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Autor Thema: Was wird für den Nachwuchs getan  (Gelesen 32443 mal)

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Offline Wenzel

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Was wird für den Nachwuchs getan
« am: 03 Dec 07, 14:34 »
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

heute habe ich mal folgende Frage:

Was wird so in Vereinen getan um auch den Nachwuchs (Kinder,Jugentliche)für unser Hobby zu gewinnen?



Liebe Grüße aus Nordhessen

Frank Wenzel

Offline Geomaxx

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #1 am: 03 Dec 07, 14:51 »
Hi alle
Nachwuchsförderung ?
Ist doch vielerorten gar nicht erwünscht, vgl. Betretungsverbot für Steinbrüche, Baustellen etc...
Nachwuchs ist nur dann erwünscht, wenn er sein Taschengeld ausgibt, wie z.B. auf Börsen, dann wird mal das "Goldwaschen für Kinder" angeboten. Mehr aber auch nicht.
Glück Auf!
GEOMAXX, der seinen Nachwuchs trotzdem (meist) auf Touren ins Gelände mitnimmt, nur nicht auf Börsen, um ihnen das ätzende "Goldwaschen" und den Nepp zu ersparen...

Offline Kerloc

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #2 am: 03 Dec 07, 14:54 »
Hi Wenzel,

ich denke man muss da von alleine drauf kommen. Wenn man von jemanden anderen dazu bewegt wird ist die Wahrscheinlichkeit größer (so denke ich) das man damit irgendwann wieder aufhört. Dann ist es schade um die Zeit und das Geld.

Ich habe schon mit 5 Jahren angefangen Steine aufzuheben und seit 3 - 4 Jahren betreibe ich das Hobby auch ernsthafter. Mein Onkel wollte das ich Briefmarken sammle , naja nach ein paar Monaten hatte sich die Sache erledigt.


Grüßle Martin

Offline Grenzton

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #3 am: 03 Dec 07, 15:19 »
Hallo.

Da ich kinderlos bin kann ich primär keine eigenen Erfahrungen weitergeben.
Aber da ich einen (themenfremden) Shop betreibe, kommt es öfter vor das Kunden mit ihren Kindern hier hereinspazieren.
Deshalb habe ich auf meiner Theke einen Bereich eingerichtet auf dem einige Fossilien stehen. Verkieseltes Holz, einen Ammoniten, Muscheln.
Die meißten Kinder sind schon interessiert und fragen ihre Eltern oder auch mich was das ist.
Traurigerweise werten die Eltern, aus Mangel an Verständnis, oftmals diese Fossilien derart ab: "Ach das sind doch nur Steine", oder "Nee nee komm da weg",
"Da macht man sich dreckig".
Es ist erschreckend das manche 6-8 jährigen Kinder noch nie in einem Wald waren. ???
Das ist mir absolut unverständlich.
In meinen Augen sind die Eltern und die statusbezogene Gesellschaft schuld daran.

Gruß, Kalle

Offline thothie

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #4 am: 03 Dec 07, 16:19 »
Hallo Frank,

warum interessiert Dich das? Möchtest Du dich in dieser Richtung angagieren?

Ich bin zwar zur Zeit in keinem Verein organisiert, glaube aber, daß Kinder -u. Jugendförderung ein elemtarer Baustein eines jeden Vereins sein sollte, der was auf sich hält.

Das trifft auch auf Mineralienvereine zu. Nicht ohne Grund sind viele VFMG- Ortsgruppen wegen Überalterung dicht gemacht worden , oder stehen kurz davor, weil sie es versäumt haben für einen fließenden Generationswechsel zu sorgen.

Die didaktischen Möglichkeiten sind vielfältig, um dieses interessante Hobby den jungen Menschen näher zu bringen.

Von unterrichtsmäßiger Wissensvermittlung bis hin zur primären Erfahrung bei Exkursionen im Gelände ist alles möglich, was natürlich auch vom Alter und den Interessengebieten der Kinder - u. Jugendlichen abhängt.

Ich hatte während meiner Tätigkeit als Erzieher in diversen Kindertagesstätten schon ein paarmal die Gelegenheit mit den Kids ungefährliche Halden im Wald aufzusuchen, die natürlich so ausgewählt waren, daß dem Alter entsprechend viele große Kristalle oder bunte Steine zu finden waren und kann nur sagen, daß gerade für Kinder im Vorschulalter die Begeisterung für Mineralien grenzenlos ist und zwar für alle, so wie ich es erlebt habe.

