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Autor Thema: Grüne Mineralien im Sandsteinquader  (Gelesen 18697 mal)

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Offline Psaronius

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #15 am: 20 Sep 08, 19:29 »
Hallo,
das wird wieder eine Diskussion ohne Ende, denn alle haben irgendwie Recht.

Auch Caliastos, - nur das Problem besteht darin, dass jede Verallgemeinerung auch die Gefahr der Unwissenschaftlichkeit birgt.

Ich kenne das Problem selbst, wenn ich für Ausstellungsprojekte Texte gestalten muss.-
Man hat Unmengen an Infos und soll daraus 3 - 4 Sätze machen, die möglichst alles erklären.
 (Mehr an Text sind die meisten Besucher heute nicht mehr bereit zu lesen.)
Also wird vereinfacht, verallgemeinert und sofort ist einiges nicht mehr 100%ig exakt, weil es immer Ausnahmen, Sonderfälle, andere Details gibt, die durch diese Verallgemeinerungen nicht mehr erfaßt werden.
Man muss also stets Kompromisse finden...

Ein anderes Problem sind noch die Begriffserklärungen oder Definitionen, die dann fehlen, - und die viele bräuchten, um überhaupt alles zu verstehen...
Dann die Frage nach der Zielgruppe: Wem will man was erklären und auf welche Vorkenntnisse kann man aufbauen.
Eigentlich wird die ganze  Problematik recht deutlich, wenn man sich z.B. einen geologischen Fachbegriff auswählt und versucht, dessen Definition in verschiedenen Publikationen zu finden.
Allgemeine Lexikas, Fachwörterbücher, Speziallexikas,...
Erstaunlich wie unterschiedlich die Erklärungen für solch einen Begriff ausfallen !
Das noch dazu...
Gruß
Psaronius

Offline BlackDiamond

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #16 am: 20 Sep 08, 20:19 »
Hallo,

@ alle: Als ersten Rundumschlag genügt mir persönlich eine Beschreibung wie diese:

http://www.trias-verein.de/geologie/buntsandstein.html

@ Marie: Deine Erzählung scheint ja die Sache richtig toll anfängerfreundlich zu machen  ::)

Nach Deiner Beschreibung hast Du entweder eine nette kleine Verwerfung oder zumindest eine extreme Schrägstellung vor der Haustüre.
Es gibt Verwerfungen, da liegen Schichten nebeneinander die eigentlich ein paar hundert Höhenmeter entfernt übereinander liegen.
Ich denke Du hast Dich schon ein bisschen mit Stratigrafie beschäftigt?
Der Muschelkalk liegt ja normalerweise oben auf dem Buntsandstein auf. Da scheitert wohl jede Ferndiagnose.

Zum grünen Glaukonit, im Muschelkalk kenne ich den nur aus den Grenzschichten zum Keuper, also verlandend, marin, küstennah. Hier ist der aber als klar abgegrenzte Krümelchen im Material eingebettet.

So wie ich den Buntsandstein verstehe war er wohl zu großen Teilen sandiges Festland. Der Sand wurde durch Flußsysteme eingetragen und gerne auch mal ummodelliert.Nach der Aussage vom Triasverein mußt Du also nicht nach den großen Dingen ausschau halten, sondern nach
Muschelschalenkrebsen (um zumindest das Alter zu bestimmen).


Chao, Stefan

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #17 am: 20 Sep 08, 20:36 »
Hallo Stefan,
ja ich habe mich ein "wenig" mit der Stratigrafie  beschäftigt.
Ja wir haben gegen den Westen eine Steillage
Und ja ich finde von allem was.
Oben scheint nach unten gekehrt zu sein......
.....mir stehen die Hoore zu Berge *lach
Was ich bestimmbar gefunden hatte
war ein Seestern von kaum 0,5 mm
der lag oben auf
die Muschelschalen  sind allgemein kaum größer als 2 cm
Alles andere was ich habe sind Steinkerne und Bohrwurmlöcher.
Das erste Bild zeigt die westliche Seite des Bruchs
Das zweite Bild zeigt ein Stein in dem die Steinkerne vorkommen
Das dritte und vierte Bild ist die Seite gegen den Osten
gruß Marie

Offline stoanklopfer

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #18 am: 21 Sep 08, 07:34 »
Na, da hab ich ja iweder einmal etwas angezettelt!

Sorry,
stoanklopfer

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #19 am: 21 Sep 08, 11:06 »
Hallo,

wie kann ich als Laie einen Reduktionshorizont von Glaukonit unterscheiden?

Gruß Maria

Offline caliastos

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #20 am: 21 Sep 08, 13:12 »
glaukonit sind kleine grüne körnchen. reduktionshorizonte erhalten ihre farbe nicht von diesem mineral. zudem nicht gezwungen schichtweise.

