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Autor Thema: unbekannte bräunliche würfel...  (Gelesen 2750 mal)

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Offline poon

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unbekannte bräunliche würfel...
« am: 12 Mar 07, 17:08 »
hallo leute...
ich habe am wochenende meine sammlung durchforstet und da ist mir dieser amethyst aus geyer/erzgebirge aufgefallen. was könnte das denn sein (im zweiten bild ersichtlich) in form von bräunlichen würfeln? vielleicht habt ihr ja die lösung...
gruß daniel...

Offline poon

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #1 am: 12 Mar 07, 17:08 »
bild2

Offline raritätenjäger

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #2 am: 12 Mar 07, 17:20 »
Hallo,

Da könnte es sich um Calcite bzw. Calcithohlpseudomorphosen (wahrscheinlicher) handeln. Ist typisch für Geyer und andere Erzgebirgsamethyste. Der Quarz wird in dieser Ausführung dann auch als "Kastenquarz" bezeichnet.

Glückauf
Andreas

Offline Doc Diether

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #3 am: 12 Mar 07, 20:46 »
Halloo,
riecht das nicht ein bißchen nach Fluorit? Mit Limonit-Überzug.
Doc Diether

Offline raritätenjäger

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #4 am: 12 Mar 07, 21:08 »
Hallo,

Muss Dir insofern Recht geben, als es tatsächlich ein wenig danach ausschaut. Aber die Struktur passt nicht so ganz. Außerdem - Fluorit in der Größe von Geyer? Zumindest sehr fraglich. Es gab Fluorit xx bis 1 cm in Oberschlottwitz, aber von Geyer ist mir nix bekannt. Aber das muss nichts heißen. Tendiere aber weiterhin zu Calcit. Interessant ist auch, dass auf den braunen, blockigen Gebilden rotbraune Flecken sind, die anscheinend orientiert aufgewachsen sind. Merkwürdiges Stück.

Glückauf
Andreas

Offline Schluchti

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #5 am: 12 Mar 07, 21:30 »
Hab eine Stufe mit hellblauen hochglänzenden Fluoriten bis 0,7 cm KL, aufgewachsen auf Quarz vom Schurf 14, Geyer. Ist also schon in der Gegend da vorgekommen. Aber in Paragenese mit den Amethysten von Geyer wäre ich auch skeptisch, was Fluorit anbelangt. 

Offline raritätenjäger

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #6 am: 12 Mar 07, 21:41 »
Schurf 14 ist auch eine ganz klein bissel andere Paragenese, glaub ich. Trotzdem, wusste ich auch noch nicht, dass es da Fluorit gibt! Kenne nur nette BiCoNi-Minerale (nehme an, dass der Flumi aus dem Dunstkreis stammt) und schöne Uranminerale (sehr hübsche Walpurgine und sowas alles). Aber hier schwirrt ja noch der ein oder andere Erzgebirgsexperte hier rum...

Glückauf
Andreas

Offline smoeller

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #7 am: 12 Mar 07, 21:45 »
Hallo,

Calcit ist in den Amethystschürfen von Geyer zumindest als Hohlpseudomorphosen vorgekommen. Hatte mal ein Stück (leider schon verkauft) mit 4 cm großem Hohlraum, der die Form eines Skalenoeders hatte. Auch hier spricht die Form eher für Calcit. Begleiter sind in Geyer Limonit/Goethit und Manganomelan. Beide Minerale gehen durch Verwitterung aus dem Calcit hervor. Dabei werden dann Eisen- und Mangancarbonat-Anteile im Calcit zu Fe- und Mn- Hydroxyd umgewandelt. Die dunklen Flecken dürften daher einfach Manganomelan sein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline raritätenjäger

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #8 am: 12 Mar 07, 21:51 »
Die Skalenoeder-Hohlräume sind häufiger aufgetreten (gabs durchaus auch in Größen von knapp 10 cm - man stelle sich vor, die Calcite wären noch da!). Manganomelan bzw. Psilomelan sind auch klassische Begleiter des Amethystes. Traumhafte Stücke waren Stufen, bei denen die Quarze - wie man´s von Usingen kennt - mit hochglänzendem Glaskopf überzogen sind. Sieht toll aus, leider hab ich´s bisher noch nicht geschafft, mir so ein Stück für die Sammlung zu ergattern. Aber kommt Zeit, kommt Rat...

Glückauf
Andreas

Offline poon

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Re: unbekannte bräunliche würfel...
« Antwort #9 am: 14 Mar 07, 19:09 »
vielen dank für eure hilfe, da bin ich um einiges schlauer geworden...
gruß daniel...

 

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