus tollen Calciten und Fluoriten aus dem In- und Ausland, das hatte sich jetzt komplett erledigt. Entweder Schrott oder Museumsstufen, aber nichts für das durchschnittliche Budget. Einfach nur armselig, wie mies selbst die eigentlich guten Börsen mittlerweile geworden sind.
Gruß
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hallo,
denken wir diese problematik einmal brutal (und überzogen) weiter: sammelverbote in steinbrüchen, bergwerkshalden unter naturschutz, auf börsen nichts gescheites mehr, bei ebay o.ä. ist auch nicht das prickelnde, fernreisen teuer, geerbte sammlungen ohne fundortzettel ....
woher also die objekte der begierde zukünftig hernehmen? ob ich mit diesem hobby noch in die rentenzeit komme? momentan stapeln sich in meiner garage material aus fast 10 jahren sammlertätigkeit ... entweder ich strecke das material oder ich suche mir ein anderes hobby... ::) :D
haldenschreck
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hallo, denken wir diese problematik einmal brutal (und überzogen) weiter: sammelverbote in steinbrüchen, bergwerkshalden unter naturschutz, auf börsen nichts gescheites mehr, bei ebay o.ä. ist auch nicht das prickelnde, fernreisen teuer, geerbte sammlungen ohne fundortzettel ....
Das erklärt aber nicht, warum es - selbst auf einer kleinen Börse wie in Lollar - Superstufen gibt. Dort hatten diverse Händler Sachen, um die sich manches Museum reißen würde, z.B. Top-Calcite aus der Elmwood Mine, eine 30 cm große Stufe Fluorit aus der Rogerley Mine, Fluorite mit 12 cm Kantenlänge aus der Grube Clara, eine fußballgroße Stufe perfekter Aquamarine aus Pakistan usw. - doch auf diesen Sachen werden die meisten sitzen geblieben sein, denn der durchschnittliche Börsenbesucher zieht nicht einfach mal so 850 Euro aus der Tasche, um sich ein solches Museumsstück zu krallen. Tja, als Sammler internationaler Mineralien von Qualität kann man entweder im Lotto gewinnen oder es vergessen, das Angebot wird immer mieser. Komisch, früher ging das, ich hab mir selbst bei meinem relativ geringen Budget als Schüler, Zivi oder eben jetzt als Student immer ein paar nette Stufen auf Börsen holen können, die bezahlbar und dennoch was für's Auge waren. Jetzt bleibt nur noch die Wahl zwischen Anfänger- und Museumsstücken ...
Gruß
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hallo,
nun muss man unterscheiden zwischen "eyecatchern", die zum kaufen des materials aus dem restlichen angebot animieren sollen, und ernsthaften verkaufsabsichten für die super-stufen. ich denke, es ist - von der händlerseite aus gesehen - naiv zu denken, man könne auf börsen in der 3. reihe (nicht abwertend) solche super-stufen verkaufen. ich würde es nicht tun; erstklassige exponate werden privat gekauft und nicht auf öffentlichen börsen.
ich kenne lollar nicht; gerne lasse ich mich des besseren belehren.
haldenschreck
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Hallo!
In den letzten Beiträgen kristallisiert sich eine Beobachtung heraus, die ich auch gemacht habe. Die "Mittelklasse" der Mineralien fehlt. Man bekommt schnell mal Stufen bis 20 Euro (die entsprechend aussehen) oder dann gleich wieder im 3-stelligen Bereich. Ordentliche Stufen dazwischen fehlen oft oder sind überteuerte Stufen mieser Qualität. M.M.n. liegt das daran, dass immer mehr Händler die Börsen besuchen. Diese haben natürlich das Ziel der Profitmaximierung im Sinn. Und der lässt sich einerseits erreichen, indem man viele Stufen geringer Qualität einkauft (oft auch hinterher geworfen bekommt) und diese über die Anzahl verkauft oder wenige Stufen hoher Qualität (bei Sammlungskäufen sicher preiswert) über den Preis. Dazwischen gibt es für den Händler offenbar nicht viel zu holen. Wie seht ihr das? Ich stelle hier nur Überlegungen an, die sich aus den Gesetzen der Wirtschaft und den Beobachtungen auf den Börsen zusammensetzen.
