Hallo!
Ich bearbeite für meine Magisterarbeit ein altsteinzeitliches Fundinventar aus einer Kiesgrube bei Barbing, Lkr. Regensburg. Der Großteil der dort zur Werkzeugherstellung verwendeten Rohmaterialien stammt aus den Donauschottern oder ist Jurahornstein aus naheliegenden Lagerstätten. Nur aus einem Material bin ich nicht schlau geworden. Es ist honigfarben und sehr durchscheinend, besitzt eine sehr verrundete Gerölloberfläche und jede Menge Klüfte und patiniert weiß mit violetten Flecken. Die ursprüngliche Größe der Knollen war wohl recht gering (im Verhältnis zu den anderen, besser geeigneten Materialien), sie hatten wahrscheinlich einen Durchmesser von 5-10cm. Die rötliche bzw. schwarze Verfärbung der Stücke auf dem zweiten Bild ist vermutlich auf Hitzeeinwirkung zurückzuführen. Es sieht so aus, als würde es aus Flussschottern stammen, ich konnte es allerdings in den Donauschottern nicht finden und es wird auch bei Beschreibungen der Schotterzusammensetzung der Donau nirgendwo ein ähnliches Material erwähnt.
Das Rohmaterial, dessen Herkunftsgebiet am weitesten von der Fundstelle entfernt ist, ist ein Jurahornstein vom Typ Abensberg-Arnhofen, der in ca. 30km Entfernung zu finden ist. Der Rest stammt, wie erwähnt, aus den Donauschottern oder Lagerstätten im Umkreis von 10km um die Fundstelle. Es ist also mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass sich auch das Herkunftsgebiet dieses Materials etwa in dieser Gegend befindet.
Ich würde mich tierisch freuen, wenn mir jemand einen Tip geben könnte, um was für ein Material es sich hier handelt, und wo man es finden kann. Auch über einen Literaturhinweis, wo ich Infos finden könnte, wäre ich glücklich.
Im Voraus herzlichen Dank