In dem Alter müßte man also ansetzten und allmählich Aufbauen, dann wird dieses schöne Hobby auch Zukunft haben.

Gruß

Thomas

PS.: Das "Goldwaschen" auf Börsen finde ich gar nicht so schlecht. Auch das kann eine Schlüsselerfahrung sein, um Kinder für Mineralien zu interessieren, gerade für die, welche eben nicht in den Wald dürfen.
« Letzte Änderung: 03 Dec 07, 16:33 von thothie »

Offline Kerloc

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #5 am: 03 Dec 07, 16:26 »
Ich denke das man Jugendliche nur schwer für das Hobby begeistern kann, außer sie hatten damit schon mal in der Kindheit zu tun (so wie ich).
Wenn dann sollte man eher kleinere Kinder als Zielgruppe wählen.

Grüßle
Martin

Offline Axinit

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #6 am: 03 Dec 07, 16:29 »
Servus,

unsere Schweizer Nachbarn von der SVSMF tun offensichtlich einiges, damit unser Freizeitvergnuegen nicht wg. Ueberalterung langsam aber sicher von der Bildflaeche verschwindet ...  ;D:

http://www.lasgam.ch/juniors.htm

Natuerlich kann man Interesse nur wecken , falls es vorhanden ist - so es aber vorhanden ist, kann man dies ja auch unterstuetzen, foerdern und durch kleine Erfolgserlebnisse ausbauen. Wer findet als Kind nicht einmal gern einen tollen Glitzerstein oder ein Fossil - nur wer nicht das Glueck hat in unmittelbarer Naehe eines Bergbaugebietes zu wohnen oder ein paar Schritte zu einem fossiltraechtigen Aufschluss zu haben wird im Kindesalter immer von der Mobilitaet eines erwachsenen Begleiters abhaengen.

In diesem Sinne machen thothie und  Geomaxx sicher das Richtige !

GA

Harald


Offline thothie

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #7 am: 03 Dec 07, 16:45 »
Richtig, zuerst einmal kommt die Heranführung. Das ist ganz klar Vereinssache. Nicht alle Eltern interessieren sich dafür.

Die Heranführung sollte im Kindesalter geschehen und gerade im Vorschulalter sind Kinder noch absolut offen und begeisterungsfähig.

Nach der Heranführung kommt die Vertiefung. Das mit Schulmethoden zu realisieren halte ich für problematisch, da gerade jugendliche erst mal keine Lust mehr auf Schule haben in ihrer Freizeit.

Aber das geht ja auch anders. Jugendliche in die Verantwortung gleichberechtigt mit einbeziehen, den Stoff wissenschaftlich und projektorientiert vermitteln, oder gleich von ihnen selbst entwickeln lassen.

Offline der Sauerländer

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #8 am: 03 Dec 07, 16:52 »
Hallo

Dieses Thema haben wir hier vor einigen Jahren ausgiebig diskutiert. Vorschläge und Anregungen gab es viele, ebenso Beispiele.
Leider finde ich den Thread nicht wieder.
Damals diskutierte der Peter McSchuerf noch mit. Obwohl (leider) oftmals Pessimist, hatte er doch Ideen zu guten Ansätzen, wie man evtl. Kinder an unser Hobby bringen kann.
Das Thema verlief, wie jedes andere Thema hier aus verständlicher Ursache, irgendwann im Sande.

Auf der Börse in Neheim-Hüsten haben wir das Thema ebenfalls am Rande etwas diskutiert. Einig waren wir uns darin, das es keinen oder kaum Nachwuchs gibt.
Obwohl.....gerade in Neheim-Hüsten standen doch einige junge Sammler hinter den Tischen. Und jetzt wiederhole ich.......
obwohl.....auch in Neheim-Hüsten war der Altersdurchschnitt hinter den Tischen deutlich über 50.

Dass meine eigenen Jungs mein Hobby nicht zu ihrem gemacht haben, liegt nach meiner, viel zu späten, Erkenntnis an mir selber. Ich habe einfach nicht ihr Interesse geweckt und die Touren, die ich gewählt habe, waren zu gefährlich. Wenn Irgendwer über fehlenden Nachwuchs NICHT meckern darf, dann bin ich das! Die Fehler habe ich gemacht!! Heute bereue ich das und hoffe, dass andere Väter das besser machen.

