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Autor Thema: Großer Ammonit Buchen Odenwald; Ceratit / Trias  (Gelesen 5356 mal)

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Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Hallo,

habe in einer Mineraliensammlung einen Ammonit gefunden mit der Fundortangabe " Buchen/Odenwald "
Weiß jemand was das für ein Stück ist, wie alt und was der genaue Fundort sein könnte ?
Ich denke mal Jura habe ich richtig eingeordnet?

Größe: 17 x 14 x 7 cm
Gewicht: über 2,2 kg
Funddatum: ca. 1970
   

Offline doe

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Hi,
das ist ein nudoser Ceratit aus dem Trias,oberer Muschelkalk mo.Ob es bei dem angegebenen Ort mo gibt weiß ich nicht,kenn mich da nicht aus.
Gruß Günter

Offline smoeller

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Hallo,

Kann das nur bestätigen. Definitiv Ceratit aus dem oberen Muschelkalk.

Südlich von Buchen zeigt die geol. Karte ob. Muschelkalk.

Siehe: http://www1.lgrb.uni-freiburg.de/geoviewer/application/index.php?action=GoToStartMap&theme=#

Glück Auf!
Smoeller

Offline jkstar

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Danke für die Antworten, kann jemand sagen aus welcher Evolutionsreihe er ist, ich habe auf http://www.geolor.fr/de/paleontologie/ceratit-de.htm geschaut, da kommen aber mehrere in Frage, ich tippe auf  Ceratites evolutus, aber eher auf Ceratites intermedius, wegen den Hörnchen auf der Oberseite ?!


Viele Grüße
Julian
« Letzte Änderung: 11 May 11, 22:45 von jkstar »

Offline doe

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Hi Julian,
mit 15 cm sicher kein C.evolutus.Bei der Erhaltung und ohne konkrete Schicht wahrscheinlich C.nudosus.(C.poseckeri/intermedius/alticella sind nicht auszuschließen)Im Zweifelsfall noch mal bei "Steinkern" - Trias - einstellen.
Gruß Günter

Offline jkstar

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  • Wulfenit Tsumeb
Danke für die Antwort Günter und danke Marko für den Tip:

Der Experte sagt: Bei Ihrem schönen Fund handelt es sich um einen Ceratites nodosus, wahrscheinlich um ein Individuum aus dem Übergangsbereich der praenodosus zur nodosus-Zone. Ich nehme an, dass er nicht größer als 15 cm ist. Er ist ein Fossil des Oberen Muschelkalkes (Mittlere Trias) und lebte vor ca. 235 Millionen Jahren.

und..

der Größenvermerk belegt die Herkunft aus der nodosus-Zone. Zum Geschlecht nur so viel:

es gibt bei den germanischen Ceratiten zwei Morphotypen. Die erste Form („E“-Typ) kommt mit einer schwachen Skulptur aus der Innenwindung. Dazu gehört ihr Belegstück. Die zweite Form („P“-Typ) ist bereits „innen“ kräftig beknotet. Ich bezeichne diese Merkmale als Hinweis auf Geschlechtsdimorphismus. Jede weitere Eingrenzung ob Männchen oder Weibchen ist dann willkürlich und entspricht nicht meiner Arbeitsweise.

Übrigens hat ihr schöner Ceratit eine Besonderheit. Besonders deutlich auf der „schönen Seite“ sehen Sie zu Lebzeiten aufgewachsene Muscheln. Es handelt sich um austerähnliche „Placunopsis ostracina“. Damit wurde das Gewicht des Ceratiten um einiges vergrößert. Was das mit dem Gesetz des Archimedes zu tun haben könnte überlasse ich Ihrer Beurteilung.

finde ich toll, dass ich so umfassende Antworten zu meinen Fragen  erhalten habe..

Viele Grüße
Julian



 

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