Ausnahme: Berufsstrahler. Diese Menschen müssen von ihren Funden leben und gehen ein ganz anderes Risiko ein als ein Händler. Dessen Risiko ist es nur, mal zu spät zu kommen und nicht die Sammlung oder die Stufen zu bekommen, die er gern hätte. Deshalb sehe ich die Preise der Strahler verbunden mit den Schuftereien, den erfolglosen Tagen usw.
Grüße,
Robert
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Na, da haben wir schon oft drüber geschrieben (geredet). Ich selbst kaufe schon mal kleinere Sammlungen auf um die besten Stücke für meine Sammlung zu behalten und mit den anderen Stücken versuche ich mein Geld wieder zu bekommen. Dies wird aber immer schwieriger, da ich halt eben um ein Stück überhaupt zu bekommen dann schon mal 20 und mehr Stufen kaufen muss. Und oft genug ist dann auch der Preis immer noch so hoch dass es schwierig wird die anderen Stücke an den Mann zu bringen. Und ich bin kein professioneller Händler der jeden oder jeden zweiten Sonntag irgendwo auf einer Börse anzutreffen ist. Meistens verkaufe ich die Stücke Zuhause. Viele bekannte Sammler kommen zu mir oder fragen regelmäßig an ob ich etwas neues habe. Aber insgesamt wird es immer schwieriger.
Vor einigen Jahren wollte ich eine Sammmlerbörse, nur Mineralien und Fossilien mit Sammlern und Händler organisieren. Ich habe keine 35 Tische voll bekommen und die Börse abgesagt. Mit Schmuck und anderem Kram wäre es ein leichtes gewesen noch mehr Tische aufzustellen.
Und sehr viele mir bekannte Sammler, sammeln nur noch qualitativ hochwertige Stücke und geben auch entsprechendes Geld aus. Die kaufen dann durchaus nur zwei Stücke im Jahr, aber das sind so weit es ihr Geldbeutel zulässt dann Kracher für deren Sammlung. Und darauf reagieren natürlich auch die Händler und versuchen entsprechendes Material anzubieten.
Und ihr könnt mir glauben, es gibt genügend Sammler die Stücke ab 500 Euro aufwärts kaufen. Ich würde sogar behaupten, dass es in der noch höheren Preisklasse mehr Interessenten gibt wie man Stücke bekommt.
Gruß loaprit
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Tja, ist meiner Meinung nach schade, dass es jetzt nur noch entweder für blutjunge Anfänger oder für steinreiche Leute was zu holen gibt. Ein paar wenige Dinge gab es in Lollar zwar schon, bei denen ich am Überlegen war, ob ich sie mitnehme (Granat aus Österreich, Fluorit aus Wölsendorf und aus Sachsen, Rauchquarz aus der Schweiz), aber die habe ich entweder schon oder sie haben mich dann doch nicht überzeugt. Ich hatte dann ein paar nette Fluorite entdeckt, die ich schon lange suche (Rogerley Mine, Blanchard Mine), aber beim Blick auf das Preisschild hab ich mir's dann doch noch mal anders überlegt. Und als ich dann sah, dass eine winzig kleine pakistanische Aquamarinstufe mit einem einzigen, leicht verwitterten und komplett farblosen Kristall 80 Euro kosten soll, hab ich mir den Blick auf das Preisschild der darüber stehenden, riesigen Topstufe voller blauer Kristalle erspart. Als dickes Trostpflaster habe ich dafür noch am selben Tag eine handvoll guter Stufen aus der Sammlung meines Onkels bekommen und nichts weiter bezahlt als das Spritgeld, um zu ihm zu fahren ;D
Aber krass finde ich, dass sich das innerhalb eines Jahres so stark geändert hat. 2007 konnte ich in Lollar sehr zufrieden nach Hause gehen, hatte tolle Dinge bekommen, die ich mir auch leisten konnte (Calcit aus der Sweetwater Mine, Fluorit von Cave-In-Rock, Wulfenit aus Los Lamentos) - alles Sammlerstücke in guter Qualität und zu tollen Preisen. Auch 2006 verlief so. Aber diesmal war ich irgendwie falsch am Platz. Für meinen Onkel als Heilstein-Fan und für meine Freundin als Fossiliensammlerin und Mineralienanfängerin hat es sich gelohnt, die haben sich dort wohl gefühlt und natürlich auch genügend für sich entdeckt, ich hingegen konnte meinen Frust kaum verbergen, dass mehrere Wochen Vorfreude vollkommen umsonst waren.