Wilhelm

Offline Hg

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #9 am: 03 Dec 07, 17:29 »
Hallo Wilhelm,
meinst Du diesen Thread hier?
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,4946.0.html
Ist schon über 2 Jahre her.......und es ging zum Teil recht hoch her  ::)
Gruß
Andreas

Offline uwe

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #10 am: 03 Dec 07, 18:47 »
Man kann bei Kindern leicht das Interesse für Minerale wecken. Das ist kein Problem.

In den meisten Fällen läßt aber dann das Interesse während der Pubertät nach und flammt danach sehr selten wieder auf. Ich habe meine Kinder früher oft mit auf Sammeltour genommen. Sie haben auch eifrig gesammelt und die gefunden Minerale im Kinderzimmer aufgestellt. Aber wie das so ist heute als Erwachsene wissen sie zar mehr als der Durchschnittsbürger über Minerale Bescheid, aber zum Hobby hat's bei keinem geführt.

Zur Zeit sind wieder 4 Kinder aus dem Familien und Bekanntenkreis heiß auf Minerale und ich bin der gute Opa bzw. Onkel der immer mal einen schönen Stein zu verschenken hat.

Ich bin der Meinung, daß es falsch ist, wenn sich Kinder nicht bereits in jungen Jahren für ein bestimmtes Hobby entscheiden. Sie sollen ruhig vieles unterschiedliche probieren, denn das ist für die Allgemeinbildung wichtig. Wenn ich so zurück blicke hatte ich mindestens 10 Hobbies während der Kindheit und Jugend. "Steine sammeln" war eine Episode in dieser Zeit. Das hatte aber keinen Einfluß darauf, daß ich mich dann mit etwa 30 Jahren der Mineralogie zugewandt habe.

Gruß
Uwe

Offline jürgen lange

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #11 am: 03 Dec 07, 19:11 »
hallo, zum Glück gibt es doch einiges, aber leider nicht genug:

schaut euch die Aktivitäten an:
#minifossi,
#Münchener Mineralien Freunde
#die Münchener mineralienbörse hat im letzten/vorletzten Heft jugendansprechpartner genannt.
#VFMG reinheim
#im Odenwald gibt es einen Privatmann, der Geologie für Kinder anbietet
#VFMG Hannover
#  Mineraliensammler Genf
# Grube Lenhenbach
# Grube Clara, mit seiner neuen Sammelstelle...
#der deutsche Alpenverein hatte in diesem (letzten) Jahr etwas über Mineralien in seinem Heft
es gibt im Schwarzwald und im Ruhrgebiet noch eine Jugendgruppe, die ich aber nicht näher benennen kann.

ganz sollte man die Hoffnung nicht sinken lassen.

aber, es könnte noch viel mehr sein. an verschiedenen Stellen versauern kids, die nicht dem allgemeinen pc-blog-sport-disco... hinterher rennen (wollen, müssen).

die müsste man einfach aus ihrer Versenkung abholen.

im Rahmen der Geologie für Kinder haben wir hier einen Rennofen gebaut, dabei haben mehrere Schulklassen mitgearbeitet. und die Lehrer waren sogar froh, dass sie einen Projekttag in ihren Alltag eingebaut bekommen haben.

ich weiß nicht, wie eure Kinderrate ist (ich liege über dem  Durchschnitt), die Freundin meines Jüngsten hat auch einen mineraliensammelnden Opa.. da finge es schon einmal an... vielleicht habt ihr die Blicke schon einmal gespürt, wen ihr mit einer Zahl von Kindern irgendwo aufgetaucht seid. eine vielzahl von Hunden o.ä. wäre nicht mit so bösen Blicken begleitet worden.

schaut euch doch einmal unsere #6\!!!-Tagessmedien an. da seht ihr, welchen Mist man uns vormacht. es ist schwer genug, sich dagegen abzugrenzen. heute ging es darum, dass irgendein Prinz mal wieder eine Nacht mit jemand hatte.

wegen heranführen, ich wollte mich an das Hobby meines Vaters damals auch nicht heranführen lassen. meine Kinder sind alle in Lengenbach gewesen und sind jeder schon einmal die Halde herunter gepurzelt. die Kinderwagen habe ich zu Transportzwecken missbraucht. sie hätten die Chance gehabt, sind aber nicht dabei geblieben. war halt so...

