Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: loewe-tiger am 28 Feb 09, 10:12
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Hallo zusammen,
erst einmal Danke, dass es so ein Forum gibt.
Ich habe den Auftrag, für meine Omi, die Mineraliensammlung meines Opas mal schätzen zu lassen, bevor sie diese ans Museum weitergibt.
Es ist keine Große Sammlung, nur ca. 30 Exemplare, teilweise sehr schöne Steine ( für mich als Laie) und damit sie nicht "übers Ohr" gehauen wird, wüsste sie schon gerne im Vorfeld, was die Steine wert sind.
Wo oder wie kann ich dies am besten bewerkstelligen? Ohne großen Aufwand und Kosten?
Bin für jeden Tipp dankbar.
alles Gute und Glück auf.
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hallo,
erstmal willkommen im forum....
also mach erst mal ne liste, mit dem was da ist, und vieleicht nen paar fotos......dann sollte man noch wissen woher das material ist, vieleicht ist ja nen regionalsammer hier vertreten der dir dann bestimmt weiterhilft.....
gretinx chris
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Danke für die Antwort.
Die Sammlung steht in Bochum.
Was sie genau enthält muß ich klären. Ich hoffe, diese Liste bald zu haben.
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Nachfrage: Bezahlt ein Museum denn überhaupt etwas für eine Sammlung?
Ich dachte, man stellt zwar was aus, aber unter dem Namen: Leihgabe
Dass die heutzutage noch zukaufen wusste ich nicht..
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Hmm, so notorisch Pleite wie Museen heute sind glaub ich auch nicht so richtig das da noch Geld fließen wird, wenn die Steine aber schön sind wird sich ein Museum sicher freuen...
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Die Idee mit dem Museum kannst Du vergessen, falls es sich bei der erwähnten Sammlung nicht um eine spezielle, gute Lokalsammlung handelt. Die Depots der meisten naturkundlichen Museen sind bis zum Rand gefüllt. B
Bei aller Bewunderung für die Sammlung des Opas in Deiner Familie, sollten allerdings die Erwartungen auch beim freien Verkauf nicht allzu hoch eingeschätzt werden. Ich habe mal gehört (und das scheint mir plausibel), daß eine Sammlung soviel wert ist wie die 3 besten Stücke daraus. Wenn es sich um alte deutsche Stufen von bekannten und erloschenen Fundorten handelt, dann ist ein Verkauf bestimmt lohnend. Souvenierminerale aus aller Welt werden allerdings kaum Interessenten finden. Die kann man nur verschenken oder auf den Flohmarkt bringen.
Also stelle mal eine Liste - natürlich mit Fundorten - ins Forum. Das wäre der erste Schritt einer Vermarktung. Ansonsten kannst Du die Sammlung ja einem Mineralienhändler anbieten, der diese in Kommission nimmt.
Gruß
Uwe
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daß eine Sammlung soviel wert ist wie die 3 besten Stücke daraus.
naja, das ist eher das eitle, elitäre getue derer, die geld mit dem kauf von sammlungen verdienen wollen. sammlungen komplett zu verkaufen bringt daher kaum was ein. da kann man sie genauso gut verschenken und verdirbt den ausnutzenden händlern so wenigstens das geschäft. der spruch ist auch blödsinn. die besten 3 stücke einer sammlung zusammen. naja, dann dann hat man eben 300 sammlungen zu je 3 stücken anzubieten. fürht das ganze schon ins lächerliche.
wenn man teilweise mitbekommt wie billig gute sammlungen abgekauft werden, nur um dann mit dem einzelverkauf ein vielfaches wieder zu verdienen, dann ist das schlicht eine frechheit. dann lieber kostenlos an museen, die stücke evtl. irgendwann mal ausstellen oder eben verschenken. wenn die sammlung geld bringen soll, dann eben einzeln verkaufen. bringt allemal mehr.
mn muß nur mal einem laden stücke anbieten, die auch gekauft werden. eigene preisvorstellungen bei verkauf kann man mal vergessen. man bekommt nur ein bruchteil, sieht das stück aber dann zum doppelten des eigenen wunschpreises im verkauf stehen.
irgendwie muß man wenigstens versuchen dem beschiß da entgegenzuwirken.
