Hallo Leute,
mich beschäftigt immer noch das oben angesprochene Problem.
Zwischenzeitlich habe ich mich ja wieder Börsen, um auch explizit mal nach einem Stück mit Krokoit und dem gelben -bisher für mich, unbekanntem Mineral, umgesehen.
Auf der Börse in Hettstedt wurde ich da an zwei Ständen fündig, die genau ein solches Stück aus Callenberg anboten.
Die Etiketten lauteten bei beiden wie folgt: Krokoit, Vauquelinit FO: Callenberg
Soweit so gut.
Nun habe ich beide Sammler bzw. Händler gelöchert, ob das gelbe Material -sprich Vauquelinit- denn auch analytisch nachgewiesen sein. Der eine wußte nur von einer Literaturstelle aus der “Fundgrube” (nichts näheres) und der anderen meinte, dieses Mineral sei 1977 im Labor des Tagebaues von einer Geologin als Vauquelinit bestimmt worden.
Ich würde dem Ganzen ja schrecklich gern Glauben schenken, habe da jedoch meine Zweifel.
Zur farblichen Ansprache stimmt nämlich das vermeintliche Vauquelinit (laut Literatur: Farbe grün bis braun) nicht mit tatsächlich auf den Stufen sichtbaren gelben Farbe überein. Des weiteren hatte ich das gelbe Mineral über Infrarotspectroskopie vermessen und das Probespectrum zeigt eine andere Bandenlage als die des Vauquelinites. Siehe hierzu beigefügtes Bild.
Ich bleibe daher vorerst bei meiner Meinung, daß es sich bei dem gelben, erdig-krustigem Mineral vorwiegend um Embreyit handelt. Es könnte natürlich sein, daß es sich um eine Mischung von beiden handelt, denn die Hauptbanden vom Vauquelinit sind in dem Probespectrum ja auch etwas vorhanden. Oder sollte es sich hier um eine besondere Fundortspezifik handeln. Fragen, über Fragen ....
Gerne würde ich diesen Widerspruch endgültig aufklären, denn das Callenberg-Material würde ich doch mal eindeutig identifizieren und soweit mir bekannt ist, soll der Fundort diesbezüglich erloschen sein; ferner scheint Embreyit ein sehr rahres Mineral zu sein.
Also wer könnte mir dabei helfen?
Ich bräuchte also bitte mal eine Embreyitstufe, woher ist egal. Wenige Körnchen würden auch reichen.
Herzliche Grüße von Moni