Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Restliche Bundesländer => Thema gestartet von: Collector am 26 Aug 05, 13:45
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Ein Gestein / Versteinerung / Mineral ?
Gefunden in der Nähe von Werder /Brandenburg. Farbe fleischrot bis rötlichbraun. Härte ca. 6-7. Ziemlich schwer. Größe 12 x 17 cm.
Für Hinweise oder Tipps dankbar - ich weiß es nicht.
gruß
collector
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Hallo Collector,
schwer zu sagen. FO: Werder?
Auf grund des FO würde ich eher auf Versteinerung tippen und bestimmt silikatisch.
Gruß Moni
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servus
sieht aus wie n abgeschliffenes stück holzopal
für mich zumindest...
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Servus Collector,
sieht aus wie verkieseltes Holz!
Servus + Glück auf
Wolfi
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@Moni
ja, auf jeden Fall silikatisch. Hatte ich vergessen zu erwähnen.
Werder ? Dein Fragezeichen ! Ja, wurde ( angeblich ) bei der Spargelernte im Sand gefunden.
@uwe p.
@wolfi
Wenn Holzopal, - vielleicht weiß der Bernd Gutschera mehr dazu ???
collector
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fundort : meinst du werder bei potsdam havelland ?
gruß bernd
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Ja - bei Potsdam
collector
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gut das sind meißt tertiäre sande und kiese , dort hat auch die eiszeit ihre spuren hinterlassen.
das stück erinnert an kieselholz, von der struktur her. hat es zellerhaltung ?
holzopal ,wird vieles genannt auch die stücke von homberg ohm oder die stücke aus dem raum gießen. ist aber kein holz ,sondern kieselalgen.
ich versuche immer zu erkennen ob holzzellen vorhanden sind ,dann kan man mit bestimmtheit sagen ob es holzopal ist oder nicht.
ich kenne limonit von potsdam aus einer kiesgrube der auch so aussieht.
gruß bernd
zum vergleich mal die stücke von homberg ohm http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,2753.0.html
die werden aber nur wegen der farbe und der lagen holzopal genannt !!
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nein, absolut keine Zellerhaltung sichtbar. Im Gegenteil:
Bei einigen kleinen angeschlagenen Stellen ( muscheliger Bruch) sieht man einen fast schwaren Untergrund; erinnert fast an Feuerstein.
Dazu passt aber nicht das Gefüge, welches deutlich fließend ist. Ist auch auf keinen Fall Limonit, dazu ist das Material zu hart und zu dicht.
gruß
collector
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könnte aber flint sein der aus der kreide stammt ,der hat auch so eine struktur.oder ein gestein das vom eis transportiert wurde und so diese struktur bekam. auch windschliff käme infrage.
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hi colector :)
es könnte ::) ein methamorfhose in achat unwandlung sein ::)
so wie ich das in bild sehe währe es sehr moglich... ::)
teste es alt am besten mit ein metall gegestand- leicht :o dagen etwas schlagen,
ohne licht!!! ??? wen es achat sein solte dann funkt es und es riecht nach etwas!! oki ciao ;)
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Ich kenne aus Österreich Hölzer, die in Chalzedon/Jaspis umgewandelt sind, und im Inneren bzw. an den Bruchflächen auch (so gut wie) keine Holzzellen oder Holzstruktur mehr aufweisen, sondern nur an den "Außenseiten" bzw. verwitterten Flächen Holzstruktur aufweisen. Bei diesen handelt es sich - trotz meiner anfänglichen Bedenken - angeblich (nach Infos von Mineralogen, Paläontologen) definitiv um fossiles Holz.
(ich plane schon länger einen Beitrag dazu, muss aber noch einiges recherchieren und Fotos organisieren)
Obiges Stück erinnert mich nun sehr stark an diese niederösterreichischen Funde.
oder ein gestein das vom eis transportiert wurde und so diese struktur bekam. auch windschliff käme infrage.
Eistransport und Windschliff sind möglich, aber nur als Überprägung der Oberfläche - beide schaffen keine solchen Strukturen, die hier offenbar vom Material vorgegeben sind.
ich kenne limonit von potsdam aus einer kiesgrube der auch so aussieht
das wäre interessant - eventuell Holz in Limoniterhaltung ? (gibts öfters)
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Hi,
auf jeden Fall verkieseltes Holz, ich habe ähnliche Stücke, wahrscheinlich aus einem ehemaligen (?) Flußlauf.
VG
Julian
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Auf Bild zwei kann man mittig links sogar Jahresringe erkennen. Ich denke auch, verkieseltes Holz.
Grüße Heiko
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auf jeden Fall verkieseltes Holz
@ jKstar, woher nimmst du diese sichere Behauptung?
nein, absolut keine Zellerhaltung sichtbar.
ich denke das es sich hier um Hornstein oder sogar Feuerstein handelt.
Gruß
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Sieht für mich absolut typisch aus, auf dem zweiten Bild meine ich auch auf der linken Seite einen Astansatz zu sehen, wenn es kein Wurzelstück ist. Die Jahresringe müssen ja nicht in jedem Fall erhalten sein. Ich habe solche Stücke mal intensiv gesammelt, würde mich wundern, wenn ich mich irre.