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #21 am: 21 Sep 08, 19:33 »
Hallo,
eine Frage zu dem ersten Bild oben
und den jetzt zwei anstehenden.
Kann ich diese Sandsteinwände zu den Schilfsandsteinen zählen?

Danke für Antworten
Maria

Offline caliastos

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #22 am: 21 Sep 08, 21:43 »
also an solchen bildern würde ich mir nie mehr zu sagen trauen als die grobe geesteinsart: sandstein (wenn man weiß man ist im BS), aber sonst könnte das auch irgendein kalk und so sein. so auf die art kann und sollte man kein gestein zuordnen. immer aus der nähe und dann im gesamtverband mit schichtgrenzen oder typische merkmale. so kann's alles sein.

Offline Erik

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #23 am: 21 Sep 08, 22:00 »
Der Schilfsandstein ist aus dem Keuper - der steht da lange noch nicht an. Das ist Buntsandstein. Die Muschelkalkbrocken stammen ebenso, wie alles andere, was kein Buntsandstein ist, nicht von dort, sondern sind entweder anthropogen verschleppt oder aber vom Main abgelagert worden. Größere Verwerfungen gibt es dort nicht, die Schichten haben das typische flache Einfallen in südliche Richtungen - also nix mit extremer Schrägstellung.

Grüße, Erik

Offline Druide

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #24 am: 21 Sep 08, 22:11 »
Hallo Erik,

danke für deine Antwort.
anthropogen werd ich googeln...

Gruß Maria

googeln ging schnell *lach
« Letzte Änderung: 21 Sep 08, 22:13 von Druide »

Offline Druide

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #25 am: 22 Sep 08, 10:18 »
Hallo,

dann kann ich also davon ausgehen
das der Main den Boden hier reichhaltig mit Eisen versorgt hat?
Scheinbar gibt es ja keine andere Möglichkeit......

In dem Fall "Eisen im Boden" streich ich
anthropogen

 Maria

Offline Erik

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #26 am: 22 Sep 08, 10:30 »
Nein, das Eisen stammt aus dem Buntsandstein. Der ist generell reich an Eisen, deswegen die rote Farbe! Die schwarzen Krusten und Brocken sind wahrscheinlich oberflächennahe Bildungen, entstanden aus eisenreichen Lösungen (Staunässe im Lehm zB.) durch die Verwitterung des Sandsteines.

Gruß, Erik

Offline caliastos

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #27 am: 22 Sep 08, 10:41 »
anthropogen heißt nur "unter menschlichem einfluß". wenn du also einen 10t quader von a nach b verfrachtest, dann wurde der anthropogen umgelagert.

der main wird sich nur in das gestein schneiden und dabei evtl. auch noch wasser für lösungsprozesse liefern. das heißt aber nicht, vorher gab es keine lösungen und umlagerungen. auch ganz normales regenwasser bzw. grundwasser hat über die jahre eisen aus dem buntsandstein gelöst und anderweitig wieder gefällt. das eisen kommt aus dem "rostigen" sandstein. dessen ausgangsgestein wurde halt durch die erosion zerkleinert, hatte an land genug zeit vor sich hinzurosten, wurde von flüssen weggeschafft und dann als sediment eben zu großen paketen abgelagert und verfestigte sich. mit der ziet haben dann eben lösungen das eisen innerhalb des sandsteins umgelagert und selektiv angereichert. der main trägt das ganze nun wieder ab. schuld an dem eisengehalt kann er nicht sein.man bedenkte: der main war nicht immer da oder dort wo er heute ist. und bei der großen buntsandsteinverbreitung hätte der sehr weit wandern müssen.

Offline Druide

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #28 am: 22 Sep 08, 12:22 »
Hallo,
danke für die Antworten.

Der Main hat allso ein Päckchen Eisen mit geschleift ( Ich sage Eisen weil sich das Geraffel von einem Magneten anziehen läßt) und  hier vor meine Türe abgesetzt?!
Mit der Zeit weis der Geier hat sich das Eisen verflüssigt und ist in Sand,Lehm und Ton eingedrungen hat neue Steine gebildet die ich in allen möglichen Erdschichten finde?!
Ich lebe so zu sagen auf einem Haufen mehr oder weniger verrostetem Eisen. Interessant!!!
Gruß Marie



 


Offline Erik

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Re: Grüne Mineralien im Sandsteinquader
« Antwort #29 am: 22 Sep 08, 12:32 »
Zitat
Der Main hat allso ein Päckchen Eisen mit geschleift

Nein, eben nicht. der ganze Buntsandstein hat einen mehr oder weniger hohen Eisengehalt, deswegen ist er doch rot. Wenn der Sandstein verwittert, reichert sich das Eisen an und bildet diese schwarzen Krusten. Der Main hat damit nichts zu tun

 

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