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Tja lieber caliastos - das mag zwar für Dich ärgerlich sein, aber die Preise auf den Mineralienmarkt sind kein "Beschiß" sondern so ist eben das Spiel von Angebot und Nachfrage. Sammlungen ohne einige highlights sind unverkäuflich - auch ein Museum nimmt die nicht mal geschenkt.
Dabei ist 3 nur eine Zahl. Es können auch 5 oder 10 Stufen sein, wegen denen ein Interessent eine nur als als Ganzes abzugebende Sammlung kauft. Wenn die Topstufen (sagen wir mal) 1 % aller Stufen einer Sammlung sind und einen Wert von (auch angenommen) 10.000,- Euro haben, dann geht die gesammt Sammlung für 10.000,- über den Tisch. Die anderen 99 % werden kaum berücksichtigt. So ist das nun mal. Es sei denn, man verkauft die Sammlung als Einzelstücke, dann hat man zuletzt auch 10.000,- und kann den Rest wegschmeißen.
Ich selbst bin allerdings weit entfernt mich beim Hobby im Bereich solcher Summen zu bewegen, aber ich habe von vielen Beispielen gehört, die dies bestätigen.
Uwe
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nenn es wie du wilst. für mich ist das beschiß und ausnutzung des sammlers. da wird nicht selten eine gute sammlung schlecht geredet um selber gut daran zu verdienen. der markt ist schon lange nicht mehr so ehrlich, wie er mal war. es wird nur versucht möglichst billig gute stücke zu bekommen, um diese teuer weiter verkaufen zu können. sieht man ja schon auf den börsen deutlich genug. der private bietet zu preis x an und der händler kauft den ganzen haufen um bei seinem stand das ganze mit 200% aufschlag wieder zu verkaufen.
dann wird massenware von elendigen qualität zu preisen angeboten, die man an sich für gute stufen zahlen muss.
gerne werden auf größeren börsen mal die stände der konkurrenten etwas von ihrer last erleichtert usw.
wenn jemand, der ein stück für sagen wir 100% weiterverkauft, der sollte dem sammler, von dem er es erworben hat dann schon zwischen 50-70€ geboten haben und nicht lumpige 20€.
das ist die sache, die mich daran stört. damit werden nun einmal preise künstlich nach oben gejubelt mit der begründung "angebot ist gesunken und nachfrage gestiegen". sicher doch. es ist nicht so, dass weniger und schlechter gefunden wird oder der markt sich großartig verändert. vielmehr ist es die mentalität.
es geht da nicht mehr um das sammeln und damit das aushandeln eines wertes, sondern um profit. wenn es die n besten stufen sein müssen, dann bitte. dann sollen die eben genommen werden und der rest halt vereinen überlassen werden oder sonst was damit passieren. zu sagen: 10.000 für alles ist ok. nur wenn jemand glaubt er könne auswählen, dann eben nicht.
ein bekannter hat das mal mit einem teil seiner sammlung gemacht. hat sich ganz schon über die unverschämtheit der "händler" geärgert. nur miese angebote bekommen und manche stücke für den 3x-fachen preis, den er ursprünglich wollte, nachher im laden stehen sehen, nachdem er selbst seinen anfangspreis um 50% reduziert hatte um den ersten schwung loszubekommen. wirklich fair, natürlich nur von angebot und nachfrage abhängig. glaube ich auch vollkommen. den rest der sammlung hat er dann aus protest einfach verschenkt.
von daher ist es einfach besser sich dennoch selber die mühe zu machen das einzeln zu verkaufen. wer kauft denn schon eine ganze sammlung auf einmal? nur die mit genug geld. und die wollen dann eh nur einen teil davon behalten. benachteiligt werden da dann auch die jüngeren, die nicht so das geld haben.