Normalerweise hätte ich auch Vorfreude auf die Marburger Börse im Herbst, doch da ich da 2006 zum letzten Mal war, will ich gar nicht wissen, wie schlecht das Angebot dort sein wird ...
Gruß
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Ja im Ruhrgebiet sieht es ebenso düster aus. Die wie ich sie nenne "Alten Hasen" kommen schon lange nicht mehr.
Das waren die Sammler, die ihr überschüssiges Material für ein Appel und ein Ei verkauft haben. Tolle Sachen zu fantastischen Preisen. Um die Standgebür zu sparen setzten sie sich manchmal mit einem Gartentisch einfach an einen Stand mit dran. Ich gehe mal davon aus das es abgesprochen war ;)
Leider nennen sich diese Börsen bzw. steht auf dem Plakaten nach wie vor Mineralien & Fossilienbörse mit max. 25% Schmuck.
Nach meiner Einschätzung waren es dann 90% Schmuck. :(
Ich könnte mir aber aufgrund der Geschwindigkeit dieser Entwicklung und dem Unmut zahlreicher Sammler vorstellen das es in Zukunft eine neue Art von Börsen geben kann. Es werden dann vermutlich weniger Börsen stattfinden die aber durch ihre Qualität überzeugen können.
Gruß
René
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Naja - Mineralien vom Sammler auf der Börse für ´nen Appel und ein Ei verlangt wohl auch keiner;
und das meint der Klinoklas wohl auch nicht so ...
der Preis muss halt fair sein damit Käufer und Verkäufer zufrieden sein können; wenn diese Leute
nichts rausholen dann kommen Sie nämlich nicht wieder ...Ich verstehe wenn man bei einem 500 €
Stück feilscht (da bleibt immer noch genug übrig) aber bei jedem 10 oder 20 € Stück ewig wegen
dem Preis rumzumachen (wie oft erlebt) da braucht man sich dann nicht zu wundern wenn man auf
den Börsen keine verkaufende Sammler mehr findet .....
Zuletzt habe ich auf der Salzburger Börse drei Besucher maulen hören weil für ein nettes alpines
MM - Anatas-Stüfchen vom Sonnblick, Rauris 7,50 € verlangt wurden - Hallo ?
Um 4-5 Uhr aufstehen, stundenlanger Aufstieg, stundenlange Suche (meist erfolglos), bei Fund
noch die Arbeit am Fels und den Fund stundenlang runtertragen. Dann kommt das Reinigen, literweise
destilliertes Wasser verbrauchen , Oxalsäure - immer wieder abspritzen und neu wässern und
schließlich dann noch in eine Dose verbringen, kitten und anständig beschriften und auf der Börse
anbieten - wer dann noch 2,50 € für den Anatas verlangt der hat doch genau so einen an der Waffel,
wie derjenige der das selbe Material für 25 € oder mehr anbietet (gib es auch).
"Gute Ware" hat seinen Preis aber der Rahmen muss schon gewahrt bleiben !
Ich habe mehrere Jahre Börsenpause gemacht und war dann um so mehr erschrocken als ich die
Veränderungen (vor allem im Angebot) gesehen habe. Aber dann habe ich doch noch vernünftige
und mehr als empfehlenswerte Vereinsbörsen gefunden: Rosenheim, Traunstein und auch Salzburg
Glück Auf Anatas
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Naja - Mineralien vom Sammler auf der Börse für ´nen Appel und ein Ei verlangt wohl auch keiner;
und das meint der Klinoklas wohl auch nicht so ...
Etwas sallop ausgedrückt war es schon, aber in meinem Beispiel ging es eben um genau
diese Sammler die aus ihrem fast unerschöpflichen durch jahrelanges Suchen entstandenen
Vorrat an Mineralien etwas zu wirklich fairen Preisen abgeben und weitestestgehend wegen dem Flair
auf Börsen standen. (Quatschen, fachsimpeln, tauschen usw.)
Genau diese Sammler sind praktisch komplett weg auf den hiesigen Börsen und damit auch die Qualität.