VG
Julian
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ich kann leider keine Anhaltspunkte für Holz sehen, was ich sehe sind Schrammspuren vom Gletschertransport während der letzten Eiszeit mit der dieses Stück aus den Norden südlich verfrachtet wurde. Weiter sehe ich Hornsteintypische Abplatzungen an vielen Stellen von Bild Nr1. Optisch auf den ersten Blick erinnert es schon an ein versteinertes Holz aber nach genauen Hinsehen hat es damit nichts zu tun. Ein Geröllholz ( Flußtransport ) falls ein solches vorliegt; wo sollte es herkommen?
Nachtrag: solange ich nicht paar Holzzellen auf neueren Fotos von dem Stück sehe bleibe ich dabei: Kein verkieseltes Holz!
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hallo Lausitz,
deine Expertise in Ehren - aber mit den Gletscher-Schrammspuren (Kritzern) tu ich mir schwer.
Ich kenne erratischen (Moränen-) Flint aus Polen bzw. Nordmähren, und aus dem Alpenvorland kenn ich glazial transportierte Hornsteinknollen aus Moränen der alpinen Gletscher - aber damit haben die vorliegrnden Strukturen meines Erachtens nichts zu tun. Zumindest ist mir von den Stücken, die ich gesehen habe, nichts derartiges bekannt.
lg
oliver
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Ich denke das ist Holz. Ein Wurzelstück. Der Ast bzw, Wurzelast Ansatz ist deutlich zu erkennen.
Auch die geschwungene Riefenform deute ich als Wurzel-Hinweis und auch die Verkieselung (Feuerstein).
Ich denke, eigentlich kann nur ein Anschliff Sicherheit bringen.
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naja, bezüglich Anschleifen sag ich immer: nur nach reiflicher Überlegung.
Das Stück wirkt durch seine schöne Struktur, da kann ein Anschliff auch was "versauen".
Wenn an den Bruchflächen unter dem Bino (oft reicht der Fadenzähler) keine Holzzellen erkennbar sind, ist zudem sehr fraglich, ob man am Anschliff dann mehr sieht.
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Hallo Oliver,
Du sagst es, meine Erfahrung mit solchen Stücken ist, dass man oft keine Zellen/Struktur nach dem anschneiden sieht und dass das Stück unangeschnitten auch wesentlich besser aussieht. Wäre schade..
VG
Julian
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Hallo,
na, das ist ja fast meine Ecke :D. Ich würde das für Flint halten, solche Spuren habe ich hier jedenfalls schon an Feuersteinen gesehen. Aber fragt mich nicht, wie sowas zustande kommt.
Gruß
Andreas
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und auch die Verkieselung (Feuerstein).
@Buzze also Feuerstein als Verkieselungsmittel bei Holz hab ich noch nicht gefunden. Ich sammle seit 1998 Kieselhölzer aus Elbegeröllen, da war soetws noch nicht dabei. Und ohne einen Holzzellennachweis hier ist höchst fraglich obs Holz ist. Deshalb bleibe ich bei Hornstein oder Flint.
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falls ein solches vorliegt; wo sollte es herkommen?
Ich kenne die geologischen Verhältnisse dort nicht, aber wenn es sich, wie Bernd schreibt, um tertiäre Sande + Kiese handelt, könnte sich die Frage nach dem "woher" erübrigen - das Stück muß, falls es sich um Holz handeln sollte, nicht weit transportiert sein, sondern könnte auch in eben diesen Sanden + Kiesen verkieselt sein (auch im "Norden" nicht alles vom Geschiebe-fixierten Blickwinkel aus betrachten !).
Auch in Österreich (leider das einzige Gebiet, in dem ich mich gut genug auskenne, um Vergleiche zu bringen) kommen in miozänen Sanden/Kiesen, die nicht unbedingt als Holz führend bekannt sind, immer wieder mal vereinzelte Kieselhölzer vor, soferne die Bedingungen für eine Verkieselung (hoher Sillikat-/Quarzanteil im Sediment als Kieselsäurelieferant, und körnige/grobporige Sedimentstruktur, damit die Lösung zirkulieren kann) passen.
(z.B. Atzbacher Sande: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,32320.msg245910.html#msg245910)
zur Strukturerhaltung:
Falls deutlich erkennbare Holzzellen vorhanden sind, dann ist ohnehin alles klar. Es gibt aber eben auch andere Merkmale, die berücksichtigt werden müssen, wie etwa die - durch Verwitterung oft verdeutlichte - Oberflächenstruktur. Auch bei Achathölzern aus den USA und Asien ist die Zellstruktur oft weitgehend bis völlig aufgelöst, und ich glaube mich erinnern zu können, dass sich auch schon slowakische Opalhölzer gesehen habe, bei welchen eine Zellerhaltung zumindest mehr als fraglich war.
Ich wollte mich bezüglich des hier vorgestellten Stückes ja zuerst nicht festlegen, aber je öfters ich die Fotos betrachte, und je mehr ich im Laufe dieser Diskussion darüber sinniere, desto sicherer werde ich mir, dass es sich vermutlich wohl doch um Holz handelt.
