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Autor Thema: LCD-Microskop  (Gelesen 3519 mal)

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Offline JHM

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LCD-Microskop
« am: 09 Oct 08, 20:03 »
Hallo zusammen ,
ich hab heute beim Surfen folgendes Mikroskop gefunden : http://www.mikroskope.info/html/lcd-mikroskop.html .
Interessant ist das Ding ja , aber kommt es mit der Optik eines Binos mit ? Man beachte auch den vergleichsweise günstigen Preis von 2000€ .
Die Vergrößerung bis fast 200 X ist auch nicht ohne .
Was denkt ihr darüber ?

Grüße

Haldenschreck

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Re: LCD-Microskop
« Antwort #1 am: 09 Oct 08, 21:31 »
hallo,

die svga-auflösung 1024x768 halte ich für zu gering, der dpi-wert wäre mir zu niedrig. von extra scharfen abbildungen zu reden, halte ich für irreführend. von der güte der optik wird nicht gesprochen. als mikromounter fehlt mir der räumliche eindruck.

ein eher skeptischer
haldenschreck

Offline berthold

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Re: LCD-Microskop
« Antwort #2 am: 09 Oct 08, 22:12 »
Hallo,

Zitat
vergleichsweise günstigen Preis von 2000€

das sehe ich nicht so. Ich habe eine Okularkamera mit 5 Megapixel Auflösung (hat einen Bruchteil gekostet) und kann das Bild (trinokulares Mikroskop) via Computermonitor oder/und durch die Okulare sehen. Die Problematik bei einem Bildsensor - im Vergleich zum menschlichen Auge - ist, dass sich das Auge in einem gewissen Umfang fokusieren kann, so dass ein viel besserer Schärfe-Eindruck (Schärfentiefe) entsteht. Für ebene Objekte (z.B. Dünnschliffe) ist das kein Problem, für 3-dimensionale Objekte -wie Kristalle- aber schon. Ähnlich ist es mit der Helligkeit: Das Auge verfügt über eine viel größere Dynamik/Anpassungsfähigkeit als die Sensoren. Wie genau die Farbdarstellung der Natur entspricht steht ebenso in den Sternen. Die Auflösung von 1024x768 halte ich für witzlos und überholt.   

In der Summe: Danke, nein.

Gruß
Berthold

Offline guefz

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Re: LCD-Microskop
« Antwort #3 am: 09 Oct 08, 23:08 »
Wenn ich mir die Angaben zur Vergrößerung des Gerätes ansehe, habe ich den Verdacht, dass da auch mit digitaler Vergrößerung gearbeitet wird, was letztlich auf die Methode Pixelraten hinausläuft. Also wohl eher kein sinnvolles Gerät...

Günter

Offline JHM

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Re: LCD-Microskop
« Antwort #4 am: 10 Oct 08, 21:30 »
Ok Danke , sowas hab ich mir schon gedacht .
Also für unsere Zwecke unbrauchbar .

Offline Stephkling

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Re: LCD-Microskop Test
« Antwort #5 am: 16 Nov 08, 22:25 »
Hallo
ich bin  durch Zufall vor kurzem zu einem CMEX DC.1300 von der Firma EUMEX gekommen (1,3MPixel). Kostet neu wohl so um die 400€.
Bin jetzt erst dazu gekommen ein bisschen rum zu experimentieren. Scheint in der Handhabung etwas umständlich!
Nix mit einfach Bilder machen  :(  Erst müssen die Farben eingestellt werden um einigermaßen dem Orginal zu entsprechen, dann ist es für mich momentan noch ein Glücksfall, dass das Bild dann auch gespeichert wird.
Die zugehörige Bedienungsanleitung ist leider mehr als dürftig!
Hat jemand mit diesem Gerät schon Erfahrungen?
Ich gebe Berthold recht mit der Tiefenschärfe. Kann man da  z.B. mit Combine nachhelfen? Ich habe ein Binokular und beim Scharfstellen verschiebt sich das Bild leicht zur Seite.
Anbei mal zwei Fotoversuche mit Fluoritwürfel von der Clara Größe des Fluorits im Orginal 2x3mm
Grüße
Stephan

Offline cmd.powell

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Re: LCD-Microskop
« Antwort #6 am: 18 Nov 08, 02:06 »
Haldenschreck hat es schon ziemlich auf den Punkt gebracht: Es fehlt der räumliche Eindruck ! Der unschlagbare Vorteil des "normalen" Binokularmikroskop ist ja der, das man beide Augen nutzen kann. Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, aus diesen beiden Bildern mehr Informationen herauszuholen als in den Einzelbilder stecken, ist jedem bekannt, des schonmal durch ein Mikroskop fotografiert hat. Das Bild erscheint unschärfer, Farbfehler stören, die Farben sind allgemein "unnatürlich" etc. Schon allein wegen dieser Fakten kann ein digitales Mikroskop dem optischen eigentlich nur unterlegen sein. Vorteil wäre einzig, wenn man das Bild z.B. mehreren Betrachtern zugänglich machen möchte - aber wer macht das zuhause schon ?
Ich würde die 2 k€ (was nicht wirklich wenig ist) in ein gutes "normales" Mikroskop stecken.

 

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