Das finde ich sehr schade, kann es aber verstehen. Die Standgebühren usw sind einfach nicht mehr tragbar,
Gruß
René
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Natürlich ist es für die Leute, aufgrund so mancher Mühen und auch aufgrund der Standmieten nicht möglich, ihre Ware für'n Appel und 'n Ei rauszuschmeißen, zumal sie ja auch Gewinn machen wollen. Aber genauso finde ich es unfassbar und unverschämt, wenn ein solcher Wucher betrieben wird. Irgendwann sind wir soweit, dass auf deutschen Börsen die Preise amerikanischer Händler gelten und man für einen handgroßen Coelestin aus Madagaskar 200 Euro hinblättern muss. Ich warte jetzt noch mal die Marburger Börse im Herbst ab und wenn es dort auch wieder so ausschaut, dann hab ich erstmal die Schnauze voll, meine Vitrine kann auch gut 'ne Weile ohne Nachwuchs auskommen. Die einzige Möglichkeit, Wucherpreisen entgegenzutreten (das gilt für jedes Segment und nicht nur für Mineralien, versteht sich), ist ein knallharter Boykott. Wer auf seinen Sachen sitzenbleibt, der wird irgendwann unweigerlich die Preise senken.
Naja, die Schenkungen aus der Sammlung meines Onkels (der seine Liebe zu Heilsteinen immer mehr auslebt und seine teilweise wertvollen Sammlermineralien ausmistet), inklusive einer tollen Stufe Amazonit aus Colorado, haben mir ja den doofen Börsensonntag noch gerettet ... ;D
Gruß
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@ Anatas
... ...Ich verstehe wenn man bei einem 500 €
Stück feilscht (da bleibt immer noch genug übrig) aber bei jedem 10 oder 20 € Stück ewig wegen
dem Preis rumzumachen (wie oft erlebt) da braucht man sich dann nicht zu wundern wenn man auf
den Börsen keine verkaufende Sammler mehr findet .....
Wie kommt ihr nur so pauschal auf die Idee, dass man an einem Teil das 500 Euro kostet genug verdient hat.
Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die Gewinnspanne bei genau den Teilen wie Du schreibst (10 oder 20 Euro) wesentlich höher liegt als bei hochpreisigen Stücken.
Ein Teil das ich für 5 Euro einkaufe, kann ich meistens locker und schnell für 15 und mehr verkaufen und das Teil für 300 kann ich sicherlich nicht für 900 verkaufen. Auch verkaufen sich die Stücke zwischen 10-20 Euro wesentlich schneller, so dass man dort über die Menge der verkauften Stücke wesentlich mehr einnimmt und der Gewinn entsprechend höher ist.
Oder glaubt Du dass man die Teile die 500 kosten sollen für 50 irgendwo einkaufen kann. Das mag eventuell mal vorkommen, aber normalerweise ist das nicht der Fall.
Gruß loparit
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@ Anatas
... ...Ich verstehe wenn man bei einem 500 €
Stück feilscht (da bleibt immer noch genug übrig) aber bei jedem 10 oder 20 € Stück ewig wegen
dem Preis rumzumachen (wie oft erlebt) da braucht man sich dann nicht zu wundern wenn man auf
den Börsen keine verkaufende Sammler mehr findet .....
Wie kommt ihr nur so pauschal auf die Idee, dass man an einem Teil das 500 Euro kostet genug verdient hat.
Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die Gewinnspanne bei genau den Teilen wie Du schreibst (10 oder 20 Euro) wesentlich höher liegt als bei hochpreisigen Stücken.
Gruß loparit
@ loparit:
weil ich ganz eindeutig von selbst sammelnden Verkäufern schreibe und nicht von Händlern die eine Einkaufspreis haben,
Gewerbe betreiben und Steuern zahlen und bestimmt Gewinnspannen benötigen um Ihr Geschäft zu erhalten - so einfach ist das.
Grüße Anatas
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Hallo,
vor Jahren habe ich auch selbstgesammelte Mineralien und Fossilien auf einer Börse verkauft (3 * hintereinander).
Es war so ätzend: Sehr wenige Käufer hatten überhaupt Interesse an meinen Sachen und die Standgebühren + Fahrzeit + Sprit haben fast alles aufgefressen.
Für mich ein Fazit. Nie wieder verkaufen.
Ich hatte auch mal dann einen Test gemacht: Eine Top-Calcitstufe, wie sie etwa um 40 € kosten würde, mit einem € ausgezeichnet.
Fazit: Kein Käufer.
Nein, wirklich nie wieder.