Bevor wir hier aber endlos auf wackeliger Grundlage weiterdiskutieren -
@ Collector:
gibts vielleicht eine Detailaufnahme der Faserstrukturen an der Oberfläche und ein Makrofoto von einer Bruchfläche ? Eventuell löst sich dann ja das Problem "fast von selbst" !
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Hallo
Das abgebildete Gestein wurde vor ca. 5 Jahren einwandfrei als Hornstein identifiziert. (nicht durch Ferndiagnose, sondern im geologischen Institut).
Leider muss ich hier alle diejenigen enttäuschen, welche darauf schwören, dass es sich um Holz, bzw. verkieseltes Holz handelt und die sogar Astansätze und Faserstrukturen erkennen. Auch erkennbare Holzzellen konnten leider nicht festgestellt werden. Insofern, lieber OliverOliver, sehe ich mich außerstande, Detailaufnahmen einer "Faserstruktur" an der Oberfläche zu finden.
Insofern hat Freund Lausitz wohl am besten getroffen: ".....Gletschertransport während der letzten Eiszeit mit der dieses Stück aus den Norden südlich verfrachtet wurde. Weiter sehe ich Hornsteintypische Abplatzungen an vielen Stellen von Bild Nr1. Optisch auf den ersten Blick erinnert es schon an ein versteinertes Holz aber nach genauen Hinsehen hat es damit nichts zu tun......".
Gruß
collector
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Hm, war das ein Test ;-)
Vielleicht täuscht es auf dem Foto, aber ich hätte drauf schwören können..
Anbei mal ein Foto von einem Rhein-Fund, def. Holz, gewisse Ähnlichkeiten.
VG
Julian
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Das abgebildete Gestein wurde vor ca. 5 Jahren einwandfrei als Hornstein identifiziert. (nicht durch Ferndiagnose, sondern im geologischen Institut).
na fein - dann ist das Rätsel ja eh schon längst gelöst ! :)
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Lieber Peter :)! Wäre vieleicht besser gewesen wen du gleich geschrieben hättest: Ich habe hier mal ein Rätsel
für Euch mal sehen wer die richtige Antwort findet... einige könnten sich verkohlt vorkommen.
Alles Gute! :) Klaus Nur Gut gemeint ;) :D
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Guten Morgen (!),
ich denke wir haben alle übersehen, dass Peters Thread aus dem Jahr 2005 ist. Das erklärt auch, dass der Stein schon vor 5 Jahren bestimmt wurde. Hat trotzdem Spaß gemacht ::) :)
Julian
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nein, ich habs nicht übersehen - für mich gilt aber:
wenn eine Bestimmungsanfrage offen ist, ist sie auch noch nach Jahren aktuell, wenn der Fragesteller weiterhin im Atlas aktiv ist - was sich ja mit einem einfachen Klick feststellen lässt.
Daher meine Bitte an alle User:
wurde ein Stein, zu dem es hier eine Bestimmungsanfrage gibt, außerhalb des Atlas bestimmt, dann bitte eine kurze Meldung im betreffenden thread, dass sich das erledigt hat !
(am besten mit Ergebnis - wir sind schließlich alle neugierig ;) )
Anders bei Usern, die schon lange nicht mehr eingeloggt waren - da erübrigt sich eine weitere Bestimmungs-Diskussion ohnehin.
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*Julian
Julian, hätte ich Deine Bilder im Jahr 2005 gesehen, hätte auch ich schwören können, dass mein Gestein mit Deinem ientisch ist und hätte mir die Mühe der Bestimmung sparen können. Im übrigen: Ein schönes Holz (so es denn Holz ist) ;), danke für die Bilder.
*OliverOliver
Oliver, ich habe noch mal im Atlas nachgeschaut. Das Gestein wurde nicht vor "ca." 5 Jahren, sondern schon vor 7 Jahren bestimmt.
Ich habe diesen Hornstein bereits am 3.3.2006 als Bild ins Lexikon gestellt (siehe Bildprotokoll), zu einer Zeit, als die Lexikonseiten noch intensiv gelesen wurden ;) und sah zu dieser Zeit keine Veranlassung, noch mal im Forum auf neu eingestellte Seiten im Lexikon hinzuweisen.
Vielleicht wäre es auch garnicht zu einer größeren Diskussion gekommen, wenn mal der eine oder andere unter "Hornstein" ins Lexikon geschaut hätte.
*Klaus
Ich hatte nicht die Absicht, Rätsel ins Forum zu stellen, sondern einzig und allein die (damalige) Gemeinde der Atlas-Mitglieder um Rat bat, bzw. fragte, um was es sich handeln könnte. Ergo, ein Bestimmungswunsch. :D
Gruß
collector
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War ja nicht böß von mir gemeint... :D :D Klaus
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@ Klaus
hab Dich voll verstanden. Lass uns Freunde bleiben ! :) :) :)
Gruß
Peter
P.S. Ich hoffe, im Sinne aller Diskussionsteilnehmer zu handeln, dass ich diesen Thread jetzt schließen möchte.
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:D Klaus