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Autor Thema: Chrysokoll?  (Gelesen 3801 mal)

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Offline Erik

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Chrysokoll?
« am: 06 Aug 07, 11:52 »
Hallo,

würdet ihr mit mir übereinstimmen daß das Chrysokoll ist? Gefunden in Hartenrod, Bildbreite erstes Bild ca 7cm. In Begleitung Hämatit und Calcit, ein primäres Cu-Erz konnte ich nicht endecken.

Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 29 Jul 16, 17:34 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #1 am: 06 Aug 07, 11:58 »
Hallo,

Auf den ersten Blick Chrysokoll. Könnte auch Allophan oder ein nicht definierbares Cu-Silikat-Gel (ohne Mineralstatus) sein. Von der Häufigkeit her aber ist Chrysokoll am wahrscheinlichsten).

Leider kommt man bei diesen Mineralen mit einer Untersuchung nicht leicht zum Ergebnis. Allophan und Chrysokoll enthalten beide im Wesentlichen dieselben Elemente, eine Unterscheidung ist nur über das Cu/Al verhältnis machbar. Eine XRD bringt nichts, da die Minerale amorph sind.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Hg

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #2 am: 06 Aug 07, 13:20 »
Hallo Erik,
sieht so doch bedeutend besser aus als gestern so auf dem ersten Bilck im Bruch  :o
Naja, Chrysokoll könnte durchaus hinkommen.
Gruß
Andreas

Offline TKMineral

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #3 am: 06 Aug 07, 15:36 »
Hallo!

Ich denke auch das es Chrysokoll ist , wenn ich mich nicht irre , war Kupferkies in Hartenrod auch net sehr selten und sollte dann das primäre Ausgangsmineral für den Chr. sein.

Gruß

Thomas

Offline Erik

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #4 am: 07 Aug 07, 17:30 »
Danke euch! Dann schreibe ich Chrysokoll auf den Zettel, evtl mit 'nem kleinen Fragezeichen ;)

Gruß, Erik

Offline UlrichW

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #5 am: 09 Aug 07, 09:48 »
Hallo Erik,

ich weis nicht ob es weiter hilft, aber an den Bruchflächen kann man beide Minerale, also Allophan und Chrysokoll, meistens unterscheiden: Allophan bricht wie Glas und hat eine muschelige, stark glänzende Bruchfläche. Meist ist Allophan  durchscheinender bis durchsichtiger als Chrysokoll. Der Chrysokoll bricht zwar auch muschelig, seine Bruchfläche ist aber nicht so glänzend wie eine Glasscherbe, sondern zeigt eher faserige bis samtige Oberflächen. (Ähnlich dem Unterschied von Calcedon und Hyalit)

Also ich würde Allophan drauf schreiben! Übrigens ist Chrysokoll nur deswegen häufiger, weil die allermeisten jede hellblaue Kruste für Chrysokoll halten. Tatsächlich sind aber 8 von 10 Chrysokoll-stüfchen eher fragwürdig, jedenfalls nach meiner Erfahrung...und ohne XRD.

Ich weis nicht mehr wo ich das gelesen habe, aber soweit ich mich erinnere, ist Allophan in weiteren Bereichen stabil als Chrysokoll, der doch extremere Bildungsbedingungen benötigt. Vielleicht ist es ja auch ein Gemisch aus beidem???

Ich hoffe die Anregungen helfen ein wenig weiter!

Glück auf
Ulrich

Offline thothie

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #6 am: 14 Aug 07, 16:18 »
Handelt es sich bei den weißen Kristallen tatsächlich um Calcit? Wenn das Cerussite sind, würde ich bei den blauen Belägen auf Langit schließen.

Offline Erik

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #7 am: 14 Aug 07, 16:54 »
Hi Thomas,

ja, das ist definitiv Calcit. Primärerz war wahrscheinlich  - wie TK schon schreibt - Kupferkies, der ist dort in kleinen xx relativ häufig. Wobei mich wundert, daß man den, oder ein anderes primäres Erz auf der Stufe nirgends endecken konnte und der Chrysokoll(?) eine erstaunlich große Fläche bedeckt. Das Gegenstück zu meiner Stufe ist noch viel reichhaltiger..

@ Ulrich, Danke, habe ich erst jetzt gelesen. Schwierig, teilweise ist der Bruch wirklich glasartig, meistens aber schon "samtig". Ich schreibe einfach beides auf den Zettel - ein Gemisch kann ja gut möglich sein!

Gruß, Erik

Offline thothie

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #8 am: 14 Aug 07, 18:01 »
Na, in dem Fall käme ja sicherlich auch was aus der Halloysit-Gruppe in Frage. Immer schwierig ohne erkennbare kristalle.

Offline Erik

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Re: Chrysokoll?
« Antwort #9 am: 15 Aug 07, 00:04 »
 ;D dann schreib ich einfach alle drei Mineralien auf den Zettel. Mich haben halt ua diese ..."Trockenrisse" ...sehr an Chrysokoll erinnert.

Mal sehen, vielleicht lasse ich es irgendwann analysieren - bleibt mir auch wohl nichts anderes übrig.

Gruß, Erik

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29