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Autor Thema: Achate aus dem Muschelkalk  (Gelesen 6320 mal)

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Offline Conny3

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Achate aus dem Muschelkalk
« am: 03 Sep 08, 18:25 »
Hallo,

hier noch ein kleiner Nachtrag zum Sommerurlaub. Bevor ich mich in Richtung Aostatal aufmachte, fielen mir in einer neuen Trockensteinmauer an der Burgruine Löffelstolz bei Mühlacker diese kleinen Drusen und Achate im Muschelkalk auf (Hohlräume von größeren Muscheln). Die Blöcke stammen sicher aus nahegelegenen Steinbrüchen der Umgebung im Kraichgau (Vahingen/Enz, Enztal, Mühlacker,.....). Kennt jemand dort soche Fundmöglichkeiten wo man natürlich auch die Stücke sammeln kann (außer Stinkquarze) ?

Bildanhang: BB jeweils ca. 4 cm

Der Conny


Offline Hotzenblitz

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #1 am: 03 Sep 08, 21:03 »
hallo,...


ja, ich kenne diese teile......
ich hab da im moment auch was auf dem rüttler....
ob man das als achat oder chalcedon bezeichnen soll sei mal dahingestellt....
ich kann nur für den süden hier unten sprechen, aber diese teile sind bei mir hier recht selten zu finden.....
als fundorte kommen hier in frage :
Dinkelberg zwischen Lörrach und Wehr,
umgebund von Waldshut -Tiengen

anbei noch nen link zu ner seite von meinen sammlerkollegen, damit du auch weist wo das ist.....http://www.geologie-des-dinkelbergs.de
gretinx chris

Offline HeikoB

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #2 am: 09 Sep 08, 14:37 »
Hallo Chris,

Rudolf Rykart beschreibt in seinem Buch "Quarzmonographie" Achate als gebänderte Chalzedone.
Er ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Quarze. Demzufolge sind die abgebildeten Stücke von Conny
sehr wohl Achate. Allerdings sind sie recht farblos, weil ein färbendes Oxyd bzw. Hydroxid gefehlt hat.

Dies nur mal als Anmerkung.


Grüsse


HeikoB

Offline Hotzenblitz

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  • auch steine haben gefühle.....?
Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #3 am: 09 Sep 08, 21:07 »
Hallo HeikoB,


Das kanst du drehen und wenden wie du willst ...eben 88.....
ich weis sehr wohl wo der unterschied zwischen chalcedon und achat ist....
in der algemeinen fundortliteratur ist das nun mal so eine sache.... und da spreche ich aus eigener erfahrung.... wenn die leut bei mir am börsenstand ankommen, oder im laden meiner frau, und mir kopien aus der literatur unter die nase halten , sich aufplustern, von fehlbezeichnungen schreien, dann beziehe ich mich auch auf das buch.... nur weil ich meinen karneol als achat verkaufe, und nicht als karneol..... wie das in der literatur beschrieben ist.

so, .....  das kann man nun auch drehen ...... 88....

dein buch von rudolf rykart hab auch ich gelesen.... er ist koryphäe ohne frage , aber nen bier hat er mir noch nicht gezahlt...

Zitat
Dies nur mal als Anmerkung.

grüsse

chrisL

Offline caliastos

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #4 am: 09 Sep 08, 22:43 »
also soweit ich weiß ist calcedon ja definitionsgemäß nur kryptokristalliner quarz, sprich milliarden kleiner quarzkristalle, die wirr aufeinanderliegen und durch die ungeordnete lage die zähigkeit von calcedon erzeugen. auch ist nach den meisten definitionen achat nichts weiter als ein farblicher calcedon, in dem die geschichtete calcedonlagen gefärbt sind und auch opal und anderes vorkommt, genauso wie karneol nur ein rote variante zeigt. chrysopras ist die grüne, onyx die schwarze und der 0 8 15 calcedon die blaue usw. und blabla

das sind jetzt so die dinge, die man in verschiedenen bücher sieht und auch in lehrbüchern findet. die definition oben findet man auch in einem der standartwerke, also dem tröger, den rykart übrigens zitiert.

