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Autor Thema: Eigenbau Steinesägen  (Gelesen 19382 mal)

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Offline Psaronius

Eigenbau Steinesägen
« am: 03 Nov 07, 22:15 »
Hallo,
im Forum gibt es ja schon einige Rubriken und Beiträge zum Theme Schneiden, Schleifen, Polieren von Achaten u.ä.
Mich interessieren die Sägen. Möchte mir in diesem Winter selbst eine Säge bauen, mit der ich nicht zu große Sachen sägen kann. Würde da gern von Euren Erfahrungen zehren.. . Vielleicht könnt Ihr auch Fotos Eurer Maschinen ins Forum stellen. Interessant sind oft auch Details, wie bestimmte Problem gelöst wurden ( Steinführung, -auflage, Kühlung usw.) . Ich will keine perfekte Super-Maschine bauen, sie muss bloß funktionieren.
Würde mich über Eure Erfahrungen, Tipps und Hinweise freuen...
Gruß
Psaronius 

Offline BobbyDD

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #1 am: 03 Nov 07, 22:32 »
Hallo,

das ist ein Themas was ich mir auch für diesen Winter vorgenommen habe.
Ich bin sehr gespannt auf die ersten Tips, Hinweise und Bilder oder sogar Anleitungen.

MfG
Bobby 

Offline trommeln

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #2 am: 03 Nov 07, 22:45 »
Vorgabe: eine Profimaschine , gesehen bei Ewald Gorsatt, abgeändert mit Steinführung

Offline Psaronius

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #3 am: 03 Nov 07, 22:57 »
Hallo Trommeline,
nicht schlecht, aber die so nachzubauen wohl schon etwas kompliziert, oder ?

Offline Donat

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #4 am: 03 Nov 07, 23:25 »
Hallo,
ok,da ich zu Weihnachten mir eine Maschine bauen lass,(von einer kleinen Schlosserei)350ger Blatt.
Möchte ich doch mal meinen Fliesenschneider zeigen der nun etwa 1,5 Jahre bei mir im Betrieb ist und ein 200ter Diamant Blatt für Edelsteine trägt.
Ich kann nur sagen die Anschaffungskosten,"20€ gebraucht,haben sich rentiert.Sieht wohl alles sehr klebrig aus ;D Aber es geht.Und ich hab damit bestimmt 2000Steine gesägt.
Nicht alles Achate ;D Mein Hof hat eine Menge Halbe Steine ;)
Gruß
Donat

Offline Psaronius

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #5 am: 04 Nov 07, 07:28 »
Hallo Donat,
danke für Dein Bild !
Habe auch eine Fliesenschneidemaschine, aber ohne Umbau, deren Schneidhöhe einfach zu gering ist. -
Warum kann man zu solchen niedrigen Preisen nicht Technik bauen, wo ein Sägeblatt reinpaßt, das vielleicht 10cm größer ist ?
Hast Du an Deiner Säge was verändert ?
Leider sind die Teile, auf die ich neugierig bin, auf Deinem Foto kaum zu erkennen...
Übrigens kann Deine Schlosserei eventuell noch eine Säge bauen (Zu welchen Konditionen ?).
In meiner Region sind die Handwerkerpreise so hoch, da denk man, die bauen die Säge aus purem
Gold !)
Gruß
Psaronius

Offline Donat

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #6 am: 04 Nov 07, 21:18 »
Hallo Psaronius,
normal kommt in der Säge ein 180ger Sägeblatt.Durch aufflexen habe ich den Schlitz etwas verlängert,so das ein 200ter Sägeblatt reinpasst.
Ich musste wohl einen Reduzierring ,von 30mm auf 22mm,für`s Sägeblatt dazu benutzen.
Einen größeren Flüßigkeitstopf musst Du auch nehmen.Am besten eine viereckige Waschschüssel die bis genau unter der Säge geht.
Weil,es spritzt schon ungemein.Und hinten dick Lappen hinlegen.Im Anfang werden die sich schnell vollsaugen und da geht dann einiges an Kühlmittel flöten.
Zu meiner Säge kann ich Dir im Moment noch nichts genaueres sagen.Weil ich selbst noch auf einen Kostenvoranschlag warte.Aber wenn ich ihn habe kann ich Dich gerne Informieren.
Gruß Donat
Ps.Eine Säge aus purem Gold wäre auch viel zu schnell dreckig! ;D

Offline Psaronius

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #7 am: 04 Nov 07, 21:23 »
Danke Donat,
die Variante an der Fliesenmaschine den Schlitz fürs Sägeblatt wenigstens etwas zu vergrößern, habe ich auch schon durchgespielt. 1 - 2 cm kann man dabei an Schnitthöhe gewinnen...
Muss das bloß noch realisieren.
Das Gepansche mit der Kühlflüssigkeit läßt sich wohl nie richtig vermeiden !
Gruß
Psaronius

Offline trommeln

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #8 am: 04 Nov 07, 21:55 »
Unsere Fliesenschneidmaschine spritzt nach vorne.. machen wir da etwas falsch? OK, man kann sich daneben stellen...

