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Autor Thema: Euer erster Stein  (Gelesen 8815 mal)

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Offline Tobi

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Euer erster Stein
« am: 29 Apr 08, 17:50 »
Moin,

inspiriert von dem Thread, der sich damit befasst, wie die einzelnen Mitglieder zu diesem Hobby gekommen sind, würde mich mal interessieren, was denn so euer "erster Stein" war, ob ihr ihn noch besitzt, ihm eventuell einen Ehrenplatz zugewiesen habt oder ihn vielleicht gar weggeschmissen habt.

Um mal den Anfang zu machen: Mein erstes Stück überhaupt war eine kleine Stufe Pyrit mit hochglänzenden, glitzernden Kristallen aus Huanzala/Peru, die ich mir damals im Mineralogischen Museum gekauft habe, als wir mit unserer Klasse einen Ausflug dorthin gemacht haben und ich mit der Liebe zu Mineralien angesteckt wurde. Wenngleich diese Stufe aus meiner heutigen Sammlersicht natürlich nichts Besonderes ist, so hat sie dennoch einen besonderen ideellen Wert. Ich habe sie natürlich immer noch und werde sie auch nie hergeben, weil sie mich immer an mein erstes Mineralienerlebnis und an den Tag, an dem ich das Sammeln angefangen habe, erinnern wird ...

Gruß

Offline trommeln

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #1 am: 29 Apr 08, 17:59 »
Der erste Schweizer Flint - Zufallsfund auf einem Parkplatz in einem Gebiet, wo es tonnenweise Flint gab, wir aber wegen vollbewachsenen Feldern an dem Tag rein nix fanden.
Es ist kein Stein aus der ersten Trommel, auch nicht unser erster Flint (der wäre von der Ostesee), aber der erste wirkliche "Fund" und unser Lieblingsstein.

Offline caliastos

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #2 am: 29 Apr 08, 19:46 »
öhm, ja, gut...

das ist etwas kompliziert, da ich an sich nicht mehr genau weiß was das 1. stück war. ich weiß da nicht mehr so genau ob es überhaupt nur eines war. erinner mich auch nicht mehr so an die zeit mit 5 bzw. 6 jahren, aber ich mußte wohl schon immer auf die 4 Deko-Stücke daheim geschielt haben, denn das waren die 1. die ich bekam. dann war da irgendwo eine pause von paar jahren, die erst 95 dann die jetzige sammlung wirklich begründeten.

Eine der ersten, die ich bokommen hatte war dieser malachit und kurz darauf ein bergkristall

Offline caliastos

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #3 am: 29 Apr 08, 19:48 »
die erste größere stufe

Offline raritätenjäger

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #4 am: 29 Apr 08, 19:49 »
Hallo,

Geht mir ähnlich, die Rekonstruktion ist heuer etwas schwierig. Das erste dürften ein paar Achatscheiben gewesen sein, wenn ich nicht irre. Dazu ein paar Trommelsteine. Aber son Peruaner war auch bei mir ganz vorn dabei, ebenso die obligatorische kleine Amethystdruse.

Gruß
Andreas

Offline torunta

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #5 am: 29 Apr 08, 21:51 »
Also ich weis auch nicht mehr genau was der erste erste war.
mein vater war mal laenger in der sahara unterwegs und hatt mir von dort quarzgeoden und sandrosen mitgebracht die haben mich damals ziemlich fasziniert, neben denen stand dann auch noch amethyst und pyrit und bergkristall in der sammlung.
der erste fund war bei einer wanderung mal zufaellig almandin
und bald danach dann bergkristall, der aber schon nach suchen im salzburger bergland

lg torunta

Offline Stein83

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #6 am: 29 Apr 08, 23:04 »
Hallo,

mein erster "Stein" war eine kleine Bergkristallstufe aus St. Andreasberg im Harz, wobei die Quarz xx eine Größe bis 5mm erreichten.
An und für sich heute nicht grad "sammlungsgeeignet", aber als Erstfund in der Sammlung noch immer vertreten!!

Glück Auf

Sören

Offline Sonntag

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Mein erster Stein
« Antwort #7 am: 28 Nov 12, 23:03 »
Hallo,
mir war danach, mal die Erinnerungen an meinen ersten Mineralienfund hier zu veröffentlichen.
Vielleicht habt ihr auch mal Lust zu erzählen, wie ihr zum Mineraliensammeln gekommen seid.
Foto meiner ersten Mineralienstufe folgt.

