Hallo,
nicht den realen Berg sondern den Berg im Kopf des an etwas Glaubenden !
schon klar, die glauben dann dass der Berg versetzt wäre - man kann das auch als "geistige Verwirrung" bezeichnen. Nun könnet man sich zurücklehnen und sagen: "Jeder soll das glauben was er will" - oder, noch schlimmer "wenn es einem hilft, dann soll er das machen" oder ganz schlimm "irgendwas könnte schon dran sein". Fakt ist, dass "Edrstrahlen" nicht existieren und der Glaube an "schädliche Erdstrahlen" einen sog. Nocebo-Effekt zur Folge haben kann. Mit anderen Worten: Der Gaube an die schädliche Wirkung wirkt zu einem gewissen Prozentsatz tatsächlich schädlich, ähnlich wie der Placebo-Effekt, nur eben nicht heilend sonder krank machend. Ein Beispiel: In einer klinischen Studie eines Chemotherapeutikums fielen einigen der Patienten, die Placebos erhalten hatten, die Haare aus. Sie glaubten, dass eine Chemotherapie immer zu Haarausfall führt. Das war nur die Nocebo-Wirkung. Oder ein anderer Fall: Nach dem Bau eines Mobilfunkmastes klagten zahlreiche Anwohner über verschiedene, zum Teil schwere Symtome, je näher am Mast umso mehr/schwerer. Nur war der Sendemast noch nicht mal versuchsweise in Betrieb genommen. Man würde den Nocebo-Erkrankten Unrecht tun, wenn man sie als Simulanten oder "eingebildet krank" bezeichnen würde, die sind tatsächlich krank. Der Voodoo-Fluch soll ja auch auf dem Nocebo-Effekt beruhen. Die Wirkungsweise und der Zusammenhang von Placebo und Nocebo sind noch viel zu wenig erforscht aber man kann nicht davon ausgehen dass eine durch Nocebo ausgelöste Erkrankung immer (oder mit einer hohen Wahrscheinlichkeit) durch ein Placebo kuriert werden könnte.
Die esoterische Volksverdummung schafft sich z.B. mit dem suggerieren krankmachender Erdstrahlen den Markt um dann mit manchmal heilbringenden Bettverstellungen, Heilsteinen, Edelsteinwasser und sonstigem Klamauk richtig Kasse zu machen.
Gruß
Berthold