Hallo Wurzelchen!
Die üblichen Einbettungsorte für Hölzer (Küstennähe oder Festlandsbereiche mit starker Sedimentschüttung) stehen den Entstehungsorten von Radiolariten (Meeres- oder Seenbecken mit absolut fehlendem Sedimenteintrag) diametral gegenüber.
M. E. handelt es sich hier um ringförmige anorganische Mineralisationen, wie sie oft in Kieselgesteinen entstehen. Gesättigte Lösungen dringen dabei in das Gestein vor und hinterlassen intervallartig Mineralausfällungen; die Intervalle können dabei mit rhythmischen Sättigungsschwankungen zusammenhängen oder zeigen Stofffraktionierungen analog dem chemischen Verfahren der Dünnschichtchromatographie an. Nicht ungewöhnlich ist dabei, dass solcherart mineralisierte Gesteinspartien kugelförmig verwittern, weil die ringförmige Imprägnation Vorzugsrichtungen für das Ansetzen von chemischen und physikalischen Verwitterungsfaktoren vorgibt. Sprich, imprägnierte Bereiche können härter als das ungestörte Umgebungsgestein sein, dieses verwittert damit schneller und eine Kugel oder ein Fladen bleibt zurück.
Gruß,
Triassammler