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Ich will diesen Thread nicht als Privatdiskussion zwischen caliastos und mir ausarten lassen, aber der folgende Beitrag sei mir noch erlaubt (dann halt ich die Goschen).
Wie um alles in der Welt soll den der Preis einer Stufe, welche von Hobbysammlern geborgen wurde, objektiv bestimmt werden ? Kommerzielle Mineraliensammler bzw. Händler können ja ihre Kosten aufrechnen und ihre Marge aufschlagen. Das wäre bei Hobbysammlern unsinnig, den seine Kosten wandeln sich in Vergnügen und Entspannung beim Sammlen und Finden um (sollte man meinen). Mineralienpreise sind also höchst subjektiv. Was auf für den einen aus den unterschiedlichsten Gründen sehr wertvoll ist, schaut ein anderer gar nicht erst an. Bei Mineralienpreisen von Beschiß zu spechen wäre nur möglich, wenn es eine Zentralstelle gäbe, die verbindliche Mineralienpreise festlegt. So etwas ist natürlich unmöglich. Es gilt aber - gottseidank - immer noch: "Ein Stein (oder Mineral) ist so viel wert, wie ein Narr dafür auszugeben bereit ist".
Wenn jemand für eine Stufe nur die Hälfte des vom Verkaufenden gewünschten Preises bereit ist zu zahlen, dann ist es kein Beschiß. Wenn er die Stufe dann dafür erhält und mit Gewinn weiter verkauft ist es auch kein Bechiß sondern händlerisches Geschick. Es zwingt ja niemand den Besitzer seine Stufen zu dem gebotenen niedrigen Preisen zu verkaufen.
Von Beschiß bei Mineralien zu sprechen ist nur legitim, wenn Fundorte verfälscht werdn oder Stufen durch Bastelei aufgewertet werden.
hugh
Uwe
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Glück Auf und Willkommen.
Muss mich meinen Vorrednern anschliessen.Ich würde sagen,das die Sammlung den Wert besitzt,den die Meisten zahlen wollen.Ob der Zeitpunkt günstig ist,bezweifle ich aber.
Wenn ein Mineralienhändler in der Nähe ist,mal reinschauen,wie die Preise liegen.Auch bei Ebay mal schauen,was erlöst wurde.Ist zwar auch nicht DER WEG,aber man erhält mnal einen Überblick.
Kupperdroll
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guter Spruch, Kupperdroll, kann ich mich nur anschließen.
Glück Auf
Ralf
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Hallo Leute,
erst einmal Danke für eure Feedbacks.
Mann ist das ein Hin und Her.
Und teilweise verstehe ich nur Bahnhof, was zum Kuckuck sind Stufen?
Ich werde in ein paar Tagen mal die Sammlung aufnehmen und sie dann ins Netz stellen, dann könnt ihr mir gerne "Hoffnung" machen oder ......
Naja, uns geht es in erster Linie darum, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Besonders wenn das Geschäft mit den Steinen so undurchsichtig ist.
Gibt es im Netz nicht irgendeinen Katalog wo man nur nachschlagen muß z. B. Bergkristall mit blauen Sulfateinschlüssen 750 g Schätzpreis XYZ € ???
Schönen Sonntag noch....
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Und teilweise verstehe ich nur Bahnhof, was zum Kuckuck sind Stufen?
Stufen sind die Fundstücke, einfach nur eine andere Bezeichnung...
Günter
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Gibt es im Netz nicht irgendeinen Katalog wo man nur nachschlagen muß z. B. Bergkristall mit blauen Sulfateinschlüssen 750 g Schätzpreis XYZ € ???
nein, gibt es nicht. wie auch? jedes stück ist ein unikat. wie soll damit eine liste geschaffen werden? der wert richtet sich nach mineral, paragenese, größe, seltenheit, fundort, ausprägung, zustand usw. dazu noch angebot und nachfrage. listen sind da unmöglich. bestenfalls bei mikromounts.
da hilft nur vergleichen oder erfahrung. selbst dann stellt sich die frage: wert 50€, verkaufbar aber eher zu 20€.