hier in Darmstadt gab es vor Wochen eine Veranstaltung zur Jugendförderung. klar, die gesellschaftlichen Träger waren da. aber auch die Amateurradio-Leute haben sich unter die Stände gewagt. warum kein Mineraliensammler-Verein?


die kids haben kein so großes Portemonnaie. ich habe vorgeschlagen, dass für Kinder die Teilnahme an der VFMG-Sommertagung verbilligt werden könnte. auch wird ein Kind nicht unbedingt seinen Beitrag für die Sommertagung ein halbes Jahr auf dem Konto des Ausrichtens parken können/wollen.

so dass war es,

herzliches Glück Auf Jürgen Lange/de



,


Offline Kerloc

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #12 am: 03 Dec 07, 20:02 »
Ich denke nicht das in der Pubertät das Interresse abflacht - eher anders herum. Ich und einer meiner Schulfreunde sind begeisterte Sammler und vor 2 Jahren (da war ich 15) ging es mit dem Hobby wieder richtig los.

Grüßle Martin

Offline Maulwurf

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #13 am: 03 Dec 07, 20:43 »
Hallo,

ich will mal selbst als Betroffener und ältestes Jugendgruppenmitglied der VFMG-Bergmark-Wuppertal etwas zu diesem Problem sagen, weil ich dies etwas anders sehe :
Für den Nachwuchs wird etwas getan, nur weigern sich  Kinder und Jugendliche diese Angebote anzunehmen!

Erstens muss ich uwe recht geben; viele Jugendliche, die als Kinder mit dem "Steinsammeln" angefangen haben, finden wenn sie älter werden, viele Dinge interessanter, und spätestens mit der ersten Freundin ist Schluss mit dem Hobby, egal wieviel Zeit und Taschengeld vorher darein gesteckt wurde.  >:(
Zweitens: Es liegt nicht unbedingt an den Vereinen, unsere VFMG-BG besitzt eine eigene Jugendgruppe in der der "theoretische" Teil des Hobbys anfängergerecht vermittelt wird, auch veranstalten wir Exkursionen die speziell zu Fundstellen führen, die für Kinder/Jugendliche und andere Anfänger ungefährlich und interessant sind. Wir versuchen uns auch in der Öffentlichkeit (Wuppertaler Mineralienbörse, Enneppetaler Mineralienbörse, Tag des Kindes in Wuppertal usw.) zu präsentieren, aber trotzdem lassen sich kaum Kinder und Jugendliche fürs Mineraliensammeln begeistern.  >:(


Ich vermute dass dieses Problem in erster Linie einfach an dem Überangebot an Freizeitmöglichkeiten liegt, viele Jugendliche wollen auch garnicht mehr ins Gelände oder sich bei einer Grabungsaktion "die Finger schmutzig machen". Und wenn dann auch noch Naturwissenschaften ins Spiel kommen, hört für die meisten der Spaß auf. Ich denke dass man zwar versuchen muss, dass Hobby in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, aber dass es aufgrund seiner "Anforderungen" (Geländearbeit, Dreck, Naturwissenschaften usw.) für viele Jugendliche einfach (dies ist leider so ) unattraktiv ist. Man kann nur versuchen durch die Öffentlichkeitsarbeit die Nachwuchssammler, die schon irgendwie mit dem Hobby "sympathisieren" ausfindig zu machen und an einen Verein zu binden. Es nutzt meiner Ansicht  nach garnichts die Jugendlichen über Verwandte zum Sammeln zu bringen. Ich habe erlebt, dass diese Versuche nichts bringen, spätestens wenn, die Jugendlichen in die Pubertät kommen, schmeißen sie dann das Hobby aus Prinzip hin  !!!   Aber die Eltern sollen, wenn die Kinder ein solches Hobby besitzen dies natürlich auch fördern, dies ließe sich vermutlich schon damit erleichtern, wenn man den Eltern sagt dass die Kinder durch diese Art der Freizeitbeschäftigung, auch Wissen erwerben, welches ihnen in der Schule weiterhilft (Erdkunde, Industriegeschichte, Physik, Chemie evtl. Biologie usw.)
Auch sind die Jungendlichen heute schon relativ selbsständig, wenn sie diese Selbstständigkeit fürs Mineraliensuchen und nicht nur für Disko, Shopping und anderen Mist einsetzen würden, wären auch abgelegene bzw. unbekanntere Fundorte schnell ausfindig gemacht und aufgesucht.