wenn man es ganz genau nimmt, so gibt es den achat an sich nicht und man kann gleich calcedon mit nebengemenge sagen oder den achat gleich als gestein ansprechen.

viele der namen beschreiben schlicht farbliche varianten. genauso wie quarz, amethyst, cirtin und rauchquarz stehen die oben genannten zueinander. die einen sind kristallin, die anderen kryptokristallin. toll. unterschiede nur in der farbe, als den gitterschäden oder fremdionen.


als kann man sich streiten was was ist. der varietätenname oder der gruppenname. doch einerlei. vieles sind mehr handelsnamen.

wie würdest denn dann das bild hier ansprechen? kannst achat und calcedon sagen. beides nicht verkehrt. wegen der bänderung aber dann doch achat. calcedon zeigt keine bänder laut definition. folglich ist der streifencalcedon ein lagenachat.

Offline caliastos

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #5 am: 09 Sep 08, 22:44 »
und nochmal ein reiner calcedon zu vergleich

Offline HeikoB

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #6 am: 10 Sep 08, 13:17 »
Hallo Chris,

irgendwie scheint es mir, dass Du Dich auf den Schlips getreten fühlst. Ich denke das ich neutral geschrieben
habe und hier niemanden angehen möchte.

Ich stimme dem was Caliastos geschrieben hat wirklich zu. Irgendwie müssen wir uns doch an gewisse Definitionen
halten. Einen Karneol  (ungebändert, farblich von gelb-orange über rot bis rotbraun (Sarder)) als Achat zu verkaufen
halte ich ich für falsch und irreführend. Da stehe ich mit meiner Meinung sicherlich nicht alleine da.

Einen Karneol kann ich als roten Chalzedon verkaufen, sofern er auch die rote Farbe aufweist.

Ich bin fast reiner Achatsammler und kenne die verwirrende Flut von Bezeichnungen besonders beim Achat,.
Einmal wird das Aussehen eines Achates benannt (vom Schleifbild her) z.B. Lagenachat, Wolkenachat etc.
Andere wiederum geben Bezeichnungen über die Herkunft des Stückes an oder des äußeren Erscheinungsbildes
(z.B.Schlangenhautachat). Das führt zwangsläufig zu Verwirrungen und ich finde dies alles sehr übertrieben wie
es bisher gehandhabt wird (meine persönliche Meinung).


Grüsse aus der Oberpfalz !

HeikoB

Offline Heinz

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #7 am: 14 Sep 08, 21:51 »
Zitat von: Conny3
hier noch ein kleiner Nachtrag zum Sommerurlaub. Bevor ich mich in Richtung Aostatal aufmachte, fielen mir in einer neuen Trockensteinmauer an der Burgruine Löffelstolz bei Mühlacker diese kleinen Drusen und Achate im Muschelkalk auf (Hohlräume von größeren Muscheln). Die Blöcke stammen sicher aus nahegelegenen Steinbrüchen der Umgebung im Kraichgau (Vahingen/Enz, Enztal, Mühlacker,.....). Kennt jemand dort soche Fundmöglichkeiten wo man natürlich auch die Stücke sammeln kann (außer Stinkquarze) ?
Der Conny
Hallo Conny3,

die Burgruine heißt " Löffelstelz "  ;)
war letzte Woche oben, habe die Drusen leider nicht gesehen,
werde aber mal nachfragen woher die Blöcke sind,

Gruß
Heinz

Offline turmalin77

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #8 am: 21 Oct 08, 16:36 »
HALLO HEINZ,

und? woher sind die Blöcke?
Konntest Du schon was in Erhahrung bringen.

Ich kenne solche Bildungen aus dem Muschelkalk noch nicht,
wäre aber interessant, wenn man in der Mühlacker Umgebung
im Muschelkalk sowas finden könnte.

Grüßle,

Lars
« Letzte Änderung: 29 Dec 14, 12:04 von oliverOliver »

Offline Heinz

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Re: Achate aus dem Muschelkalk
« Antwort #9 am: 02 Nov 08, 21:35 »
Hallo,

habe heute von einem ehrenamtlichen Helfer erfahren,
daß die Steinblöcke zur Sanierung der Burg aus dem
Steinbruch Zimmermann in Roßwag stammen.

Gruß
Heinz



 

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