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Autor Thema: Hauyn aus Sachsen  (Gelesen 23590 mal)

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Offline jürgen lange

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #15 am: 13 Feb 12, 22:09 »
Jetzt frage ich mich, warum die und die anderen nicht ...

Haben die einen eine Fluoreszenz-Hemmung. Wer (besser was) ist dafür verantwortlich.

Nachtrag: ich fand gerade den Begriff der Fluoreszenslöschung, die bei organischem Material z.B. durch Kalium-Ionen ausgelöst wird: http://www.biophys.uni-frankfurt.de/~wille/prakt/anleitungen/04_fluoreszenz.pdf

Interessante Geschichte. was sagen die Anorganiker und Physikochemiker dazu?

J.
« Letzte Änderung: 21 May 15, 15:07 von oliverOliver »

Offline Jochen1Knochen

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #16 am: 13 Feb 12, 22:24 »
Hallo!
Ob sich bei so etwas durch den Lichteintrittswinkel was verändern läßt? ???
Gruß Jens

Offline Krizu

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #17 am: 14 Feb 12, 09:29 »
Nein, es lag nicht am Licht  8)

In den Festkörpern gibt es fast immer irgendwelche Floureszenzlöscher. Es gibt z.B. kommerzielle Fluoreszenzstoffe die nicht mit dreiwertigen Ionen zusammen kommen dürfen. Es gibt je nach Kristall Fe oder andere Ionen als Löscher. Das ganze aufzuklären bedarf etwas mehr an teuren Geräten.

Andere reagieren auf UV im flüssigen/gelösten Zustand mit einer Strukturänderung und Verlust der Fluoreszenz, im festen Zustan passiert das nicht...

Im Moment kämpfe ich mit drei messbaren Fluoreszenzen in einem Produkt. Eine konnte ich bisher zuordnen... Der Aufwand ist exorbitant.

Bei dne Steinen vermute ich verschiedene Ausbrüche am Laacher See und damit geänderte chemie.

MfG

Frank


Offline smoeller

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #18 am: 14 Feb 12, 09:59 »
Hallo,

Vermutlich sind es verschiedene Zusammensetzungen (Mischkristallbildung). Die stark gelborange Fluoreszierenden erinnern mich eher an Sodalith, der in der Tat für diese Fluoreszenz bekannt ist. Die etwas schwächeren roten, das ist ziemlich eindeutig Hauyn.

Habe eben dasselbe bei meinen Hauynen von derselben Fundstelle beobachtet. Im Gegensatz zu einer Probe vom Wingertsberg, wo die Hauyne in Matrix sind, da tritt nur die rote  Fluoreszenz, nicht die gelborange auf.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Noseane nicht fluoreszieren. Es könnte also tw. an der Mischkristallbildung Hauyn-Nosean liegen.

Glück Auf!
Smoeller

Offline altes-gebirge

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #19 am: 30 Nov 14, 20:28 »
Guten Abend zusammen,

So, ist ja nun eine Weile her, seit dem ich das Thema startete ( Dezember 2007  ;D  ) und siehe da...

Endlich kam der Hauyn heute dann ans Tageslicht. Zwischen Marienberger Scherbenkobalt und nem Greifensteiner Apatit-Stüfchen, "tummelte" sich der Lausitzer

Stufengröße: 50x45x25mm, der Einschluss ist 4x2mm.

Da ich den Phonolith/Basalt vom Hohberg in der Lausitz (immer noch) nicht kenne, hat sich an der Situation von 2007 an sich nichts geändert.

Das größere, der beiden Stücke, mit sehr altem Etikett, befindet sich bei meinem Sammlerfreund, genau wie 2007, als er mir das kleinere Stück schenkte.

Hohberg bei Sohland.......Könnte der FO zu diesem Stück passen?

VG

Marcus
« Letzte Änderung: 30 Nov 14, 22:45 von slugslayer »

Offline raritätenjäger

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #20 am: 01 Dec 14, 11:39 »
Hmm. Der sieht jetzt haargenau so aus, wie die Riesenwacke, die ich kürzlich hier mal eingestellt hatte. Und das lustige ist, dass in der Kiste, wo die herkam, einige alte Lausitzer rumschwirrten. Bin also auch mal gespannt, was da noch an Erkenntnissen kommt.

Wobei mir auch hier die Matrix weniger nach Basalt, als nach der klassischen Mühlsteinlava aussieht. Interessant wäre zu wissen, ob auf dem alten Etikett nur der Fundort drauf war oder ob explizit auf den Hauyn verwiesen wurde. Wenn nicht, würde ich von einer Vertauschung ausgehen.