Grüße aus dem Rheinland
Bruno - Sonntag


Mein erster Stein.

Es war in meiner Kindheit in  den 50er Jahren. Wie so oft suchte ich in den umliegenden Wäldern meines Heimatortes nach Pilzen für das Abendessen.

Ich befand mich in einem Waldstück, das ich bisher selten betreten hatte.
Der Waldboden war übersät mit Blättern und Moos. An manchen Stellen lagen weiße glänzende Steinbrocken herum. Schon über eine Stunde hatte ich nach Pilzen gesucht aber ohne Erfolg. Etwas enttäuscht trat ich gegen  einen der zahlreichen Steine. Beim Rollen entdeckte ich an der Unterseite einige Quarzkristalle, deren funkelnder Glanz mich faszinierten. Ich hob den Stein auf und bestaunte die glitzernden Kristalle. Die Quarzstufe  hatte die Form eines kleinen Eisberges, und ich hatte das Gefühl etwas Besonderes in meinen Händen zu halten. Ich spürte meinen ersten „Steinrausch“ ein Glücksgefühl über einen Fund, dass ich im späteren Leben noch öfter erlebte. Da mein Fundstück eine unheimliche Faszination in mir auslöste beschloss ich, den kokusnussgroßen Stein mit nach Hause zu nehmen.

Meine Eltern staunten sehr, als ich anstatt der erhofften Pilze mit einem Kristallbrocken in die Küche trat. Am nächsten Tag nahm ich mein Fundstück mit in die Schule, und neugierig wurde ich gefragt, wo ich denn den schönen Stein her habe. Ich genoss das große Interesse und gab  bereitwillig Auskünfte über den genauen Fundort. Am Nachmittag radelte ich mit mehreren Schulfreunden zur Fundstelle. Dort suchten wir längere Zeit genau den Waldboden ab, aber außer derben Quarzbrocken fanden wir nichts.

Am Abend informierte ich mich in meinem Lexikon über Mineralienfundstellen. Doch ich fand nur Hinweise auf entfernt liegende Länder wie z.. B. Brasilien. Ich legte den Stein in unseren Vorgarten, und das Interesse Mineralien zu suchen kam wegen fehlender Fundortkenntnisse zum Erliegen. Hin und wieder blieben Leute vor unserem Haus stehen und bewunderten meinen ersten Kristallfund. Sogar 20 DM bot mir ein Kurgast. Ein wirklich guter Preis. Doch ich blieb standhaft, da  ich sehr an meinem Prachtstück hing.

Über ein Jahrzehnt dauerte es, bis ich meine nächste Mineralienstufe in Händen hielt.
Noch heute, nach über 50 Jahren, befindet sich mein erster Fund, ich nenne ihn inzwischen „Eisberg“,  in meiner Sammlung. Beim Anblick des Steines werden manchmal  wieder die Erinnerungen an die Glücksgefühle wach, die ich bei meinem ersten Mineralienfund erlebte.

« Letzte Änderung: 28 Nov 12, 23:13 von Sonntag »

Offline Tobi

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Re: Mein erster Stein
« Antwort #8 am: 29 Nov 12, 07:56 »
Schön geschildert :)

« Letzte Änderung: 29 Nov 12, 09:03 von slugslayer »

Offline GREENHORNMTL

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #9 am: 29 Nov 12, 20:36 »
Das war im Sommer 1999. Eine Urlaubswanderung entlang des Kungsleden in Schwedisch-Lappland. Während einer Rast unweit der norwegischen Grenze habe ich einen grünen Stein entdeckt, den ich mitgenommen habe. Zu Hause angekommen, bin ich zum nächsten Goldschmied, und habe ihn gefragt, was das wäre, und ob man daraus einen Anhänger für eine Kette machen könnte ;D. Ging natürlich, meine Frau trägt seit Weihnachten 99 einen wunderschönen Anhänger aus Aktinolith aus Schweden, und mein grüner Stein hat seitdem eine perfekte Standfläche.