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Hallo loewe-tiger!
Und teilweise verstehe ich nur Bahnhof, was zum Kuckuck sind Stufen?
[...]
Naja, uns geht es in erster Linie darum, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Besonders wenn das Geschäft mit den Steinen so undurchsichtig ist.
Das Grundproblem dürfte sein, dass Du ohne zumindest grundlegendes Wissen über das Fachgebiet immer mit dem Verdacht leben musst, "über den Tisch gezogen" worden zu sein, weil Du auf dieser Basis überhaupt nicht beurteilen kannst, ob selbst so ein hypothetischer Web-Schätzkatalog (den es aus der Natur der Sache heraus nicht geben kann) Dir den richtigen Preis genannt hat.
Alle im MA möchten Dir natürlich helfen und verfolgen nicht die Absicht, Dir Preise zu nennen, die ihnen selbst einen Vorteil verschaffen würden. Die einzige wirklich objektive Möglichkeit bei grundsätzlichem Misstrauen wäre aber ein fachkundiger Gutachter, der selbst keinerlei Interesse an dem begutachteten Material hat und nicht als Händler auftritt. Das bedeutet in der Regel: Er erstellt das Gutachten auf Honorarbasis. Dazu musst Du die Stücke real vorlegen. Wenn Du Pech hast, liegt das Honorar aber höher als der Schätzwert.
Museen, die Stufen von Sammlern meist kostenlos zu Bestimmungszwecken begutachten, reagieren aufgrund des Fachkräftemangels i. d. R. allergisch auf Anfragen, bei denen es um Wertschätzungen zum Zweck des Verkaufs geht, da dies nicht zu ihrem Aufgabengebiet gehört.
Solange keine Bilder von den Stücken zu sehen sind, können wir alles mögliche vermuten, von extrem wertvollen Sammlerstücken bis zu Massenware, die nach Kilopreisen im Großhandel verramscht wird.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen über ein Stück vorliegen (und das beinhaltet auf jeden Fall Bilder), desto genauer kann ein Wert (der von der -aktuellen- Nachfrage abhängt) genannt werden. Auch beim schönsten Hobby der Welt gilt für Kaufinteressenten die Umkehrung des Spruchs "you get what you pay for": You pay for what you get! D. h. auch im schlussendlichen Verkauf an einen Abnehmer wird der erzielbare Preis im Rahmen des Schätzwerts stark davon abhängen, wie der Käufer die Stücke vorfindet: In einer Kiste zusammengewürfelt und verstaubt, oder buchstäblich ins rechte Licht gerückt in einer Vitrine präsentiert...
Der Verkauf einer Mineraliensammlung lässt sich also nicht so einfach bewerkstelligen wie der einer Briefmarkensammlung.
Gruß,
Triassammler
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Ist immer so eine Sache....für uns sind einige Stücke unbezahlbar,weil man einfach von der Schönheit
und Beschaffenheit des Minerals fasziniert ist.Und für andere ist es ein langweiliger Stein der kein Pfifferling wert ist.
Ich denke an einer Sammlung hängt sehr viel Herzblut.
Aber in deinem Fall ist es so,das du den Auftrag hast die Sammlung zu verscherbeln,besser wäre,ist meine rein subjektive Meinung,
die Sammlung deines Opas in Ehren zu halten.
Weil ein Schatz ist es nicht und wahrscheinlich wirst du nicht sehr viel bekommen,ist natürlich abhängig
ob seltene und begehrte Stücke in der Sammlung sind.
Schau mal bei Ebay rein,da gehen täglich Stücke fürn Butterbrot und´n Ei übern Tisch.
Aber ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Mission.