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Autor Thema: fund aus einer kies und sandgrube feldberger seenlandschaft meklenburg  (Gelesen 11437 mal)

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Offline Bernd G

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das stück ist magnetisch,aber eisenerz in einer so hohen konzentration ?

9cmx7,5cmx5cm und sehr schwer ,gewogen habe ich es noch nicht ....

es wurde im anstehenden gefunden steckte in der wand  ca 5m sand drüber .
oben auf der fläche noch bewaldung .

die grube wurde wohl erst vor ein paar jahren auf gemacht .

bild 3: anschliff
« Letzte Änderung: 29 Apr 16, 00:04 von oliverOliver »

Offline FRAPO

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Hallo Bernd
ich tippe auf Raseneisenstein, dieses Material wurde von den Altvorderen als Erz gesammelt
und verhüttet.
Gruß Frank

Offline RonnyNisz

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Raseneisenerz ist das nicht, das sieht aus wie mit Rost verbackener Sand. Ich tippe eher auf einen menschlichen Ursprung, Bombensplitter, Baggerbruchstück o.ä.

Gruß Ronny

Offline Embarak

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Hi,
Ich wüßte nicht,was gegen Raseneisenstein spricht.Fundort und -Tiefe bestätigen es eher.
Siehe Raseneisenstein-Wikipedia und google-bilder .
Der Anschliff deutet auf eine Konkretion,ein Bombensplitter wäre nicht so löchrig.
Gerade wegen des hohen Eisenanteils hat sich doch das Verhütten für frühere Flachlandbewohner gelohnt.
Raseneisensteine waren u.a. in Meck-Pomm sehr verbreitet.
Embarak

Offline smoeller

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Hallo,

Sieht sehr nach einer Limonitkonkretion aus. Bohnerz wäre eine andere Möglichkeit. Das sind Limonitkonkretionen, z.T. mit Hämatit . Gibt es aber eher im südlichen Oberrheingebiet über Jurakalkstein. Bei Baden-Baden kommen in den Kiesgruben auch schwarzbraune Limonitknollen vor, was ähnliches könnte das hier auch sein. Habe einen Anschliff einer Bohnerzknolle, die ist auch so metallisch glänzend.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Bernd G

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danke euch erst mal.
eisen stromatolithen ,wie schaut es damit aus ?
der aufbau schaut fast so aus ?


raseneisenstein damit kann ich mich nicht so richtig anfreunden !

« Letzte Änderung: 29 Apr 16, 00:05 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Hallo,

Möglich wäre auch noch, dass es sich um ein Stück Eisenschlacke aus der Eisenzeit handelt. Damals wurde in Norddeutschland Raseneisenerz verhüttet. Diese Schlacken sind magnetisch, es handelt sich um Magnetit, Fayalit, Wüstit und Tridymit.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Bernd G

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ja stimmt , gibt es da was zum vergleich ?

Offline Embarak

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Hi,
Bohnerz wäre -wie geschrieben - eher im Süddeutschen Raum zu suchen.
Schlacke mit so hohem Restanteil an Metallen?
War in der anstehenden Umgebung noch mehr davon oder Schwärzungen im Sand?

Beim Stichwort Stromatolith fiel mir ein ungeklärter Eigenfund aus dem Sinai von `97 ein.
Gefunden in hellem Kalksandsteindgeröll,das viele fossile Korallen und Muscheln enthielt.
Gehörte nach meinem Empfinden -Farbe,hohes Gewicht,metallisch- dort nicht hin.
An der HU Berlin sagte man mir,es sei eine für den Sinai typische Hämatit-Konkretion marinen,fossilen Ursprungs,
Die unregelmäßigen Formen ließen aber keinen Rückschluss auf das Fossil zu.
Stellt sich die Frage,woraus Limonitkonkretionen oder auch Raseneisenerze im Norddeutschen Raum entstanden sind.
Anbei 3 Sinai-Beispiele,der mittlere aufgebrochen,Durchmesser 7 cm.Die Idee mit dem Anschleifen ist gut !
Embarak

Offline Bernd G

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schwarzfärbung war keine vorhanden .

meteorit ? ist wohl ausgeschlossen ?

Offline Embarak

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meteorit ? ist wohl ausgeschlossen ?

Du wirst lachen !!
Das war meine Assoziation!
Deswegen war ich damals zur HU gegangen.
Embarak

Offline smoeller

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Hallo,

Raseneisenerz bildet sich aus huminsäurehaltigen Oberflächenwässern, wenn diese auf Sand treffen. Noch heute kommt es bei uns in Schleswig-Holstein zu deren Bildung, man sieht in Baugruben oft Horizonte von Limonitsand.

Die Eisenschlacken von Joldelund sind nahezu alle magnetisch. Ged. Eisen wird von Wittern (1992) von dort beschrieben, der Magnetismus dürfte aber von dem Magnetit kommen.

Schau mal in meinen Joldelund-Artikel im Lexikon.

Glück Auf!
Smoeller

 

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