Basalt oder Lava sind mir persönlich aus der unmittelbaren Umgebung von Hohberg auch nicht bekannt, aber ich bin kein Lokalexperte.

Gruß
Andreas

Offline altes-gebirge

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #21 am: 01 Dec 14, 11:55 »
Hallo Andreas,

"Wobei mir auch hier die Matrix weniger nach Basalt, als nach der klassischen Mühlsteinlava aussieht"

Deshalb habe ich diese Stufe direkt mit den Niedermendiger Stufen verglichen und kleine, eher unscheinbare, Differenzen die Körnung betreffend festgestellt. Aber das muss auch nichts heißen. ;)

Bei dem größeren und besseren Stück, steht wie erwähnt,  "Hauyn, Hohberg,Lausitz"  auf nem "hornaltem" Zettel.

Hoffe die Lokalexperten finden den Weg nach 7 Jahren "Pause" zurück .

VG

Marcus

Offline raritätenjäger

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #22 am: 01 Dec 14, 12:22 »
Hallo,

das macht die Sache nun wirklich spannend. Es stimmt schon, die Körnung ist eine Idee grober und "lockerer" als die meisten Mendiger, etwas mehr helle Anteile auch vielleicht. Ich probiere mal ein paar Aufnahmen von meinem Stüfchen als Vergleich.

An ein Foto des Etiketts ist nicht zu kommen, denke ich?

Gruß
Andreas

Offline altes-gebirge

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #23 am: 01 Dec 14, 17:30 »
"An ein Foto des Etiketts ist nicht zu kommen, denke ich?"

Ich versuche NICHT wieder 7 Jahre zu trödeln, mit dem Foto  ;-)

VG

Marcus

Offline raritätenjäger

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #24 am: 02 Dec 14, 11:44 »
Vielleicht schaffstes ja in der Hälfte der Zeit >:D

Offline Sebastian

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #25 am: 02 Dec 14, 16:16 »
Hallo, interessantes Teil.
Aber hier muss ich mal nachfragen: Hochwald oder Hohberg, oder stand da Hohwald?
Ist geologisch wie auch geographisch ein Unterschied.
Gruß Sebastian
« Letzte Änderung: 02 Dec 14, 17:53 von Sebastian »

Offline altes-gebirge

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #26 am: 02 Dec 14, 19:29 »
Hallo Sebastian,

Ich versuche es in weniger als 7 Jahren bzw. der "Hälfte" ( siehe Andreas) hinzubekommen. Vllt. sogar ein Foto der anderen Stufe :-)

VG

Marcus

P.S. Hast natürlich Recht. Sind" 3 Paar verschiedene Schuhe", geologisch gesehen.

Offline raritätenjäger

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #27 am: 03 Dec 14, 11:54 »
Hohwald würde auch schon eher passen, da gab´s glaube ich Basaltschlote in dem Bereich.

Offline Sebastian

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #28 am: 03 Dec 14, 12:38 »
Nein, bei Hohwald würde ich definitiv sagen das nicht stimmt.
Dort gibt es nur die basaltischen Gänge im Granodiorit, und die führen sicher kein Haüyn.
Ein winziger Flecken auf der geologischen Karte von Lange et al. Ist aber als Phonolit ausgewiesen. Allerdings auf tschechischer Seite. Das Stück würde ich nicht mehr genau zuordnen wenn kein plausibler FO angeben wird.
Gruß Sebastian

Offline altes-gebirge

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Re: Hauyn aus Sachsen
« Antwort #29 am: 03 Dec 14, 14:05 »
Hallo miteinander,

Hohwald,Hochwald.....

Nur ein kleiner Buchstabe kann eine "fatale" Wirkung haben.

Nächste Woche werde ich vor dem Etikett stehen ( mit Kamera ) und den "Wisch" + Stufe mal ablichten.

Selbst dann gebe ich aber zu bedenken, das Rechtschreibfehler ( verursacht durch was auch immer ) ein altes menschliches "Problem" darstellen können.

Das Problem der Materialverschleppung existiert auch nicht erst seit den 1980´ern.

Ich versuche(!) mal die Geschichte der beiden Stufen zu eruieren. Vllt. lassen sich dann gewisse Rückschlüsse ziehen. Hier gilt einer meiner (Lebens-)Grundsätze: Je mehr Quellen, umso mehr Informationen.

VG

Marcus