Hallo Hans!
Deine Schliffe machen zwar eine schöne Form, aber alles wesentliche für die Beantwortung Deiner Fragen hast Du mit dem Schliff leider entfernt. Wenn das helle Feldspäte sind, wofür viel spricht, wären die Spaltflächen hilfreich gewesen. Feldspäte zeigen gute Spaltbarkeit, also spiegelnde Flächen, dazu Härten um 6.
Das glasiggraue in den Zwickeln könnte Quarz ein. Wenn das der Quarz ist (Härte 7, nicht ritzbar, Glasglanz und muscheliger Bruch, dann ist das Grünliche natürlich kein Quarz mehr.
Alterierter Plagioklas zeigt gern einen so grünlichen Farbton. Wenn das weißgrünliche Plagioklas ist, dann könnten die anderen weißen Körner der zweite Feldspat, also Alkalifeldspat sein. Dann wäre, wegen des Übergewichts an Plagioklas, das Ganze ein Granodiorit oder Tonalit (wenn Kalifeldspat unter 10%). Immer voarusgesetzt, daß der Quarzgehalt bei mehr als 20 % liegt, aber das sieht schon so aus.
Die dunklen Minerale sind auf einer polierten Fläche ebenfalls nicht mehr bestimmbar.
Biotit und Amphibol lassen sich unter der Lupe gut auseinander halten. Die Form der langgestreckten schwrzen Kristalle würde zu Amphibol (hier wohl Hornblende) passen. Granodiorite sind regelmäßig mit Hornblende durchsetzt. Bei Tonaliten kenne ich nicht genügend Beispiele, es erscheint aber wahrscheinlich.
Granitoid, also "granitähnlich" ist das Gestein in jedem Fall, da es Quarz und sehr wahrscheinlich viel Feldspat enthält.
Saxifragus