@ Geomaxx:
Die Behauptung "Nachwuchs unerwünscht ! " finde ich falsch:
Ich persönlich muss sagen dass mir als Jugendlicher und schon früher als Kind auch und gerade von seiten der anderen Sammler sehr viel Starthilfe beim Einstieg in dieses Hobby gegeben wurde. Gerade in diesem Bereich der vom "Aussterben durch Nachwuchsmangel" bedroht ist, erkennen sehr viele, wie wichtig es ist, dass sich auch junge Leute dafür begeistern. Ähnliche  Probleme bezüglich Verbote usw. gibt es nicht nur fürs Mineraliensuchen, auch andere Hobbys haben mit Problemen "von außen" zu kämpfen : Was für uns Mineralien/Fossiliensucher Betretungsverbote, sind z.B. für Schützenvereine die strengen Waffengesetze. Wenn man sich von diesen (wir sind ja hier in Deutschland  :P  ) Verboten abhielten ließe, wäre genaugenommen keine oder nur sehr wenige Hobbys legal möglich. Ich stelle die zugegebener maße ketzerische Behauptung auf, dass eine gegen kein (wirklich kein) einziges Gesetz vertoßendes Hobby irgendwie unmöglich ist. Hier ist es doch zum Teil sogar schon verboten einen Stein vom Weg aufzuheben !

@Grenzton
"Statusbezogene Eltern" sind eher nicht das Problem, die Kinder und Jugendlichen sind mittlerweile fast statusbezogener als die Eltern: Als ich bei der diesjährigen EN-Mineralienbörse am Steine-Waschstand half, mussten einige Eltern ihre Kinder überzeugen, dass es nicht schlimm oder ekelig ist sich dreckig zu machen. Auch sind statusbezogene Eltern eigentlich daran interessiert dass die Kinder eine sinnvolle (meist gleichzusetzen mit "lehrreiche") Freizeitbeschäftigung haben.

Zusammengefasst: Das Problem liegt in erster Linie bei den Jugendlichen selbst, wenn man auch als Jugendlicher sammeln will, ist dies möglich, die meisten Eltern hätten auch nichts dagegen, von Seiten der erwachsenen Sammler wird auch sehr viel Starthilfe geboten und Beschränkungen (zum teil noch hinderlichere) gibt es in diesm Land für fast jedes Hobby !!!  Man kann die desinteressierten Shopping- und Diskokiddis ja nicht dazu verurteilen ein sinnvolles Hobby anzunehmen. Wer nicht will der hat schon !

(Sorry für den Pessimismus, aber ich sehe die Sache aus meinen eigenen Erfahrungen etwas anders, als die meisten anderen hier im Forum)


Mit freundlichen Grüßen
Fabian




Offline grauwacke

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Re: Was wird für den Nachwuchs getan
« Antwort #14 am: 03 Dec 07, 21:20 »
Hallo alle,
ich finde es sehr wertvoll, wenn Kinder sich für irgendetwas in der NATUR interessieren, Steine sammeln, Tiere beobachten, ein Aquarium haben, oder auch gerne wandern. Für Mineraliensammeln bei Kindern vor der Pubertät ist es, glaube ich, wichtig, daß
1.) das Gefundene auch im herkömmlichen Sinne schön ist (ein "Schatz"), und wenn es nur zentimeterlange Bergkristalle sind oder ein bißchen Pyrit oder Bleiglanz, und
2.) das Finden an den entsprechenden Stellen relativ garantiert ist.
In LAPIS war mal vor Jahren ein Aufsatz: Mineralienfundstellen für Kinder, d.h. fundsicher, ohne Akrobatie zu erreichen und auch einigermaßen "schön". Vielleicht sollten wir hier im Forum auch mal so eine Liste erstellen.
Wenn dann das Interesse "gezündet" hat, wird wohl fast jeder hier in der Lage sein, dem Kind eine kleine Grundsammlung zusammenzustellen und den Umgang mit einer Mohsschen Härteskala beizubringen etc.

Gruß

Grauwacke

 

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