Offline Donat

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #9 am: 04 Nov 07, 22:09 »
Logisch ;D

Saxifragus

  • Gast
Motorleistung
« Antwort #10 am: 29 Nov 07, 19:45 »
Hallo Psaronius

Ich möcht einen kleinen Hinweisbeisteuern, der die Motorleistung betrifft.
Ich selbst habe den Versuch, eine Säge zu bauen, abgebrochen, obwohl ich schon weit fortgeschritten war und etliches Geld ausgegeben hatte.
Angepeilt hatte ich einen große Schnitttiefe von knapp 200 mm, eine 500 er Diamantscheibe hatte ich schon gekauft, eine Lagerwelle drehen lassen und auch Lagerböcke besorgt. Geplanter Antrieb: 2KW an Normalstrom 230 V.

Der Grund für den Abbruch war schlicht der, daß ich Gelegenheit hatte, an einer Industriemaschine die praktische Wirkung von 3 KW ausgiebig zu testen. Offen gestanden war ich fassungslos, wie viel Leistung eine Maschine braucht, die ordentlich was wegbeißen soll. (Wenn ich schon säge, dann gleich etliche Eimer voll Proben und viele davon nicht eben ganz klein.)

An einer CLIPPER mit 300er Scheibe (geschlitzes Blatt) habe ich keine großen Probleme gehabt, die Maschine zum STEHEN zu bekommen. Dicken Stein rein, kräftig drücken und schon ist die Leistungsgrenze erreicht. Wohl gemerkt: Mit 3 KW Drehstrom!
Wenn Du also etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen. Es sei denn, die Sägeschwindigkeit ist unerheblich und sehr langsamer Vortrieb stört Dich nicht.

An einem normalen Haushaltsanschluß (230 V) ist die Leistungsaufnahme vermutlich bei 2 KW beendet - beim Anlaufen zieht der Motor ja ganz erheblich viel mehr Strom als im Dauerlauf.
Den passenden Motor mit 2 KW habe ich übrigens noch rumstehen (Anschluß für Keilriemen). Wer Interesse hat, möge sich melden. Allerdings ist das Ding schwer. Allein der Versand kostet schon einiges.

Saxifragus

Offline Psaronius

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #11 am: 29 Nov 07, 19:56 »
Hallo Saxifragus,
danke für Deine Hinweise. Habe auch bloß einen normalen Lichtstrom-Haushaltsanschluß.
Habe ja bei anderen Sammlern schon Eigenbau-Sägen gesehen. Meist haben die Motoren mit 1 - 2 KW,
das Blatt läuft dann relativ langsam, was aber für die Schnittqualität günstig sein soll.
Ich denke auch nur an eine max. Schnitthöhe bis 10 cm.
HAst Du von Deinen "Sägebau-Vorhaben" noch Teile zum Abgeben ?
Wäre eventuell interessiert...
Gruß
Psaronius

Offline caliastos

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #12 am: 29 Nov 07, 20:05 »
also ich habe mich an einem waschmaschinenmoter vergangen. der geht an sich recht gut, sofern das blatt nicht zu heiß wird oder verkantet. eher bleibt dir  antriebswelle stehen, weil der der keilriemen sie nicht mehr mitnehmen kann.

Offline minuwe

Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #13 am: 30 Nov 07, 00:50 »
Hallo,

Zitat
etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen
Sehe ich auch so. Es ist natürlich schade, wenn kein Drehstromanschluss zur Verfügung steht, aber bei 230V hat man die Freudengrenze mit einem 300er Blatt überschritten und muss erhebliche Zugeständnisse an die Zeit machen, die ja bekanntlich in der Leistung drinnesteckt. Oder man schneidet mit segmentiertem Blatt, was aber die Schnittqualität vermutlich herabsetzt. Nimmt man wg. Lichtstrom nur ein 220ger Blatt, bliebe eine Schnitttiefe von etwa 75mm. Der Flansch sollte im Verhältnis zum Blattdurchmesser größer sein, als bei einer Kreissäge, da die Scheibe wegen höherer Wärmeentwicklung besser plan gehalten werden muss.

Bei einer Maschine wie auf dem Bild von "trommeln" kann man mit dem Stück bis an den Flansch schwenken. Liegt die Welle unter einem Tisch, verliert man zusätzlich Schnitttiefe um die Dicke des Tisches.  Schnitttiefe bei Dicke Tisch von 10 mm (Stahl) hier also nur 65 mm. Man kann ggf. an der Stelle, wo der Flansch den Tisch berührt, den Tisch bis auf 4 mm aussparen, Schnittiefe dann 71 mm.

Persönlich würde ich die Konstruktion wie Bild von "trommeln" vorziehen, da dies eine einfache, stabile und führungsgenaue Bauart ist. Hier kommt es lediglich auf ein genaues, das heißt ausreichend breites Schwenklager das Haltestockes an. Da wird man beim Schrotthändler seines Vertrauens sicher fündig. Die Schwenkachse muss auf 0,02 mm genau parallel zur Drehachse des Motors ausgerichtet sein, was kein Hexenwerk ist. Und: je schwerer das Gestell, um so besser, wegen der Vibrationen.

Glück Auf
Uwe


Offline schleifer

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Re: Eigenbau Steinesägen
« Antwort #14 am: 30 Nov 07, 11:05 »
Hallo
Ich habe genau diese Säge, die "trommeln" abgebildet hat. Gekauft vor 15 Jahren in Idar-Oberstein. Läuft mit 220 V und einem 350 mm Blatt. Hatte bisher noch nie Probleme. Baue im Moment allerdings noch eine mit Tisch für eine 200 mm Scheibe.
Gruß Robert

 

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