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Autor Thema: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf  (Gelesen 2568 mal)

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Offline raritätenjäger

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Hallo,

In älteren Aufschluss-Artikeln von MÜCKE bzw. KECK (in Juli/83, S.300 bzw. 309) habe ich etwas von einem unbekannten Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat gelesen. Nun ist mir so´n Element zugeflattert und ich wollte mal die Frage stellen, ob jemand näheres zu diesem Material zu berichten weiß? Harrt das Mineral immer noch seiner Erkennung?

Gruß
Andreas

Offline berthold

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Re: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf
« Antwort #1 am: 03 Sep 08, 15:50 »
Hallo Andreas,

hmm, Du meinst die nadligen xx mit Hureaulith? Da war, wenn ich mich recht entsinne, die Problematik der geringen Probemengen und (mit der Technik von vor 25 Jahren) keine Strukturbestimmung möglich. Da gab es einige solche Fälle/Mineralien. Beispielsweise hatte der Prof. Mücke damals eine Handstufe (!) mit beigen Phosphophyllit-Pseudomorphosen von mir. Das Stück ist (heute immer noch unbestimmt) als "leider weitgehend röntgenamorph" zurückgekommen.

Die Problematik bei den Phosphaten ist, dass selbst in einem Kristall die chemische Zusammensetzung stark wechseln kann. Die "alten" Analysen waren dann immer ein Mittelwert. Und selbst wenn man eine genaue chemische Analyse hat dann ist die Kristallstruktur ja noch lange nicht geklärt.   

Gruß
Berthold

Offline Krizu

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Re: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf
« Antwort #2 am: 03 Sep 08, 16:08 »
Hallo Berthold,

da kann ich Dir TEM mit Elektronenbeugung empfehlen oder EBSD im REM.

Mfg

Frank

Offline raritätenjäger

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Re: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf
« Antwort #3 am: 03 Sep 08, 16:12 »
Ja, die müssten das gewesen sein. Also gärt das Problem wohl noch ein paar Jahre...

Gruß
Andreas

Offline berthold

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Re: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf
« Antwort #4 am: 03 Sep 08, 16:23 »
Hallo,

Zitat von einem Professor dem ich schon einige Proben geliefert habe: "Wenn wir wollen können wir 100 neue Phosphate machen". Bezogen übrigens nicht auf Hagendorf sondern auf eine kleine Phosphatfundstelle bei Pleystein. Die Frage ist natürlich immer der Nutzen in Bezug auf den Kostenaufwand der für solche Untersuchungen notwendig ist. Sammlerisch bring das ja auch nicht viel, wenn man weiß was es war, die Probe jedoch für die Analytik draufgegangen ist. Oder, selbst wenn da mehrere Proben sind - und die Kristalle gerade mal unter dem REM schön zu sehen sind...

Gruß
Berthold

@Andreas: Hast Du da mehrere Proben - und wie groß?

Offline raritätenjäger

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Re: Unbekanntes Mn-Fe-Ca-Al-Fluorphosphat von Hagendorf
« Antwort #5 am: 03 Sep 08, 16:28 »
Tja, eine verfügbare, einen MM von 1 cm Größe, die xx drauf winzigst. War eigentlich auch mehr ne Anfrage von einem Sammlerkollegen, der hätte da aber wohl noch einiges mehr auf Lager.

Gruß
Andreas