Warum Flint?
Für mich gibt es da zwei Gründe.
Einerseits lautet die Antwort: Hier findet man ja sonst nichts. Stimmt zwar nicht ganz, aber es hat trotzdem einen wahren Kern.
Ich würde gerne auch anderswo Sammeln, aber Zeit für Uni, Freunde und die restlichen Hobbies lässt mit zwar Zeit zum Sammeln, aber meist nicht die Zeit für lange Anfahrtswege. Also musste etwas sammeknswertes in der nähreren Umgebung her. Und da die Ton- und Sandgruben in der Region, die bis ins fossilführende Miozän reichten mittlerweile fast alle außer Betrieb und zugeschüttet sind, blieben Geschiebe.
Allerdings halte ich Flint auch an sich für ein wissenschaftlich und ästhetisch interessantes MAterial.
Warum wissenschaftlich?
Flinte enthalten oft schön erhaltene Fossilien. Ich habe hier Bryozoen, Foraminiferen, Seeigel (leider nur Stachel), Schwämme. In einigen halbdurchsichtigen Stücken ist z.B. die Verästelung der Bryozoen in 3D schön erhalten und betrachtbar.
Auch kleine Drusen, mit Quarz oder anderen SiO
2 Mineralen verfüllt sind gar nicht mal so selten.
Warüm ästhetisch?
Flint besitzt einen großen Reichtum an Farben und Formen. Es gibt sogar Flinte, die auf den ersten Blick eher wie Achate, Jaspis oder Karneol wirken, als wie der klischeehafte schwarz-eintönige Feuerstein. Es gibt Flinte in scharz, grau, weiß, gelb, orange, rot; eines meiner persönlichen Ziele ist es die verschiedenen Farben des Feuersteins der Region zu dokumentieren.
Dann habe ich hier noch ein ca. 500g schweres Flintstück, das eine Bänderung aufweist, dass man es fast mit Achat verwechseln könnte.
Und das sind alles nur Flinte aus dem direkten Bremer Umland

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