Offline Linda

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #10 am: 29 Nov 12, 21:29 »
mein erster Eigenfund:
meinen ersten Stein habe ich mit 12 oder 13 gefunden, mein Papa hat immer nach Gründen gesucht,meinen Bruder und mich für Wandertouren in Österreich zu motivieren, er hat erzählt, dass auf dem weisseck im lungau "Edelsteine" zu finden wären, und so sind mein Bruder und ich mit auf diesen Berg gestiegen, ist schon ne ganz nette Tour da hoch, aber gefunden haben wir eben auch was... überwiegend kleinere Fluoritsplitter, aber eben auch dieses "Herz", es lag dann irgendwann jahrelang einfach im Schrank, mittlerweile in einer Vitrine mit mehreren Stücken aus der Region und richtig angefangen zu sammeln hab ich dann vor 2 Jahren, aber dieser Stein bleibt mein absolutes Lieblingsstück :)
Grüße Linda

Offline Jörg

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #11 am: 30 Nov 12, 13:40 »
Hallo,

den weiß ich noch genau - ein kleines Geschiebe eines baltischen Feuersteins, auf einem Acker in Hameln.
Muss gut 40 Jahre her sein.
Das gute Stück hat einen Ehrenplatz bei mir in der Sammlung.
Durch Umzüge und Änderungen in den Sammelschwerpunkten, sind im Laufe der Zeit doch einige Stücke auf Nimmerwiedersehen verschwunden, doch der hier hat alles heile überstanden.
Der war auch bestimmt der "Grundstein" für meine Geschiebe-Leidenschaft.

Glück Auf!
Jörg

Online smoeller

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #12 am: 30 Nov 12, 17:31 »
Hallo,

Mein erstes Stück war auch ein ganz profaner Amethyst aus Brasilien, gekauft auf einem Weihnachtsmarkt in Kiel.  Obwohl, eigentlich hab ich auch schon zuvor immer mal aus Interesse Flintsteine von der Ostsee (damals waren wir jedes WE auf einem Campingplatz an der Eckernförder Bucht, wo der ganze Strand voller Steine ist) angeschaut.
Der Stein des Anstoßes war eine brasilianische Amethystdruse in einer Vitrine im Rathaus von Helgoland. Damals hab ich natürlich keine Ahnung gehabt und gedacht, der wäre von dort, weil er neben den Kupfererzen und Fossilien von dort lag. Bald wusste ich es besser, aber meine ersten Funde waren immerhin einige Calcitstufen von der Insel Helgoland.

Heute habe ich mich auf ganz andere Gebiete beschränkt und diese ersten Stücke sind alle weg.

Glück Auf!
Sebastian

Offline Lausitz

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #13 am: 30 Nov 12, 17:47 »
Hallo, möchte mich an diesen netten Thread auch beteiligen weil ich meinen allerersten Chalzedon noch habe. 1967 fand ich diesen Stein, damals nannte ich ihn: einen "echten"Stein, weil der leicht durchscheinend war in einem, meinem damaligem Elternhaus angrenzenden wilden Walddickichts wo es viele Lehmhaufen gab. Und so habe ich ihn noch heute und er ist etwas ganz besonderes für mich.
« Letzte Änderung: 30 Nov 12, 22:01 von Lausitz »

Offline MartinB

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Re: Euer erster Stein
« Antwort #14 am: 01 Dec 12, 08:29 »
Mein erster... Da steht in Langebrück, an der Bahnlinie, am östlichen Ortsausgang, ein Granitfelsen. Da habe ich Bergwerk gespielt, und tatsächlich mit Hammer und Meißel aus Vaters Keller eine kleine Kluft aufgebrochen, die ca. 3 mm lange Rauchquarze enthielt. Dann hat Frau Mama erzählt, ihre Brüder hätten in Richtung Liegau am Wäldchen Steine zerkloppt und da seien Kristalle drin gewesen, und ich bin hingegangen, mit einem Hammer, und es war wahr(Altelbelauf). Vor zwei Wochen war ich im Schafsgebirge (ist ein Witz, den nur die Eingeborenen verstehen, da hat man für den Bahnbau flächig Steine gebrochen, die Berge sind maximal 2 m hoch, vom Forellenteich in Richtung Liegau, nach der Bahnunterführung links, einfach jemand Älteren fragen, da gibt es ab Februar auch Brunnenkresse, im Sumpf am Bahndamm rechts), auf der Suche nach einem Pegmatit, den ich in der Erinnerung hatte, habe aber nix dergleichen gefunden, nur eine geile Bude, die die Kinder mit drei befestigten Wällen umgeben haben. Keine Ahnung, wogegen die kämpfen, sie sind auf jeden Fall vorbereitet. War trotzdem irgendwie geil, hat alte Erinnerungen hochgespült.